Schlagwort: Wahlen

  • Buchtipp: „Gegen Wahlen“

    08.05.2026/EG

    David Van Reybrouck: Gegen Wahlen
    Warum Abstimmen nicht demokratisch ist

    Sachbuch (Demokratie, Politik, Wahlen)

    „Es ist seltsam mit der Demokratie. Jeder ist dafür, aber keiner glaubt mehr so recht daran, dass sie funktioniert, jedenfalls nicht durch Wahlen. Wenn die Ergebnisse anders lauten als gewünscht, ist rasch der Vorwurf des Populismus im Raum. Immer weniger Menschen gehen wählen, die Mitgliederzahlen der politischen Parteien gehen dramatisch zurück. Wie kann überhaupt eine Demokratie effizient arbeiten und langfristig tragfähige Entscheidungen treffen, wenn die Politiker ihr Handeln vor allem an einem ausrichten müssen: Bei der nächsten Wahl wollen sie wiedergewählt werden …“

    Autor:
    David Van Reybrouck ist Historiker, Ethnologe, Archäologe und Schriftsteller.

    Verlag: Wallstein
    Erscheinung: August 2016

    Ein Essay von Christian Rabhansl, Redakteur, Deutschlandfunk Kultur, lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Ohne Koalitionskorsett und Brandmauern“

    27.02.2026/EG

    Christian Stecker: Ohne Koalitionskorsett und Brandmauern

    Sachbuch (Armut, Politik)

    „Die Demokratie in Deutschland steckt in einer Krise – auch weil politische Kompromisse nach wie vor ausschließlich innerhalb starrer Koalitionskorsette gedacht werden. Regierungsparteien zwingen sich darin zu umfassender Einigkeit und schließen die Opposition kategorisch aus. Doch diese rigide Mehrheitsbildung passt längst nicht mehr zur gewachsenen gesellschaftlichen und parteipolitischen Pluralität. Die Folgen: Überdehnte Kompromisse führen zu enttäuschten Wählern, abgeschliffenen Parteiprofilen und einer Stärkung radikaler Kräfte.
    Christian Stecker plädiert für einen Wandel hin zu themenspezifischen, flexiblen Mehrheiten: …“

    Autor:
    Christian Stecker forscht und lehrt „Politisches System Deutschlands und Vergleich politischer Systeme“ am Institut für Politikwissenschaften der Technischen Universität Darmstadt. Fragen des Designs von Demokratien, Eigenarten föderaler Systeme, der Funktionsweise von Minderheitsregierung sowie dem Effekt des Populismus auf die Parlamente sind Arbeitsfelder in seinem Forschungsbereich.

    Verlag: Campus
    Erscheinungstag: Februar 2026

  • Buchtipp: „Demokratische Regierungssysteme“

    16.08.2025/EG

    Steffen Ganghof: Demokratische Regierungssysteme
    Eine vergleichende Perspektive

    Sachbuch (Demokratie, Politik, Wahlen)

    „Demokratien unterscheiden sich grundlegend in ihren Regierungssystemen: Wie wird die Regierung ausgewählt und abberufen? Und in welchem Verhältnis steht sie zu Wählern, Parlament und Staatspräsident? Steffen Ganghof erläutert die Grundlagen demokratischer Regierungssysteme – auf dem neuesten Stand der Forschung und anhand von Beispielen aus aller Welt.“

    Autor

    Steffen Ganghof, geb. 1971, ist Professor für vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte sind Demokratie- und Institutionentheorie.

    Verlag: Transcript
    Erscheinung: Februar 2025

    Ergänzender Buchtipp: Quinn Slobodian: „Kapitalismus ohne Demokratie“ 

  • ‚Wahlberater‘ zur Bundestagswahl 2025

    04.02.2025/EG

    Welche Partei teilt meine Einstellungen und Lebensbedürfnisse?

    Zur Klärung persönlicher Fragen an die zur Wahl stehenden Parteien, bieten verschiedene Wahl-Tools ihre Hilfe an:

    Agrar-O-Mat

    DeinWal

    PflegOMat

    Real-O-Mat

    Steuer-O-Mat

    Wahl.Chat

    Wahl-Kompass

    Wahl-O-Mat

    Wahlquiz

    WahlSwiper

    Wahltraut

    Wahlweise

    Zum Thema

    Welche Partei be- bzw. entlastet wen?
    Ökonomen des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim untersuchten die finanziellen Wirkungen, die Reformvorschläge verschiedener Parteien für Privathaushalte entfalten. Die Forschungsergebnisse lesen Sie hier.

  • Zweifel an der Repräsentation

    30.01.2025/EG
    Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    WZB-Forscher Edgar Grande und Daniel Saldivia Gonzatti untersuchten den Zusammenhang zwischen der Teilnahmebereitschaft an Protesten und dem politischen Vertrauen

    „Die Analyse der politischen Einstellungen der Befragten zeigt, dass politisches Misstrauen nicht zu einem Rückzug der Bürgerinnen von der Politik und zu politischer Apathie führt, wie die Studienautoren deutlich machen. Ganz im Gegenteil: Die misstrauischen Bürgerinnen und Bürger besitzen eine überdurchschnittliche Protestbereitschaft. Schwer wiegt dabei, dass Befragte, die kein Vertrauen in die Regierung haben, ein starkes Gefühl der politischen Ohnmacht empfinden. Dieses Gefühl geht mit einer geringen Zufriedenheit mit dem derzeitigen Zustand der Demokratie in Deutschland einher. Das Vertrauensproblem, das den Protest motiviert, resultiert also aus einer Kombination von mangelndem Vertrauen in die Kerninstitutionen der repräsentativen Demokratie, der Klage über unzureichenden politischen Einfluss und einer mangelnden Zufriedenheit mit der Funktionsweise der Demokratie. Daraus leiten die misstrauischen Bürgerinnen aber kein anderes politisches System ab, sondern sie fordern die Stärkung der direkten Demokratie auf Bundesebene.“

    Die Studie lesen Sie hier.

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