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Beiträge verschlagwortet als “Buchtipp”

Buchtipp: Lebensmittellügen

14.01.2022/EG

Christoph Wiedmer: Lebensmittellügen
Wie bei unserem Essen getrickst wird

Sachbuch (Ernährung, Gesundheit)

„Wissen Sie ganz genau, was alles in Ihrem Einkaufswagen landet? Wahrscheinlich nicht, denn nirgends kursieren so viele Mythen, Irrtümer und Lügen wie in der Welt der Ernährung: Sind Süßstoffe tatsächlich so schädlich wie ihr Ruf? Steht auf der Verpackung wirklich alles, was auch drin ist? Bringen Proteinpulver für Sportler und Nahrungsergänzungsmittel wirklich was, oder schaden sie am Ende sogar? Und sind Superfoods eigentlich so gesund, wie immer behauptet wird?“

Autor

Christoph Wiedmer, Jahrgang 1992, studierte Lebensmittelchemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, promovierte am Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in München-Freising und absolvierte danach eine Ausbildung zum staatlichen geprüften Lebensmittelchemiker. Mittlerweile ist er als lebensmittelchemischer Sachverständiger in der Nähe von München tätig.

Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-60021-7, E-Buch, 15 Euro

Buchtipp: Sprache als Macht im digitalen Zeitalter

07.01.2022/EG

Jürgen Nowak: Sprache als Macht im digitalen Zeitalter

Sachbuch (Digitalisierung, Sprache)

„Im digitalen Zeitalter des 21. Jahrhunderts hat Sprache eine besondere, neue Rolle. Wie sieht diese Macht in Anbetracht von Fake News, Verschwörungstheorien und Hassnachrichten aus? Wer Sprache in ihrer mächtigen Rolle umfänglich verstehen möchte, kann sich mit diesem Band auf eine Reise durch die sprachtheoretischen Grundlagen von Aristoteles bis Judith Butler begeben.“

Autor

Dr. phil. habil. Jürgen Nowak ist emeritierter Hochschullehrer für Soziale Ökonomie und Soziologie an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Er spricht fließend Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch und Türkisch und hat Kenntnisse in zahlreichen weiteren Sprachen.

Wochenschau Verlag, ISBN: 978-3-7344-1431-2, Buch, 19 Euro

Buchtipp: Die Ökonomisierung der Zeit

31.12.2021/EG

Ludwig Heuwinkel: Die Ökonomisierung der Zeit
Warum wir die Ausweitung des nutzenorientierten Umgangs mit Zeit verhindern müssen

Sachbuch (Bildung, Leben, Ökonomie, Zeit)

„Die Ökonomisierung der Zeit hat sich seit der industriellen Revolution vor allem in der Arbeitswelt gezeigt. Effizienzsteigerung und das geforderte Vermeiden von »Zeitverschwendung« sind die zentralen Kennzeichen der wirtschaftlichen Entwicklung.
Doch auch in nicht-wirtschaftlichen Bereichen ist die Zeit immer knapper bemessen. Ludwig Heuwinkel macht die neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik dafür verantwortlich, dass Zeit heute beispielsweise auch in Schule und Gesundheitswesen als wertvolle Ressource gilt, die sich immer häufiger effizienzorientierten Strukturen zu unterwerfen hat.“

Autor

Der promovierte Soziologe Ludwig Heuwinkel hat als Fachlehrer in der Erwachsenenbildung gearbeitet, war Schulbuchautor und Moderator in Lehrerfortbildungen. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik und schreibt über verschiedene Aspekte der Zeit.

Oekom Verlag, ISBN: 978-3-96238-326-8, Buch, 29 Euro

Buchtipp: Ein Mann seiner Klasse

24.12.2021/EG

Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse

Sachbuch (Armut, Gesellschaft, Ungleichheit)

„Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden.
Mit großer erzählerischer Kraft und Intensität zeigt Christian Baron Menschen in sozialer Schieflage und Perspektivlosigkeit. Ihre Lebensrealität findet in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör. Ein Mann seiner Klasse erklärt nichts und offenbart doch so vieles von dem, was in unserer Gesellschaft im Argen liegt. Christian Baron zu lesen ist schockierend, bereichernd und wichtig.“

Autor

Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt als freier Autor in Berlin. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier arbeitete er mehrere Jahre als Zeitungsredakteur. 2020 erschien bei Claassen sein literarisches Debüt Ein Mann seiner Klasse, wofür er den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Literaturpreis »Aufstieg durch Bildung« der noon-Foundation erhielt. Die von ihm zusammen mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie Klasse und Kampf erschien 2021 bei Claassen.

Claassen Verlag, ISBN: 978-3-8437-2244-5, E-Buch, 11 Euro

Buchtipp: Bin ich das?

17.12.2021/EG

Valentin Groebner: Bin ich das?
Eine kurze Geschichte der Selbstauskunft

Sachbuch

„Ohne Selbstauskunft geht heute nichts. Sie ist sowohl Lockstoff als auch Pflicht, steht für Reklame in eigener Sache und das Versprechen auf Intensität und Erlösung, in den Tretmühlen der digitalen Kanäle ebenso wie in politischen Debatten um kollektive Zugehörigkeit.
Aber wie viel davon ist eigentlich Zwang, und wie viel Lust? Was haben wir, was haben andere vom inflationären Ich-Sagen und Wir-Sagen? Diesen Fragen geht Valentin Groebner auf der Suche nach dem Alltäglichen nach. Er zeigt, was historische Beschwörungen der Heimat mit offenherzigen Tattoos gemeinsam haben, und was den Umgang mit alten Familienfotos und demonstrative Rituale des Paar-Glücks (Stichwort Liebesschlösser an Brückengeländern) verbindet. Doch ist öffentliche Intimität wirklich die Währung für Erfolg – oder eine Falle?“

Autor

Valentin Groebner, geboren 1962 in Wien, lehrt als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Er war u.a. Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg sowie am Europäischen Hochschulinstitut Florenz und Professeur invité an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er ist der Autor zahlreicher Bücher zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte; seit 2017 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Fischer Verlag, ISBN: 978-3-10-491446-6, E-Buch, 17,00 Euro