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Beiträge verschlagwortet als “Gesellschaft”

Buchtipp: Geld oder Leben

13.05.2022/EG

Marcel Fratzscher: Geld oder Leben
Wie unser irrationales Verhältnis zum Geld die Gesellschaft spaltet

Sachbuch (Armut, Gesellschaft, Politik, Steuer, Ungleichheit, Vermögen, Wirtschaft)

„Kaum ein Thema wird hierzulande so emotional diskutiert wie die Frage um Geld und Schulden. Die Deutschen sind Sparweltmeister, viele haben Angst vor Inflation und Verschuldung.

In einer fundierten Analyse deckt Marcel Fratzscher auf, warum wir uns oft täuschen, wenn es ums Geld geht. Er räumt auf mit lang tradierten Mythen, die unseren Umgang mit Geld, häufig unbewusst, prägen. Höchste Zeit, denn unser irrationales Verhältnis zum Geld spaltet die Gesellschaft – wirtschaftlich und sozial. Und es führt zu einer rasant wachsenden Ungleichheit.“

Autor

Der Autor, Kolumnist und Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied des High-level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitglied im Deutsch-Französischen Rat der Wirtschaftsexperten der Regierungen von Deutschland und Frankreich, Mitherausgeber des Journal of International Economics, Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance.

Berlin Verlag, ISBN: 978-3-8270-8045-5, E-Buch, 22 Euro

Buchtipp: Umgekehrter Totalitarismus

01.04.2022/EG

Sheldon S. Wolin: Umgekehrter Totalitarismus
Faktische Machtverhälnisse und ihre zerstörerischen Auswirkungen auf unsere Demokratie.

Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Politik)

„Ende des 20. Jahrhunderts sehen wir uns vermehrt neuen, postdemokratischen Regierungstechniken ausgesetzt, die Elemente der liberalen Demokratie mit denen totalitärer politischer Systeme verbinden. Das Streben nach Superpower und das Management von Demokratie haben zu diesem „umgekehrten“ Totalitarismus geführt, so Sheldon S. Wolin. Den zentralen Unterschied zum klassischen Totalitarismus sieht er darin, dass diese postmoderne Form totaler Herrschaft auf eine weitreichende Entpolitisierung der Bevölkerung und auf weichere, kaum wahrnehmbare Unterdrückungsmechanismen setzt.
Wer die zerstörerischen Auswirkungen dieser neuen Machtstrukturen auf unsere Demokratie erkennen und verstehen will, kommt an diesem Klassiker der politischen Philosophie nicht vorbei!“

Autor

Sheldon S. Wolin, 1922-2015, Demokratietheoretiker und Politikwissenschaftler, lehrte u. a. an der University of Oxford und Princeton University und war der Lehrer von Judith Butler. Wolin prägte den Begriff eines „Umgekehrten Totalitarismus“ („Inverted Totalitarianism“). Seit der Veröffentlichung des Buches Politics and Vision: Continuity and Innovation in Western Political Thought 1960 hatte Wolin großen Einfluss auf die kritische Linke in den Vereinigten Staaten.

Westend Verlag, ISBN: 978-3-86489-869-3, E-Buch, 30 Euro

Buchtipp: Erfolgreiches China

25.03.2022/EG

Robert Fitzthum: Erfolgreiches China
Die Fakten zur Befreiung aus der Armut, zur grünen Umgestaltung und zu menschengerechten Städten der Zukunft

Sachbuch (Gesellschaft, Politik, Wirtschaft)

„Wie hat sich das Leben für die einfachen Menschen in China verändert? Wie soll ein Grünes China erreicht werden? Wie sieht die Zukunft in Smart Cities und City Clusters aus? Warum konnte China bei der Entwicklung des Landes so erfolgreich sein?
Sie finden hier die Fakten, warum nach glaubwürdigen internationalen Umfragen 80% bis 90% der chinesischen Bevölkerung Vertrauen zu ihrer Regierung haben. China wurde nach Kriterien der Weltbank zu einem „Land mittleren Einkommens“ und geht den Weg Richtung Sozialstaat.
Anschaulich dank zahlreicher Beispiele sowie Interviews mit Fachleuten und Politikern, gibt das Buch eine detaillierte Beschreibung über die Planung, Struktur und Finanzierung des komplexen Armutsbekämpfungsprogramms, über die systematischen Aktivitäten Richtung Grünes China und über die langfristige Städteentwicklung.
Der Autor zeigt aus seiner eigenen Erfahrung auf, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen in China kontinuierlich verbessern.“

Autor

Der Österreicher Robert Fitzthum wurde 1951 in Wien geboren und studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien. Er arbeitete in Wien als IT-Manager und Personalchef in unterschiedlichen Banken und war als selbstständiger Unternehmensberater tätig. Er lebt seit 2013 als Beobachter der weltpolitischen und lokalen Entwicklungen in Nanjing/China.

Goldegg Verlag, ISBN: 978-3-99060-262-1, Buch, 24 Euro

Buchtipp: Vermögen vererben

11.03.2022/EG

Ronny Grundig: Vermögen vererben
Politiken und Praktiken in der Bundesrepublik und Großbritannien 1945-1990

Sachbuch (Gesellschaft, Kapitalismus, Politik, Steuern)

„Das Vererben von Vermögen stabilisiert die Gesellschaftsordnung. Erbregelungen können soziale Ungleichheitsverhältnisse in die Zukunft fortschreiben oder zu Enttäuschungen übergangener Familienmitglieder führen. Da das Vererben soziale Gerechtigkeits- und Familienvorstellungen berührt, ist seine Regulierung politisch höchst umstritten. Obwohl die jährlich vererbten Vermögen in den letzten Jahren immer neue Rekordhöhen erreichten, ist die Vorgeschichte dieser gegenwärtigen Entwicklung bisher kaum erforscht.
Ronny Grundig untersucht den Wandel der Vermögensvererbung vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Ende der 1980er Jahre. Er blickt auf politische Regulierungen, die Praktiken des Vererbens und die Aneignung des Erbes durch die Hinterbliebenen. Der Autor analysiert die Steuervermeidung Vermögender sowie Konflikte zwischen Erben und Erbinnen. Ebenso zeigt er den Wandel von Paar- und Familienbeziehungen beim Vererben, die sich in den Testamenten niederschlagen und die Verteilung der hinterlassenen Vermögen beeinflussen.“

Autor

Ronny Grundig, geb. 1990, studierte Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften sowie Militärgeschichte und -soziologie in Erfurt und Potsdam. Seine Promotion an der Universität Potsdam entstand am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) im Rahmen des Graduiertenkollegs »Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt«. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung »Regime des Sozialen« des ZZF an einem Projekt zur Gesellschaftsgeschichte des ostdeutschen Handwerks in der Transformationszeit (1980-2000).

Wallstein Verlag, ISBN: 978-3-8353- 4846-2, E-Buch, 26 Euro

Buchtipp: Ich möchte lieber nicht

04.03.2022/EG

Juliane Marie Schreiber: Ich möchte lieber nicht
Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven

Sachbuch (Gesellschaft, Kommunikation, Meinungsbildung)

„Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks. Ratgeber und Duschbäder fordern uns auf, positiv zu sein. Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen. Das zeigt nicht nur die psychologische Forschung, sondern auch die Geschichte.

Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen.“

Autorin

Juliane Marie Schreiber, geboren 1990 in Ost-Berlin, ist Politologin und freie Journalistin. Ihr Buch Bilder als Waffen erhielt den sicherheitspolitischen Wissenschaftspreis „Aquila Ascendens“. Als freie Journalistin schreibt sie unter anderem für ZDFheute, den Freitag und das Philosophie Magazin. Für ihre Dissertation forscht sie zum „Krieg gegen den Terror“.

Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-60073-6, E-Buch, 16 Euro