Schlagwort: Vermögen

  • Lebensstandard kaum verbessert?

    01.08.2017/EG aus der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf

    Wohlstand in Deutschland hat seit den 1990er-Jahren kaum zugenommen / BIP + 32 %, Wohlfahrt + 6 %

    „Die deutsche Wirtschaft ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten kräftig gewachsen. Doch viele Menschen haben davon wenig gespürt. Das lässt sich ablesen am Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI), dem ein umfassendes Konzept von Wohlstand zugrunde liegt. Während das Bruttoinlands­produkt (BIP) zwischen 1991 und 2015 um knapp 32 Prozent stieg, nahm der NWI im gleichen Zeitraum nur um sechs Prozent zu.“ ↗boeckler.de

  • Wirtschaft: Tendenz zur Konzentration der Eigentümerstrukturen

    26.07.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    Konzentration internationaler Kapitalgesellschaften in börsennotierten deutschen Unternehmen nimmt branchenspezifisch zu / US-Investmentgesellschaft ‘BlackRock‘ und norwegischer Pensionsfonds (NBIM) überholen deutsche institutionelle Investoren

    Insbesondere die US-Investmentgesellschaft ‘BlackRock Inc.‘ stieg 2008, im Jahr der weltweiten Finanzkrise, zum weltweit größten Investor auf und verzeichnete in den Folgejahren ein rasantes Wachstum. Bis 2015 stieg der Wert der gehaltenen Beteiligungen an börsennotierten deutschen Unternehmen von 16,4 Milliarden US-Dollar (2008) auf 77,3 Milliarden US-Dollar (2015). diw.de

    Zum Thema

    BlackRock ist an allen 30 DAX-Unternehmen beteiligt. Zum 30. Juni 2017 verwaltete BlackRock 5,7 Billionen US-Dollar und ist damit der größte Vermögensverwalter der Welt. onvista.de

    Der rund 840 Milliarden Euro (7.787 Mrd. norwegische Kronen) schwere norwegische Pensionsfonds wird von der norwegischen Zentralbank (Norges Bank Investment Management, kurz NBIM) verwaltet. Die Anlagerichtlinien des Fonds sind von den Prinzipien ethischer Investments geprägt und schließen Investments in Unternehmen die Massenvernichtungswaffen herstellten oder gegen Menschenrechte verstoßen aus. nbim.no

  • Öffentliche Leistungen lassen Grundstückspreise steigen

    24.07.2017/EG aus dem Medium TELEPOLIS, Berlin

    Dirk Löhr, Wirtschaftswissenschaftler, über den geschützten Wert privater Grundstücke

    „So kostet eine identische Wohnung heute in München mehr als das Siebenfache wie in Gelsenkirchen. Das liegt an der unterschiedlichen Attraktivität bezüglich Arbeitsplätzen und Arbeitskräften, Infrastruktur, Kultur- und Freizeitangebot, Sicherheit usw.

    Die Voraussetzungen hierfür sind öffentliche Leistungen und Infrastruktur, die vor allem vom Bund, von den Ländern und von den Kommunen bereitgestellt werden. Finanziert werden diese Leistungen durch Abgaben, die größtenteils von Verbrauchern und Arbeitnehmern aufgebracht werden. Nutznießer sind die privaten Grundstückseigentümer, die von der Inwertsetzung der Standorte enorm profitieren, denn die Besteuerung des Bodens ist ja minimal. (…) Seltsamerweise ist das bisher kaum jemandem bewusst.“ heise.de

    Zum Thema

    Aus den Regierungs- bzw. Wahlprogrammen der Parteien:

    Christlich Demokratische Union (CDU)/ Christlich-Soziale Union (CSU):

    „Wir wollen (mehr …)

  • Privates Geldvermögen steigt weiter

    18.07.2017/EG aus der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte stieg im ersten Quartal 2017 um 320 Milliarden Euro oder 6,0 % gegenüber Vorjahreszeitraum (I/2016)

    „Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg gegenüber dem vierten Quartal 2016 deutlich um gut 84 Mrd. € oder 1,5 % und belief sich zum Ende des ersten Quartals 2017 auf 5.676 Mrd. €. Über zwei Drittel des Anstiegs waren dabei der auf Transaktionen beruhenden Geldvermögensbildung zuzuschreiben. Der größte Teil der Mittel floss mit über 24 Mrd. € in Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Zuflüsse in Bargeld und Einlagen fielen mit etwa 12 Mrd. € nach dem kräftigen Vorquartal deutlich geringer aus. Auch wenn die privaten Haushalte ihr Engagement in Aktien und Anteilen an Investmentfonds nach einem schwächeren Vorquartal ebenfalls wieder ausweiteten, hielt in der Summe die bereits seit einiger Zeit vorherrschende Präferenz für liquide und risikoarme Anlagen weiter an.“ ↗bundesbank.de

  • Erben: 400 Mrd. Euro pro Jahr

    06.07.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    In Deutschland werden zwischen 2012 und 2027 bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt werden, gut ein Viertel mehr als bisher angenommen

    Bisherige Studien und Schätzungen zum Erbvolumen in Deutschland berücksichtigen weder Wertänderungen des Vermögens noch das regelmäßige Sparen der Erblasserinnen und Erblasser. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung bezieht diese Elemente ein und kommt zu dem Ergebnis, dass in einem Zeitraum von 15 Jahren (2012 bis 2027) vermutlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr vererbt und verschenkt werden könnten. Das ist über ein Viertel mehr als bislang in entsprechenden Studien angenommen wurde. diw.de