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Beiträge verschlagwortet als “Wirtschaft”

Buchtipp: Geld oder Leben

13.05.2022/EG

Marcel Fratzscher: Geld oder Leben
Wie unser irrationales Verhältnis zum Geld die Gesellschaft spaltet

Sachbuch (Armut, Gesellschaft, Politik, Steuer, Ungleichheit, Vermögen, Wirtschaft)

„Kaum ein Thema wird hierzulande so emotional diskutiert wie die Frage um Geld und Schulden. Die Deutschen sind Sparweltmeister, viele haben Angst vor Inflation und Verschuldung.

In einer fundierten Analyse deckt Marcel Fratzscher auf, warum wir uns oft täuschen, wenn es ums Geld geht. Er räumt auf mit lang tradierten Mythen, die unseren Umgang mit Geld, häufig unbewusst, prägen. Höchste Zeit, denn unser irrationales Verhältnis zum Geld spaltet die Gesellschaft – wirtschaftlich und sozial. Und es führt zu einer rasant wachsenden Ungleichheit.“

Autor

Der Autor, Kolumnist und Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied des High-level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitglied im Deutsch-Französischen Rat der Wirtschaftsexperten der Regierungen von Deutschland und Frankreich, Mitherausgeber des Journal of International Economics, Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance.

Berlin Verlag, ISBN: 978-3-8270-8045-5, E-Buch, 22 Euro

Klimawandel: Veränderungen werden schon bald deutlicher

11.05.2022/EG
Quelle: Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Genf

WMO: Jahresdurchschnittstemperaturen steigen

Es besteht eine 93%ige Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Jahr zwischen 2022 und 2026 das wärmste Jahr in der Geschichte wird und 2016 von der Spitze verdrängt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Fünf-Jahres-Durchschnitt für 2022-2026 höher ist als der der letzten fünf Jahre (2017-2021), liegt ebenfalls bei 93 %, so die jährliche Globale dekadische Klimaaktualisierung, das vom Wetteramt (Met Office) des Vereinigten Königreichs erstellt wird.
Die Studie lesen Sie hier metoffice.gov.uk.

Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Meteorologie, operationelle Hydrologie und verwandte geophysikalische Wissenschaften mit Sitz in Genf.

Zum Thema

Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor an der Universität Potsdam, zum 6. Sachstandsbericht des Weltklimarates am 28.02.2022:

"Die Auswirkungen des Klimawandels nehmen schnell zu, sie treffen uns früher als erwartet, und sie betreffen mehr Menschen. Bereits eine Erwärmung von 1,5°C wird die Lebensgrundlage von Milliarden von Menschen gefährden, durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren, den Anstieg des Meeresspiegels. Dabei ist wichtig zu erkennen, dass es bei den Klimaauswirkungen nicht nur um die Temperatur geht, sondern auch um die Gesundheit der natürlichen Ökosysteme, welche die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel bestimmen. Und: Wenn Ernährungsunsicherheit, Wasserknappheit und unerträgliche Hitze auf verletzliche Gesellschaften treffen, können sie zu sozialer Instabilität beitragen, die zu einer steigenden Zahl von Vertriebenen, zu Migration und Konflikten führt…“
Die Mitteilung lesen Sie hier pik-potsdam.de.

Ökologischer und CO2-Fußabdruck

Nach Berechnungen des Global Footprint Network haben die Deutschen bereits am 04. Mai 2022 das Ressourcen-Budget für das gesamte Jahr aufgebraucht, würden alle Menschen so leben wie wir.
Die Daten lesen Sie hier umweltbundesamt.de, footprintnetwork.org und hier overshootday.org.

Video-Tipp: „Praxis Dr. Zuckerberg – Gesund mit Algorithmen?“

29.04.2022/EG
Quelle: Gemeinschaftssender „arte“, Strasbourg

Reportage über den Einfluss digitaler Programme im Gesundheitssystem

„Die internationalen IT-Giganten haben eine neue Goldgrube entdeckt: den Gesundheitssektor. Sie stellen medizinische Diagnosen, verkaufen Krankenversicherungen und dank massenhafter Auswertung persönlicher Daten wollen Google & Co künftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern. Gleichzeitig stehen die öffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps …“
Die Reportage sehen Sie hier arte.tv.

Waffen: Der primitive Ausdruck einflussreicher Interessen

26.04.2022/EG
Quelle: Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Solna

SIPRI: Weltweite Militärausgaben übersteigen erstmals zwei Billionen US-Dollar

Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitutes stiegen im Jahr 2021 die weltweiten Militärausgaben auf 2,1 Billionen US-Dollar. Die Militärausgaben der USA beliefen sich demnach auf rund 800 Milliarden US-Dollar bzw. 38 Prozent der weltweiten Militärausgaben. China gab etwa 293 Milliarden US-Dollar aus, Indien 77 Milliarden US-Dollar, Russland 66 Milliarden US-Dollar und Deutschland 56 Milliarden US-Dollar.
Die Mitteilung lesen Sie hier sipri.org.

Ein Bauschadenbericht zu den Hochbauaktivitäten

25.04.2022/EG
Quelle: VHV Allgemeine Versicherung AG, Hannover

Bauschadenbericht Hochbau 2021/22: Schäden an der Baukonstruktion sowie Wasser- und Feuchteschäden dominieren

Für 83 Prozent der aufgetretenen Schäden weist das von der VHV beauftragte Institut für Bauforschung (IFB), Hannover, vier schadenursächliche Gründe im aktuellen Bauschadenbericht aus (siehe Seite 130):

• Ausführungs- und Montagefehler (Schadenanteil 2020: 32,1 %, zum Beispiel nicht luftdicht eingebaute Fenster, Ausführung einer Trinkwasserinstallation mit ungeeigneten Materialien),
• Schnittstellenproblematik / Kommunikation (Schadenanteil 2020: 29,1 %, zum Beispiel keine klare Leistungsabgrenzung unter den beteiligten Gewerken bei der Herstellung von luft- und winddichten Dachdurchdringungen, keine konsequente Weitergabe von Planungsänderungen an alle Baubeteiligten)
• Schutzmaßnahmen (Schadenanteil 2020: 11,0 %, zum Beispiel Vernachlässigung der nötigen Brandschutzmaßnahmen beim Schweißen, kein Abdecken von frisch erstelltem Mauerwerk mit Folien als Witterungsschutz),
• Ausführungsplanung (Schadenanteil 2020: 10,4 %, zum Beispiel unvollständige Planungsleistung).

Weiter ist dem Bericht zu entnehmen, dass 73 Prozent der Schadenfälle auf drei Schadenstellen bzw. Bauteile zurückzuführen sind (siehe Seite 133):

• Fassaden und Fenster (Schadenstellenanteil 2016-2020: 42,9 %, zum Beispiel Mineralwolle-Brandriegel in Wärmedämm Verbundsystemen aus Polystyrol-Hartschaum, Fußpunkt bodentiefer Fenster),
• Anlagen im Bereich Sanitär/Heizung/Klima (SHK) (Schadenstellenanteil 2016-2020: 18,6 %, zum Beispiel Ummantelung der Warmwasser führenden Rohrleitungen, Ventilatoren und Luftfilter in raumlufttechnischen Anlagen),
• Dach und (Geschoss)Decken (Schadenstellenanteil 2016-2020: 11,6 %, zum Beispiel Luftdichtheitsschicht im ausgebauten Dach, feuerbeständige Ausführung von Geschossdecken).

Die Studie lesen Sie hier baufachinformation.de.