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Buchtipp: Das gelbe Haus

05.08.2022/EG

Sarah M. Broom: Das gelbe Haus

Memoir (Gesellschaft, Ungleichheit, USA)

„Ein gelbes Holzhaus in einem vernachlässigten Viertel New Orleans ist jahrzehntelang das Zentrum der Familie Mae Broom – bis Hurrikan Katrina es zerstört. Ein ganzer Stadtteil wird von der Landkarte gespült und mit ihm die Habseligkeiten und Erinnerungen der Familie. Doch Sarah M. Broom widersetzt sich dem Verlust und der Verdrängung. Lebhaft erinnert sie die Scham, die sie mit diesem Ort verband, die Liebe ihrer Familie und ihren stoischen Widerstand gegen die Gewalt der Natur und der amerikanischen Geschichte. Immer tiefer dringt sie in die Biografie eines Ortes und seiner Bewohner vor und deckt dabei die fatalen Ungleichheiten einer ganzen Gesellschaft auf.“

Autorin

Sarah M. Broom, 1979 in New Orleans geboren, ist eine amerikanische Journalistin und Schriftstellerin. Sie schreibt regelmäßig für den New Yorker, The New York Times Magazine und O, The Oprah Magazine. Für ihr erstes Buch, das Memoir „Das gelbe Haus“, erhielt sie u.a. den National Book Award for Nonfiction 2019. Sie lebt in New York.

Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-27358-0, E-Buch, 20 Euro

Neuregelungen im August

31.07.2022/EG
Quelle: Bundesregierung, Berlin

Gesetzliche Neuregelungen im August 2022

Bundesausbildungsförderungsgesetz

Zum 01. August treten neue Regelungen wie beispielsweise die Erhöhung der Freibeträge um 20,75 Prozent, die Anhebung der Bedarfssätze um 5,75 Prozent, die Anhebung des Wohnzuschlags für Empfängerinnen und Empfänger (die nicht bei den Eltern wohnen) von 325 Euro auf 360 Euro sowie weitere weitreichenden Maßnahmen in Kraft.

Lebensmittel

Titandioxid (E171) wird bislang verwendet, um vielen Lebensmitteln eine weiße Farbe zu verleihen: von Backwaren und Brotaufstrichen bis hin zu Suppen, Soßen, Salatdressings und Nahrungsergänzungsmitteln. Aufgrund eines wissenschaftlichen Gutachtens kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zu dem Schluss, dass Titandioxid bei der Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr als sicher angesehen werden kann. Ab 08. August 2022 ist die Verwendung von Titanoxid deshalb in Nahrungsmitteln verboten.

Buchtipp: Phyto for Future – Mit Pflanzen aus der Klimakrise

29.07.2022/EG

Tim Kaysers: Phyto for Future – Mit Pflanzen aus der Klimakrise

Sachbuch (Leben, Klimawandel, Umweltschutz)

„Pflanzen sind mit ihrer perfekten Lebensstrategie nicht nur Ursprung und Quelle allen Lebens – ohne sie gibt es für uns Menschen auch keine lebenswerte Zukunft. Sie sind Klimamacher und stehen an erster Stelle der Artenvielfalt. Sie leben in Kreisläufen und sind ein wertvoller Bodenschatz, genügsam und nachhaltig. Sie liefern die beste Nahrung und machen uns gesund. Sie nehmen unser Kohlendioxid auf und schenken uns dafür Sauerstoff. Dies sind nur einige positive Wirkungen – es gibt noch so viel mehr. Wenn wir die dringendsten Fragen der heutigen Zeit beantworten wollen, bieten uns Pflanzen Lösungen in allen Bereichen an: in Landschaft und Landwirtschaft, Ernährung und Architektur, bei der Energiefrage, für die Bioökonomie, in der Klimakrise, beim Artensterben, für unsere Gesundheit und unsere Gesellschaft.
Aus dem Blickwinkel eines Landschaftsarchitekten erklärt Tim Kaysers anschaulich, wie Pflanzen leben, wie sie positiv auf uns wirken, was wir von ihnen lernen und wie wir sie mehr in unser Leben integrieren können. Lassen Sie sich von diesem grünen Leitfaden inspirieren und eine pflanzliche Zukunft entwickeln – eine »Phytofuture«.“

Autor

Tim Kaysers, Jahrgang 1973, ist Landschaftsarchitekt und Naturmensch. Das Thema Nachhaltigkeit ist Zentrum seines Schaffens. Sein Wissen um ökologische Zusammenhänge bringt er nicht nur beruflich, sondern auch in Arbeitsgruppen, Verbänden und Naturschutzorganisationen ein. Nach dem Studium der Landschaftsarchitektur in London und Berlin, sammelte er einige Jahre berufliche Erfahrung in Ecuador und China. Neben der Entwicklung nachhaltiger Ideen und der Reduzierung seines ökologischen Fußabdrucks ist die Pflanzen- und Naturfotografie seine Leidenschaft.

Büchner Verlag, ISBN: 978-3-96317-837-5, E-Buch, 14 Euro

Buchtipp: Die Kunst ist frei?

22.07.2022/EG

Moshe Zuckermann: Die Kunst ist frei?
Eine Streitschrift für die Kunstautonomie

Sachbuch (Debattenraum, Kunstfreiheit)

„Die Forderung nach einer freien und unabhängigen Kunst kennen wir seit dem 19. Jahrhundert. Dieses Streben nach Kunstautonomie fußt auf der Überzeugung, dass der Bereich des Ästhetischen eigenen Regeln folgt, dass Kunst frei sein muss von fremden Ansprüchen, seien diese politischer oder moralischer Natur. Heute scheint es nicht sonderlich gut um dieses Ideal bestellt: Stichworte wie ‚Cancel Culture‘ sowie die oft schrill geführten Debatten darüber, wer eigentlich noch etwas sagen oder zeigen darf, zeugen davon, dass die Autonomie der Kunst mehr denn je gefährdet ist. Kenntnisreich und mit stilistischer Brillanz zeichnet Moshe Zuckermann dieses Spannungsfeld nach. Er fragt nach dem Verhältnis von Kunst und Fortschritt, Politik, Elitarismus sowie kulturindustriellem Kitsch. Dabei steht nicht weniger auf dem Spiel als die Rettung der Kunstfreiheit.“

Herausgeber

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. Zuckermann ist regelmäßig mit Beiträgen für Hörfunk, Fernsehen und verschiedene Printmedien tätig.

Westend Verlag, ISBN: 978-3-8648-9879-2, Buch, 17 Euro

Geldvermögen privater Haushalte

14.07.2022/EG
Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht im ersten Quartal 2022 rund 7,6 Billionen Euro, eine Vermehrung in Höhe 5,1 Prozent gegenüber ersten Quartal 2021

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im ersten Quartal 2022, auf 7.588 Milliarden Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 371 Milliarden Euro bzw. 5,1 Prozent. bundesbank.de

¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

Zum Thema

Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2020 über 9,4 Billionen Euro
Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
„Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

Eine Dokumentation über „Die zerrissene Gesellschaft“ in Deutschland, nicht erst seit bzw. durch die Corona-Pandemie, sehen Sie hier 3sat.de.

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