Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Beiträge verschlagwortet als “Arbeitswelt”

Geldvermögen privater Haushalte erreicht 7,4 Billionen Euro

15.01.2022/EG
Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt im dritten Quartal 2021 auf 7.399 Milliarden Euro, eine Vermehrung in Höhe 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im dritten Quartal 2021, auf 7,4 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 630 Milliarden Euro bzw. 9,3 Prozent. bundesbank.de

¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.

²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

Zum Thema

Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2020 über 9,4 Billionen Euro
Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
„Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

Eine Dokumentation über „Die zerrissene Gesellschaft“ in Deutschland, nicht erst seit bzw. durch die Corona-Pandemie, sehen Sie hier 3sat.de.

Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

„Renten in Deutschland und Österreich“

24.12.2021/EG
Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

Die Wissenschaftler Florian Blank, Camille Logeay, Erik Türk, Josef Wöss und Rudolf Zwiener, untersuchten die Rentensysteme von Österreich und Deutschland

Auszug, Seite 2: „Der Vergleich zwischen den beiden Ländern ist deshalb so interessant, weil das Lernen vom Nachbarn hier nicht dazu führen muss, ein Rentensystem wie am Reißbrett neu zu konzipieren. Der Vergleich kann stattdessen Wege der Weiterentwicklung identifizieren, die am bestehenden System ansetzen. Aus deutscher Sicht besonders interessant ist die Erkenntnis, dass ein deutlich leistungsstärkeres Rentensystem ohne wirtschaftliche Beeinträchtigungen möglich ist (Blank et al. 2016).“

Den Bericht lesen Sie hier wsi.de.

Buchtipp: Ein Mann seiner Klasse

24.12.2021/EG

Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse

Sachbuch (Armut, Gesellschaft, Ungleichheit)

„Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden.
Mit großer erzählerischer Kraft und Intensität zeigt Christian Baron Menschen in sozialer Schieflage und Perspektivlosigkeit. Ihre Lebensrealität findet in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör. Ein Mann seiner Klasse erklärt nichts und offenbart doch so vieles von dem, was in unserer Gesellschaft im Argen liegt. Christian Baron zu lesen ist schockierend, bereichernd und wichtig.“

Autor

Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt als freier Autor in Berlin. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier arbeitete er mehrere Jahre als Zeitungsredakteur. 2020 erschien bei Claassen sein literarisches Debüt Ein Mann seiner Klasse, wofür er den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Literaturpreis »Aufstieg durch Bildung« der noon-Foundation erhielt. Die von ihm zusammen mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie Klasse und Kampf erschien 2021 bei Claassen.

Claassen Verlag, ISBN: 978-3-8437-2244-5, E-Buch, 11 Euro

Pflege: Der 60-Milliarden-Euro-Markt

30.11.2021/EG
Quelle: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen

Pflegeheim Rating Report 2022: Hauptgrund für das Wachstum des Pflegemarkts ist und bleibt die Alterung der Gesellschaft

„Hauptgrund für das Wachstum des Pflegemarkts ist und bleibt die Alterung der Gesellschaft. So ist bei konstanten Pflegequoten bis zum Jahr 2030 in Deutschland mit 4,9 Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen, bis 2040 mit 5,6 Millionen. Das wäre gegenüber 2019 ein Anstieg um 20 bzw. 35 Prozent…“

RWI-Forscher Ingo Kolodziej: „Um die Personalknappheit zu überwinden, gilt es, Pflegeberufe attraktiver zu machen, sowohl durch höhere Löhne für qualifiziertes Personal als auch durch bessere Arbeitsbedingungen“. rwi-essen.de

Zum Thema

Pflege-Report 2021 des Wissenschaftlichen Institutes der AOK, Seite 155:
„Durch die Alterung der Gesellschaft und den zunehmenden Trend hin zu mehr professioneller Pflege wird der Pflegemarkt weiterhin stark wachsen. Durch die steigende Nachfrage ergibt sich ein deutlicher Mehrbedarf an Personal und Kapital, …“ springer.com

Radio-Tipp: Legale Ausbeutung

16.11.2021/EG
Quelle: Bayerischer Rundfunk, München

Radiofeature von Charly Kowalczyk über Deutschlands unsichtbare Arbeitssklaven aus Osteuropa

„Hunderttausende Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind nach Deutschland gekommen, um der Armut ihrer Heimatländer zu entfliehen. Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt Unternehmen und skrupellosen Netzwerken, sie dennoch auszubeuten.“ br.de

Zum Thema

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Die Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen summierte sich im Jahr 2020, nur auf die überprüften Arbeitgeber bezogen, auf 816 Millionen Euro zuzüglich der Steuerschäden aus Ermittlungsverfahren der Länder. Ergänzende Informationen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung lesen Sie auf Seite 18 der Jahresstatistik 2020 zoll.de.