Schlagwort: Demokratie

  • Buchtipp: „Kinder – Minderheit ohne Schutz“

    04.04.2025/EG

    Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach, Klaus Peter Strohmeier: Kinder – Minderheit ohne Schutz Aufwachsen in der alternden Gesellschaft

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Politik)

    „Für Kinder und Jugendliche ist der Krisenzustand zum Normalzustand geworden. Die junge Generation wird politisch übersehen und gesellschaftlich vernachlässigt. Kinder müssen ins Zentrum des politischen und gesellschaftlichen Denkens gerückt werden. Das Buch vereint eine umfassende Problemanalyse mit vielen Lösungsansätzen. Die Herausforderung ist so groß, dass alle einen Beitrag leisten können.“

    Autoren

    Aladin El-Mafaalani lehrt und forscht Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund.
    Sebastian Kurtenbach lehrt und forscht Sozialpolitik an der FH Münster.
    Klaus Peter Strohmeier lehrte und forschte Soziologie mit Schwerpunkt Familie, Stadt und Region an der Ruhr-Universität Bochum.

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch
    Erscheinung: Januar 2025

  • Einflussreiche Akteure: Interessenvertreter

    31.03.2025/EG
    Deutscher Bundestag, Berlin

    Bericht über das Lobbyregister 2022 bis 2024 veröffentlicht

    Die im Lobbybericht genannte Summe der „Mittelwerte für die jährlichen finanziellen Aufwendungen“ der Interessenvertretung* betrug im Jahr 2024 rund 910 Millionen Euro. Aber: „Die tatsächlich aufgewendete Summe der jährlichen finanziellen Aufwendungen im Bereich der Interessenvertretung auf Bundesebene dürfte im Berichtszeitraum jedoch sogar jeweils höher gelegen haben. Denn die Angaben hierzu durften bis zum 1. März 2024 verweigert werden (und wurden in 507 Einträgen auch tatsächlich verweigert).“

    * Unter dem Begriff „Interessenvertretung“ versteht die Legaldefinition gemäß § 1, Absatz 3 Lobbyregistergesetz „jede Kontaktaufnahme zum Zweck der unmittelbaren oder mittelbaren Einflussnahme auf den Willensbildungs- oder Entscheidungsprozess […] des Deutschen Bundestages oder […] der Bundesregierung“.

    Anmerkung der Redaktion: Diese Akteure stehen auf keinem Wahlzettel.

    Den Bericht lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Das Unbehagen in der Demokratie“

    28.03.2025/EG

    Michael J. Sandel: Das Unbehagen in der Demokratie
    Was die ungezügelten Märkte aus unserer Gesellschaft gemacht haben

    Sachbuch (Demokratie, Kapitalismus, Politik, Wirtschaft)

    „Unsere Gegenwart hat ein Demokratie-Problem. Zum einen sind unsere Gesellschaften gespalten wie nie zuvor: Befeuert durch die sozialen Medien treiben uns rassistische Ausschreitungen, Populismus, soziale Ungleichheit und eine weltweite Pandemie in die Vereinzelung. Zum anderen hat eine global ausgerichtete, von unseren Regierungen vollkommen unregulierte Wirtschaft der Politik den Rang abgelaufen. Seit nunmehr 40 Jahren macht der Neoliberalismus aus Bürgern Gewinner oder Verlierer des globalen Kapitalismus – mit verheerenden Folgen für unsere Demokratie.“

    Autor

    Michael J. Sandel, geboren 1953, ist politischer Philosoph. Er studierte in Oxford und lehrt seit 1980 in Harvard.

    Verlag: S. Fischer
    Erscheinung: Januar 2025

  • Videotipp: „Wer regiert die Welt“

    27.03.2025/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    Film von Dave D. Leins über einflussreiche Akteure, die auf keiner Wahlliste zu finden sind

    „Wer ist mächtiger – Staaten oder Konzerne? Ist die UNO noch relevant? Wer kontrolliert die wichtigsten Rohstoffe und hat die Nase vorn bei Zukunftstechnologien wie KI? Hat der Westen den globalen Süden verloren? Ist Europa noch relevant? Und was macht eigentlich die geheimnisvolle Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel?
    „Wer regiert die Welt?“ liefert eine tiefgründige, packende Analyse der Machtstrukturen, die unsere Zeit prägen – ein Film, der zum Nachdenken anregt.“

    Den Film sehen Sie hier.

  • Über 1.700 WissenschaftlerInnen schreiben Offenen Brief an CDU/CSU-Fraktion

    04.03.2025/EG
    Quelle: Verfassungsblog, Berlin

    WissenschaftlerInnen fordern von der CDU/CSU-Fraktion eindringlich die politische Neutralität staatlich geförderter Organisationen

    „Eine lebendige Demokratie ist auf eine kritische und engagierte Zivilgesellschaft angewiesen. Eine politische Einflussnahme auf NGOs, die sich für Grundrechte, Demokratie und den Rechtsstaat einsetzen, würde das Fundament unseres demokratischen Gemeinwesens untergraben. Wir appellieren stattdessen an den offenen, kritischen Dialog, die gegenseitige Toleranz und die Kooperation aller demokratischen Kräfte in Politik und Gesellschaft. Der Erosion demokratischer Kultur und dem Erstarken von Populismus und Rechtsextremismus kann nicht gegeneinander, sondern nur gemeinsam entgegengewirkt werden.“

    Den Offenen Brief lesen Sie hier.