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Beiträge verschlagwortet als “Demokratie”

Buchtipp: Schamland

11.11.2022/EG

Stefan Selke: Schamland
Die Armut mitten unter uns

Sachbuch (2013, Armut, Demokratie, Leben)

„In einer einzigartigen Mischung aus Sozialreportage und messerscharfer Gesellschaftsanalyse nimmt Stefan Selke uns mit in die unbekannte Welt der Armen. Er zeichnet das Leben jener Menschen, die einst in der Mitte der Gesellschaft lebten und sich verzweifelt bemühen, ein Stück Normalität zu bewahren…“

Autor

Stefan Selke landete nach einem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik bei der Soziologie und ist als Professor für »Gesellschaftlichen Wandel« an der Hochschule Furtwangen am Puls der Zeit. 2021 wurde Selke mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis der Integrata-Stiftung zum Thema »Visionen für eine bessere Welt: Humane Utopien als Gestaltungrahmen für die nach-Corona-Gesellschaft« ausgezeichnet.

Ullstein Verlag, ISBN: 978-3-843-70539-4, E-Buch, 9 Euro

Buchtipp: Der Verlust

04.11.2022/EG

Anita Blasberg: Der Verlust
Warum nicht nur meiner Mutter das Vertrauen in unser Land abhandenkam

Sachbuch (Leben)

„Es ist etwas passiert in den letzten dreißig Jahren. Immer weniger Menschen vertrauen den Institutionen dieses Landes – weder der Regierung noch den Medien, noch nicht einmal der Wissenschaft. Doch wie konnte es so weit kommen? Die preisgekrönte Journalistin Anita Blasberg rekonstruiert die schrittweise Erosion des Vertrauens – am Beispiel ihrer eigenen Mutter und entlang historischer Bruchstellen und Protagonisten. Da ist ein junger Treuhandmanager, der achtzig ostdeutsche Betriebe in zwei Jahren verkauft; da ist eine Klinikärztin, die ihre Patienten schneller entlassen soll, als ihr lieb ist; da sind Politiker, die nach der Finanzkrise ihre eigene Ohnmacht bestaunen und dann fast alles beim Alten belassen…“

Autorin

Anita Blasberg, 1977 in Düsseldorf geboren, studierte Sozialwissenschaften, Politik, Psychologie und Germanistik. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Redakteurin und Reporterin für DIE ZEIT. Sie wurde mit dem Deutschen Sozialpreis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Für die Fernsehreportage „Die Weggeworfenen" erhielt sie u. a. den Prix Italia. Blasberg hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie bei Hamburg.

Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-644-01077-2, E-Buch, 15 Euro

Anita Blasberg im Gespräch mit Christian Rabhansl deutschlandfunkkultur.de.

Geldvermögen privater Haushalte

24.10.2022/EG
Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht im ersten Halbjahr 2022 rund 7,5 Billionen Euro, eine Vermehrung in Höhe 1,6 Prozent gegenüber ersten Halbjahr 2021

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im ersten Halbjahr 2022, auf 7.496 Milliarden Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 120 Milliarden Euro bzw. 1,6 Prozent. bundesbank.de

¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

Zum Thema

Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

Zitat aus dem Monatsbericht Juli 2022 der Deutschen Bundesbank, Seite 22: „Während die obersten 10 % der Vermögensverteilung über den betrachteten Zeitraum mehr als 50 % des gesamten Nettovermögens der Haushalte in Deutschland hielten, entfiel auf die untere Hälfte der Vermögensverteilung mit durchschnittlich 0,6 % ein äußerst geringer Anteil.“ bundesbank.de

Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

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Friedensfähigkeit beginnt im Inneren

10.10.2022/EG
Quelle: Friedensgutachten.de

Friedensforschungsinstitute erkennen in der demokratischen und rechtsstaatlichen Kontrolle von Sicherheitsbehörden eine zentrale Aufgabe

Friedensgutachten 2022, Schlussfolgerungen, Seite 12, Auszug: „Die aktuellen Friedensbedrohungen reichen über den Ukraine-Krieg hinaus. Internationalisierte Bürgerkriege und dschihadistische Gewalt dürfen aufgrund des Ukrainekrieges nicht in Vergessenheit geraten, da sie das Konfliktgeschehen weltweit stark prägen. Hier sind diplomatische Initiativen gefordert sowie eine restriktive Rüstungsexportpolitik. Beachtenswert ist zudem, dass viele der Kriege tief verankerte Dominanzverhältnisse zwischen den Geschlechtern widerspiegeln und nachhaltiger Frieden nur eine Chance haben wird, wenn benachteiligte Gruppen Gehör finden und mitentscheiden können. Nicht zuletzt beginnt Friedensfähigkeit im Inneren. Eine zentrale Aufgabe ist es, angesichts des Bedeutungszuwachses von Sicherheitsbehörden deren Wirken demokratisch und rechtsstaatlich zu kontrollieren.“

Das Friedensgutachten 2022 der Friedensforschungsinstitute BICC Bonn International Centre for Conflict Studies, HSFK Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, IFSH Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg und INEF Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen, lesen Sie hier friedensgutachten.de.

Bereits 2021 war die Einkommenssituation für viele prekär

05.10.2022/EG
Quelle: Statistische Bundesamt, Wiesbaden

Fast ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland konnte 2021 größere, unerwartet anfallende Ausgaben nicht bestreiten

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag im Jahr 2021 der Anteil der Personen, die in Haushalten lebten, welche aufgrund der finanziellen Situation nicht dazu in der Lage waren, größere, unerwartet anfallende Ausgaben (in Deutschland 1.150 Euro oder mehr) aus eigenen Finanzmitteln zu bestreiten, in Deutschland bei 31,9 Prozent.
Höhere Anteile der betroffenen Personen lebten 2021 im EU-Raum (27 Länder) nur in Rumänien (47,3 %), Kroatien, Griechenland, Zypern, Lettland, Bulgarien, Litauen, Ungarn, Spanien und Italien (32,7 %).
Die Mitteilung lesen Sie hier destatis.de.