E-Mobilität: Stromerzeugungskapazität würde ausreichen

28.07.2020/EG
Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

Energie für die E-Mobilität scheint gesichert / Bundesregierung geht von ausreichenden Stromerzeugungskapazitäten aus:

„Eine Million batterieelektrische Pkw weisen einen jährlichen Stromverbrauch von rund 2,5 bis 3 TWh auf. 5 Millionen batterieelektrische Pkw verbrauchen jährlich rund 12,5 bis 15 TWh. Der gesamte Bruttostromverbrauch in Deutschland betrug in 2019 rund 580 TWh. Der Anteil der Elektromobilität am Bruttostromverbrauch entspräche bei 5 Millionen batterieelektrischen Pkw weniger als 3 %.
Strom aus Photovoltaikanlagen wird ausschließlich tagsüber erzeugt und leistet einen wertvollen Beitrag zur Strombereitstellung, da zur Mittagszeit die Stromnachfrage durchschnittlich am höchsten ist. Der Großteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stammt aus anderen Quellen, insbesondere Windenergie, welche auch in den Abend- und Nachtstunden Strom erzeugen. Zudem ist der Stromverbrauch in den Nachtstunden durchschnittlich geringer. Parallel zum Hochlauf der Elektromobilität wird die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter vorantreiben und bis 2030 auf einen Anteil von 65 % am Bruttostromverbrauch erhöhen. Insofern stehen ausreichend Stromerzeugungskapazitäten zur Verfügung.“ bundestag.de (siehe Seite 5)

Zum Thema

Welches Auto hat die beste Klimabilanz? Die Video-Kolumne von Volker Quaschning, Ingenieurwissenschaftler an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, sehen Sie hier klimareporter.de.

Video-Tipp: „Die Erdzerstörer“

08.06.2020/EG
Quelle: Kultursender ARTE, Strasbourg

ARTE-Dokumentation blickt auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus zurück

„Die biologische Vielfalt ging rapide zurück, und Prognosen sprechen von 250 Millionen bis eine Milliarde Klimaflüchtlingen – hochgerechnet bis ins Jahr 2050. Bis 2100 werden auf knapp 40 Prozent der Erdoberfläche Bedingungen herrschen, mit denen kein lebender Organismus des blauen Planeten je konfrontiert wurde. […] „Die Erdzerstörer“ entstand in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftshistorikern Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz. Die Autoren werfen einen kompromisslosen Blick auf die letzten 200 Jahre des Industriekapitalismus:“ arte.tv

Zum Thema

PIK-Report “The Impact of Climate Change on Costs of Food and People Exposed to Hunger at Subnational Scale” von Anne Biewald, Hermann Lotze-Campen, Ilona Otto,Nils Brinckmann, Benjamin Bodirsky, Isabelle Weindl,Alexander Popp, Hans Joachim Schellnhuber (Oktober 2015):
„In der langfristigen Perspektive bis 2080 werden sich die Folgen des Klimawandels noch verschärfen: Während im Jahr 2030 56 Prozent der Weltbevölkerung in einer armen und zersplitterten Welt mit steigenden Nahrungsmittelkosten konfrontiert sein könnten, wird dieser Anteil im Jahr 2080 auf 73 Prozent steigen.“ pik-potsdam.de

Video-Tipp: „Ökonomie und Ökologie – Ein Wiederspruch?

14.04.2020/EG
Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

Gastgeber Richard David Precht, Philosoph und Publizist, im Gespräch mit Maja Göpel, Politökonomin, über den notwendigen Umbau des Wirtschaftssystems

Sind das Bruttoinlandsprodukt oder das Konsumklima sinnvolle Indikatoren für ein gelingendes Leben? Wie könnte das Dilemma zwischen immer mehr Konsum und Ressourcenverbrauch auf der einen und der Ausbeutung und Zerstörung auf der anderen Seite aufgelöst werden? zdf.de

Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) für Maja Göpel leuphana.de

Klimawandel verdeutlicht Defizite der politischen Konstruktion

31.01.2020/EG
Quelle: Ökonomenstimme, Zürich

Reiner Eichenberger, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Freiburg (CH), und David Stadelmann, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bayreuth, über das Versagen der Politik beim Thema Klimawandel

„Die Klimapolitik ist wenig wirksam sowie teuer und unattraktiv für die Bevölkerung, weil Politiker, Parteien und Interessengruppen das Klimaproblem missbrauchen, um Macht, Umverteilung und Subventionen für ihre Klientel zu erlangen. Wenn die Politik das Klimaproblem ehrlich und effizient angehen würde, wäre es erstaunlich leicht zu bewältigen. Die effiziente Lösung heisst: Kostenwahrheit. Die zukünftigen Schäden müssen wissenschaftlich geschätzt und den heutigen Verursachern über eine CO2-Steuer in Rechnung gestellt werden. (…). Eine effiziente Klimapolitik mit allgemeiner CO2-Abgabe wäre für die Wirtschaft problemlos tragbar, und sie würde auch nicht zu grösseren Produktionsverlagerungen führen. (…).
Viele Regierungen haben kein Interesse an Kostenwahrheit mit Umweltabgaben, die weitgehend durch die Senkung anderer Steuern kompensiert werden. Vielmehr wollen sie ein höheres Budget und mehr Einfluss. (…). Die Verwaltung liebt das Regulieren; es bringt ihr Bedeutung und Macht. Sie sträubt sich gegen effiziente Umweltabgaben, die das Klima über Anreize nachhaltiger schützen als ihre Vorschriften und diese zugleich unnötig machen. Ähnliches gilt für viele Politiker. Sie wollen das Klimasteueraufkommen nicht über Steuersenkungen den Bürgern zurückgeben, sondern es für Subventionen und zur Umverteilung zugunsten ihrer Klientel einsetzen. …“ oekonomenstimme.org

Buchtipp: Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit

31.01.2020/EG

Ingolfur Blühdorn, Felix Butzlaff, Michael Deflorian, Daniel Hausknost, Mirijam Mock: Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit
Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet

Sachbuch (Gesellschaft, Klimawandel, Politik, Wirtschaft)

Auch wenn Umweltbewegungen »Weiter so ist keine Option! Wende oder Ende!« fordern und der Begriff der Nachhaltigkeit voll im Mainstream angekommen ist – die moderne Gesellschaft verteidigt ihren Wohlstand und Lebensstil entschiedener denn je. Beharrlich wird eine Politik der Nicht-Nachhaltigkeit betrieben, und die Konjunktur des Rechtspopulismus signalisiert zudem eine deutliche Abkehr vom ökologisch-demokratischen Projekt vergangener Jahrzehnte.
Dieser Band stellt grundlegende Annahmen der Nachhaltigkeitsdebatte in Frage und skizziert neue sozialwissenschaftliche Forschungsperspektiven, um die eigenartige Fortdauer der Nicht-Nachhaltigkeit zu erhellen. Weiterlesen