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Beiträge verschlagwortet als “Umweltschutz”

Video-Tipp: „Die Recycling-Lüge“

21.06.2022/EG
Quelle: ARD, Mainz

Film von Tom Costello und Benedikt Wermter: Wer verdient an der Plastikkrise?

30 Jahre „Grüner Punkt“ und unzählige weitere Umweltschutzversprechen. Über die Recycling-Tonne wurde und wird wesentlich mehr als nur Plastik ‘entsorgt‘.
Die Dokumentation sehen Sie hier ardmediathek.de.

Klimawandel: Veränderungen werden schon bald deutlicher

11.05.2022/EG
Quelle: Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Genf

WMO: Jahresdurchschnittstemperaturen steigen

Es besteht eine 93%ige Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Jahr zwischen 2022 und 2026 das wärmste Jahr in der Geschichte wird und 2016 von der Spitze verdrängt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Fünf-Jahres-Durchschnitt für 2022-2026 höher ist als der der letzten fünf Jahre (2017-2021), liegt ebenfalls bei 93 %, so die jährliche Globale dekadische Klimaaktualisierung, das vom Wetteramt (Met Office) des Vereinigten Königreichs erstellt wird.
Die Studie lesen Sie hier metoffice.gov.uk.

Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Meteorologie, operationelle Hydrologie und verwandte geophysikalische Wissenschaften mit Sitz in Genf.

Zum Thema

Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor an der Universität Potsdam, zum 6. Sachstandsbericht des Weltklimarates am 28.02.2022:

"Die Auswirkungen des Klimawandels nehmen schnell zu, sie treffen uns früher als erwartet, und sie betreffen mehr Menschen. Bereits eine Erwärmung von 1,5°C wird die Lebensgrundlage von Milliarden von Menschen gefährden, durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren, den Anstieg des Meeresspiegels. Dabei ist wichtig zu erkennen, dass es bei den Klimaauswirkungen nicht nur um die Temperatur geht, sondern auch um die Gesundheit der natürlichen Ökosysteme, welche die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel bestimmen. Und: Wenn Ernährungsunsicherheit, Wasserknappheit und unerträgliche Hitze auf verletzliche Gesellschaften treffen, können sie zu sozialer Instabilität beitragen, die zu einer steigenden Zahl von Vertriebenen, zu Migration und Konflikten führt…“
Die Mitteilung lesen Sie hier pik-potsdam.de.

Ökologischer und CO2-Fußabdruck

Nach Berechnungen des Global Footprint Network haben die Deutschen bereits am 04. Mai 2022 das Ressourcen-Budget für das gesamte Jahr aufgebraucht, würden alle Menschen so leben wie wir.
Die Daten lesen Sie hier umweltbundesamt.de, footprintnetwork.org und hier overshootday.org.

Umweltsch(m)utz: Pestizide belasten Grundwasser

13.04.2022/EG
Quelle: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau

Umweltbundesamt untersuchte Abbauprodukte (Metaboliten) von Pflanzenschutzmitteln und ihre Risiken für das Grundwasser

Zusammenfassung: „Das Grundwasser in Deutschland genießt einen hohen gesetzlichen Schutz und hat überwiegend eine sehr gute Qualität. Signifikante Einträge von Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasser werden nicht geduldet. Jedoch beobachtet das Umweltbundesamt (UBA) Lücken im Zulassungsverfahren und eine Verringerung des Schutzniveaus in der Praxis. Dies betrifft unter anderem bestimmte Abbauprodukte, sogenannte nicht relevante Metaboliten. Hinter dieser vermeintlich harmlosen und kaum beachteten Stoffgruppe verbergen sich oft umweltkritische Eigenschaften. Viele der Stoffe sind mobil und versickern leicht in das Grundwasser. Sie verbleiben teils lange in der Umwelt, können kaum aus dem Wasser entfernt werden und so auch ins Trinkwasser gelangen. Für den Naturhaushalt fehlt häufig das Wissen über langfristige Folgen. Um das Grundwasser dauerhaft zu schützen, braucht es Nachbesserungen im Zulassungsverfahren, ambitionierte agrarpolitische Maßnahmen sowie einen Schulterschluss von Behörden, Politik und Zivilgesellschaft.“
Die Ergebnisse lesen Sie hier umweltbundesamt.de.

Landwirtschaft: Herbizide und Pestizide wirken nicht nur auf landwirtschaftlichen Flächen

16.12.2021/EG
Quelle: Scientific Reports / Springer Nature, London

Forscherteam um Carsten A. Brühl, Ökologe an der Universität Koblenz-Landau, untersuchte die direkte Pestizidbelastung von Insekten in Naturschutzgebieten in Deutschland

„In Deutschland wurde der Rückgang der Insektenbiomasse in Naturschutzgebieten in Agrarlandschaften beobachtet. Als einer der Hauptursachen wird der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft diskutiert. In einer deutschlandweiten Feldstudie sammelten wir Fluginsekten mit Malaise-Fallen in Naturschutzgebieten, die an landwirtschaftliche Flächen angrenzen. Mit Hilfe einer mehrkomponentigen chemischen Spurenelementanalyse konnten wir 92 gängige landwirtschaftliche Pestizide in Ethanol aus Insektenfallen nachweisen, die im Mai und August 2020 beprobt wurden. Insgesamt wurden Rückstände von 47 gebräuchlichen Pestiziden nachgewiesen, und die Insektenproben waren im Durchschnitt mit 16,7 Pestiziden kontaminiert. Rückstände der Herbizide Metolachlor-S, Prosulfocarb und Terbuthylazin sowie der Fungizide Azoxystrobin und Fluopyram wurden an allen Standorten festgestellt…“
Die Studie lesen Sie hier nature.com.

Der „Pestizidatlas“ mit Daten und Fakten zu Giften in der Landwirtschaft 2022 wird am 12. Januar 2022 vorgestellt pan-germany.org.

Energie: Deutschlands Energieversorgung ist auch ohne Kernkraft gesichert

25.11.2021/EG
Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Forscherteam um Claudia Kemfert, Wissenschaftlerin für Energiewirtschaft und -politik an der Leuphana Universität Lüneburg sowie am DIW, untersuchte die energiewirtschaftlichen Folgen nach der Abschaltung der verbliebenen sechs Kernkraftwerke im Jahr 2022:

„Fazit: Atomwende erfordert Endlagersuche und keine Subventionen für Kernkraft
Mit der Schließung der letzten sechs Kernkraftwerke in Deutschland geht eine Periode zu Ende, die von technischen Risiken, hohen Kosten und ungelösten Konflikten mit Blick auf die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle begleitet wurden. Nachdem die Abschaltung älterer Kernkraftwerke seit dem Jahr 2011 weitgehend lautlos erfolgte, ist auch für die nächsten beiden Jahre nur mit geringen Auswirkungen auf das Stromsystem zu rechnen. Insbesondere werden sich die regionalen Stromflüsse nicht wesentlich verändern und Netzengpässe dürften sich, wenn überhaupt, nur gering intensivieren. Kurzfristig ist im Jahr 2022 und 2023 mit ansteigenden CO2-Emissionen aus dem Stromsektor zu rechnen, die mit einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien rasch zurückgeführt werden sollten. Die Versorgungssicherheit ist auch mittelfristig nicht gefährdet, wenn das deutsche Stromsystem rasch auf erneuerbare Energieträger in Verbindung mit Speichern und Flexibilitätsoptionen umsteigt. Die Einbindung in das europäische Stromsystem bleibt aus Effizienz- und Koordinationsgründen bedeutend…“
Die Studie lesen Sie hier diw.de.