Verändert der Corona-Virus die Marktwirtschaft?

09.04.2020/EG
Quelle: Ökonomenstimme, Zürich

Corona-Krise als Chance: Entwurf von Steffen Lange und Tilman Santarius, beide Wirtschaftswissenschaftler am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung Berlin, für eine resilientere Wirtschaftsform

„Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann eine Wirtschaft auch auf einer niedrigeren Produktionsebene und ohne Wachstum stabil und funktionsfähig sein. Produktion und Einnahmen von Unternehmen gehen zwar zurück, weil die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen stark gesunken ist oder Unternehmen zur Ansteckungsprävention die Produktion einschränken müssen. Dadurch verdienen die Menschen weniger. Sie benötigen aber im Durchschnitt auch weniger Geld, da sie weniger konsumieren. Dem geringeren Angebot steht also eine geringere Nachfrage gegenüber. Es geht darum, ein neues Gleichgewicht auf einem niedrigeren Niveau zu finden.“ ioew.de

Das IÖW forscht nach eigenen Angaben „für eine Gesellschaft, die ihre natürlichen Lebensgrundlagen erhält, ein gutes Leben ermöglicht und sozial gerecht ist ‒ eine Gesellschaft, die für nachfolgende Generationen und global Verantwortung übernimmt“.

Das Geschäft mit Bananen

08.04.2020/EG
Quelle: Public Eye, Zürich

Bericht über Profiteure und Geschädigte im Fruchtgeschäft: Chiquitas Geschäfte in Ecuador

„Die meisten ecuadorianischen Plantagenbesitzer verkaufen die Bananen an Zwischenhändler, welche sie an internationale Bananenhändler weiterverkaufen – etwa an Chiquita. Das Unternehmen beliefert vornehmlich Europa und Nordamerika und hat zwei Hauptsitze. Das US-amerikanische Geschäft wird in Fort Lauderdale (Florida) abgewickelt. Das Europageschäft seit 2009 im Kanton Waadt.“ publiceye.ch

Buchtipp: Mein fremder Wille

03.04.2020/EG

Gisela Schmalz: Mein fremder Wille
Wie wir uns freiwillig unterwerfen und die Tech-Elite kassiert

Sachbuch (Demokratie, Digitalisierung, KI, Recht, Wirtschaft)

„Ein paar gleichgesinnte, überreiche CEOs aus Silicon Valley und aus China spielen derzeit Gott. Sie arbeiten daran, alles zu automatisieren, was automatisiert werden kann. Und wir spielen alle mit, wickeln unser Berufs-, Sozial- und Liebesleben über ihre Algorithmen ab und werden dabei zu ihren Komplizen.
Was macht die Faszination der Datenjongleure aus? Warum lassen wir uns von tech-kontrollierenden Machtcliquen fremdbestimmen? Internetexpertin Gisela Schmalz zeigt, wie wir mit KI, Robotern oder Neurospielzeugen zunehmend in ferngesteuerte Mensch-Maschinen verwandelt werden. Und sie liefert Ideen zum Widerstand gegen das libertäre Gesellschaftsbild, das die immer weiter abhebende Tech-Elite weltweit über ihre Innovationen durchsetzt.“ Weiterlesen

Video-Tipp: „Künstliche Intelligenz als Machtinstrument?“

02.04.2020/EG
Quelle: Gemeinschaftssender arte, Strasbourg

Arte-Magazin „Mit offenen Karten“ über Länder, die verstanden haben, dass sich KI zu einem neuen Machtinstrument entwickelt hat

„Heute werden mit künstlicher Intelligenz Softwareprogramme für Trader, Haushaltsroboter oder persönliche digitale Assistenten hergestellt, und schon bald wird sie im Auto den Fahrer und beim Killerroboter den Soldaten ersetzen.“ arte.tv

Auch Beschäftigte sind systemrelevant

27.03.2020/EG
Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Lohnniveau spiegelt die Systemrelevanz nicht

„Bestimmte Berufsgruppen und Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens sind systemrelevant. Dazu zählen beispielsweise das Gesundheitswesen, die innere Sicherheit, die Grund- und Lebensmittelversorgung, Kindernotbetreuung oder der Erhalt der Verkehrs- und IT-Infrastruktur. Die große Mehrheit der als systemrelevant definierten Berufe weist jedoch außerhalb von Krisenzeiten ein geringes gesellschaftliches Ansehen sowie eine unterdurchschnittliche Bezahlung auf. Darüber hinaus zeigt sich, dass systemrelevante Berufe mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden. Die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Unverzichtbarkeit und tatsächlicher Entlohnung – gemessen am Stundenlohn und beruflichem Prestige – ist in Krisenzeiten besonders offensichtlich.“ diw.de