Videotipp: „Brauchen wir mehr Erziehung?“

19.07.2024/EG
Quelle: 3sat, Mainz

In der Sendung „scobel“ spricht Gastgeber Gert Scobel mit Prof. Dr. phil. Sabine Andresen, Prof. Dr. phil. Uta Hauck-Thum und Prof. Dr. med. Oskar Jenni über die Charakter- bzw. Herzensbildung.

„Erziehung ist die Grundlage unseres Sozialverhaltens. Und so entscheidet die Qualität der Erziehung über Lebenschancen. Gute Erziehung für alle ist daher die Grundlage für Gerechtigkeit.“

Die Sendung sehen Sie hier.

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Bildung und Optionen

14.05.2024/EG
Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

ifo Institut untersuchte die ungleichen Bildungschancen von Kindern in Deutschland

„Deutschlandweit besuchen 26,7 % der Kinder mit niedrigerem Hintergrund ein Gymnasium, mit höherem Hintergrund sind es 59,8 %. Die Chance auf einen Gymnasialbesuch bei niedrigerem Hintergrund ist also nicht einmal halb so groß (Chancenverhältnis 44,6 %) wie bei höherem Hintergrund, die Chancendifferenz beträgt 33,2 Prozentpunkte. Die Ungleichheit der Bildungschancen ist in allen Bundesländern sehr stark ausgeprägt.“

Die Studie lesen Sie hier.

Zum Thema

Wie lässt sich Bildungsgerechtigkeit in der Schule realisieren? Das Deutsche Schulportal der Robert Koch Stiftung bietet dazu Informationen an.

Die Internationale Schulleistungsstudie der OECD (PISA) evaluierte 2022 die Kenntnisse und Fähigkeiten 15-jähriger Schüler:innen in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse für Deutschland lesen Sie hier.

Die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung 2021 (IGLU) evaluierte die Lesekompetenz von Schüler:innen der vierten Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse für Deutschland lesen Sie hier.

Die Akteure der Bildungspolitik lesen Sie hier.

Buchtipp: „Wie ich meine Uni verlor“

26.01.2024/EG

Michael Meyen: Wie ich meine Uni verlor
Dreißig Jahre Bildungskrieg. Bilanz eines Ostdeutschen

Sachbuch (Bildung, Demokratie, Medien, Parteien)

„Das Land steht still. Innovation findet anderenorts statt. Fortschritt auch. Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon: die Wissenschaft. Das ist ein Apparat, eine Behörde, eine Anstalt. Unterworfen der Politik, beherrscht von Unternehmen, Stiftungen, Parteien. Nur eine hat dort nichts zu suchen: die Freiheit der Forschung. Der Ostdeutsche Michael Meyen bekennt selbstkritisch: »Ich bin Teil dieses Systems und habe von ihm profitiert.« Als er jedoch dessen Grenzen entdeckte und benannte, war er draußen. Seine in Jahrzehnten erarbeitete Kompetenz als Kommunikationswissenschaftler änderte daran nichts. Man beißt nicht in die Hand, die einen füttert.“

Autor

Michael Meyen, geboren 1967 in Bergen auf Rügen, hat in der Deutschen Demokratischen Republik Journalistik studiert. 2002 wurde er Professor für Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Meyen leitete drei große Forschungsverbünde als Sprecher, als mit dem Bologna-Prozess, eine europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen und -abschlüssen zur Anpassung an die Bedürfnisse der Arbeitsmärkte, die Lehrkultur an den Hochschulen ökonomisiert wurde.

Edition Ost Verlag, ISBN 978-3-89793-377-4, Buch

Bildschirmkonsum stört frühkindliche Entwicklung

06.10.2023/EG
Quelle: Jama Network, Chicago

Japanische Forscherteams untersuchten die Entwicklung von Kleinkindern in Verbindung mit Bildschirmkonsum

In dieser Kohortenstudie mit 57.980 Kindern wurde eine erhöhte Fernseh-/DVD-Bildschirmzeit bei Kindern im Alter von 1 und 2 Jahren mit niedrigeren Entwicklungswerten im Alter von 2 bzw. 3 Jahren in Verbindung gebracht. Die Studie lesen Sie hier.

In dieser Kohortenstudie, an der 7.097 Mutter-Kind-Paare teilnahmen, wurde ein Dosis-Wirkungs-Zusammenhang zwischen einer höheren Bildschirmzeit im ersten Lebensjahr und Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Kommunikation und Problemlösung im Alter von zwei und vier Jahren festgestellt. Die Studie lesen Sie hier.

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Schulen – Ein Meinungsbild

19.09.2023/EG
Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

ifo Bildungsbarometer 2023 spiegelt Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der 5.636 Befragten mit den Schulen

Auszug, Seite 6: „Der Lehrkräftemangel liegt deutschlandweit auf Platz 1 der Herausforderungen für das Schulsystem: 77 % der Deutschen halten den Lehrkräftemangel für ein (sehr) ernsthaftes Problem. Dieser Anteil ist in allen Regionen sehr groß, und bei regionalen Anteilen zwischen 74 % und 82 % sind die Unterschiede nicht besonders stark ausgeprägt.“

Die Auswertung lesen Sie hier ifo.de.

Zum Thema

Was kann die Einzelschule gegen Bildungsungleichheit ausrichten?

„In den letzten Jahren steht auf der bildungspolitischen Agenda der Bundesländer und des Bundes ein die Autonomie der Einzelschule betonender Reformansatz (wieder) hoch im Kurs: Schulen in sogenannter sozial schwieriger Lage sollen ihren Unterricht, ihr Personal, ihre Abläufe und Kooperationsbeziehungen weiterentwickeln, um ihren Schüler:innen bessere Bildungschancen zu sichern. Doch inwieweit ist die Erwartung, dass die einzelne Schule ungleiche Startvoraussetzungen wirksam kompensieren kann, überhaupt realistisch? Welche Unterstützungsangebote können eine produktive Rolle spielen und woran lassen sich eigentlich Erfolge festmachen? Die Beiträge des Themenheftes nähern sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven an. Im Fokus der kritischen Auseinandersetzung steht dabei die Rolle der Schulentwicklungsforschung mit ihrem Repertoire, Entwicklungsprozesse anzuleiten und zu evaluieren. Hier hofft das Themenheft Impulse für eine Neuausrichtung von Praxis und Forschung zur Schulentwicklung zu geben.“

Das Themenheft lesen Sie hier waxmann.com.