Schlagwort: Demokratie

  • Geldvermögen privater Haushalte

    17.07.2025/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland stieg im ersten Quartal 2025 auf über neun Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des ersten Quartals 2025 auf 9.053 Milliarden Euro (+ 5,0 % ggü. I/2024).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen privater Haushalte lag Ende 2023 bei 12,5 Billionen Euro.
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2023, mit 12.528 Milliarden Euro (+ 3 % ggü. 2022) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 12.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2023 um nahezu 20 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro. Die Daten lesen Sie hier.

    Vergleichende Daten zur Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa lesen Sie hier.

    Einen Beitrag des Mitteldeutsche Rundfunks zum Thema „Warum große Vermögen kaum besteuert werden“ sehen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Entschädigung für Abgeordnete steigt

    11.06.2025/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Anpassung der Abgeordnetenentschädigung um 5,4 Prozent

    Gemäß der Entwicklung des Nominallohnindex erhöht sich die Abgeordnetenentschädigung zum 01. Juli 2025 von bisher 11.227,20 Euro um 5,4 Prozent auf 11.833,47 Euro.
    „Das gleiche Verfahren gilt für die Anpassung der fiktiven Bemessungsbeträge für die Altersentschädigung nach den Paragrafen 35a und 35b des Abgeordnetengesetzes. Der fiktive Bemessungsbetrag für die Altersentschädigung der Abgeordneten, die am 22. Dezember 1995 dem Bundestag angehörten, ehemalige Mitglieder des Bundestages und ihre Hinterbliebenen steigt von 9.599,12 um 5,4 Prozent auf 10.117,47 Euro. Für alle bis zum 31. Dezember 2007 entstandenen Ansprüche und Anwartschaften von Mitgliedern des Bundestages, ehemaligen Mitgliedern und ihren Hinterbliebenen erhöht sich der fiktive Bemessungsbetrag für die Altersentschädigung von 10.741,36 Euro um 5,4 Prozent auf 11.321,39 Euro.“
    Die Mitteilung lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Nebentätigkeiten

    „Ende Mai veröffentlichte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) einen Bericht, der in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet blieb – dabei hatte er es in sich: 261 Mal meldeten Abgeordnete ihre Tätigkeiten, Einkünfte oder Unternehmensbeteiligungen in der vergangenen Legislaturperiode (2021 bis 2025) nicht korrekt. Daraufhin wurde jedes Mal eine interne Ermahnung ausgesprochen.
    Namen nennt der Bericht zwar nicht. Doch es liegt nahe, wer sich hinter einem dieser Fälle verbirgt: Klöckner selbst.“
    Den Bericht lesen Sie hier.

  • Teilhabe und andere Hürden

    14.05.2025/EG
    Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Berlin

    Teilhabeatlas spiegelt Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

    „In unserer Studie „Teilhabeatlas – Kinder und Jugendliche“ sind wir der Frage nachgegangen: Wie steht es um die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands? Dafür haben wir zunächst in die Daten geschaut und messbare Indikatoren definiert:
    Wie hoch ist die Kinderarmut und wie viele Jugendliche beenden ihre Schullaufbahn ohne Abschluss? Querschnittsindikatoren wie die Lebenserwartung geben Hinweise auf allgemeine Lebensverhältnisse, da sie stark mit der gesundheitlichen Versorgung, wirtschaftlichen Lage und dem Bildungsniveau zusammenhängen. Auch die Erreichbarkeit von Bushaltestellen, Grundschulen oder Kinderarztpraxen wurde berücksichtigt.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    WSI-Verteilungsbericht 2024, Seite 16/17, Auszug:
    „Da die Verunsicherung bis in die untere Mitte hinein reicht und der gesellschaftliche Zusammenhalt von einer wachsenden Mehrheit als gefährdet angesehen wird (Kohlrausch et al. 2023), erscheint es zentral, verschiedene Gruppen in der Gesellschaft nicht gegeneinander auszuspielen. Ein aktuelles Beispiel für ein solches gegeneinander Ausspielen ist die Debatte um das Bürgergeld. Sie konstruiert einen vermeintlichen Interessengegensatz zwischen Grundsicherungsempfängerinnen auf der einen, und der arbeitenden Bevölkerung auf der anderen Seite. Indem immer wieder angebliche Anreizprobleme der Grundsicherung in den Mittelpunkt gestellt werden, werden Bürgergeldbeziehende implizit als faul und arbeitsunwillig dargestellt. Dies greift auch verbreitete Stigmata und abwertende Einstellungen gegenüber Leistungsbezieherinnen auf (Mau et al. 2023: 96ff.). Statt die ohnehin zu knappen Leistungen für Bürgergeldempfänger*innen weiter zu kürzen, um den Abstand zwischen Sozialleistungen und Erwerbseinkommen zu erhöhen, ist es jedoch viel sinnvoller, Niedriglöhne wirksam zu bekämpfen und Tarifbindung zu stärken — Maßnahmen, die auch Menschen außerhalb des Grundsicherungsbezugs zugutekommen.“
    Den Bericht lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Kinder – Minderheit ohne Schutz“

    04.04.2025/EG

    Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach, Klaus Peter Strohmeier: Kinder – Minderheit ohne Schutz Aufwachsen in der alternden Gesellschaft

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Politik)

    „Für Kinder und Jugendliche ist der Krisenzustand zum Normalzustand geworden. Die junge Generation wird politisch übersehen und gesellschaftlich vernachlässigt. Kinder müssen ins Zentrum des politischen und gesellschaftlichen Denkens gerückt werden. Das Buch vereint eine umfassende Problemanalyse mit vielen Lösungsansätzen. Die Herausforderung ist so groß, dass alle einen Beitrag leisten können.“

    Autoren

    Aladin El-Mafaalani lehrt und forscht Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund.
    Sebastian Kurtenbach lehrt und forscht Sozialpolitik an der FH Münster.
    Klaus Peter Strohmeier lehrte und forschte Soziologie mit Schwerpunkt Familie, Stadt und Region an der Ruhr-Universität Bochum.

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch
    Erscheinung: Januar 2025

  • Einflussreiche Akteure: Interessenvertreter

    31.03.2025/EG
    Deutscher Bundestag, Berlin

    Bericht über das Lobbyregister 2022 bis 2024 veröffentlicht

    Die im Lobbybericht genannte Summe der „Mittelwerte für die jährlichen finanziellen Aufwendungen“ der Interessenvertretung* betrug im Jahr 2024 rund 910 Millionen Euro. Aber: „Die tatsächlich aufgewendete Summe der jährlichen finanziellen Aufwendungen im Bereich der Interessenvertretung auf Bundesebene dürfte im Berichtszeitraum jedoch sogar jeweils höher gelegen haben. Denn die Angaben hierzu durften bis zum 1. März 2024 verweigert werden (und wurden in 507 Einträgen auch tatsächlich verweigert).“

    * Unter dem Begriff „Interessenvertretung“ versteht die Legaldefinition gemäß § 1, Absatz 3 Lobbyregistergesetz „jede Kontaktaufnahme zum Zweck der unmittelbaren oder mittelbaren Einflussnahme auf den Willensbildungs- oder Entscheidungsprozess […] des Deutschen Bundestages oder […] der Bundesregierung“.

    Anmerkung der Redaktion: Diese Akteure stehen auf keinem Wahlzettel.

    Den Bericht lesen Sie hier.