Afrikapolitik: Mehr Schein als Sein

14.06.2017/EG aus dem Blog MAKROSKOP, Wiesbaden

Heiner Flassbeck, Ökonom, über eine überforderte Afrikapolitik

„… warum fragt man nicht ein einziges Mal, wieso die Politik von IWF und Weltbank, die seit vielen Jahrzehnten in Afrika die Wirtschaftspolitik beraten und zum Teil diktieren, so wenig gebracht hat, dass es im 21. Jahrhundert immer noch Hungersnöte gibt. Und wieso muss die deutsche Politik jetzt private Investoren auffordern, sich in Afrika zu engagieren, wo klar ist, dass private Investoren ohne kohärente Wirtschafts- und Finanzpolitik in den afrikanischen Ländern mehr Schaden als Nutzen bringen.“ ↗makroskop.eu

Zum Thema

Deutschland rechnet Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen in Entwicklungshilfeleistungen ein:

„Nach den heute von der OECD veröffentlichten Zahlen zu den weltweiten Entwicklungsleistungen im Jahr 2016 (ODA, Official Development Assistance) hat Deutschland erstmals die internationale Zielmarke, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe aufzubringen, erreicht.
Der deutsche Beitrag hat sich nach diesen offiziellen Zahlen im vergangenen Jahr um rund 36 Prozent auf 7 24,7 Milliarden US-Dollar erhöht. Deutschlands Quote stieg damit auf 0,7 Prozent des BNE an (2015: 0,52 Prozent).
Die Bundesregierung erfüllt die internationale Zielvorgabe nur, weil Deutschland die anfallenden Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen einrechnet. Diese machen mittlerweile 25,2 Prozent der gesamten deutschen Entwicklungsleistungen aus (2015: 17 Prozent).“ oxfam.de

Ein Blick nach Ostafrika

21.09.2016/EG aus dem Medium LeMonde diplomatique, Berlin

Historiker Dr. Gérard Prunier mit einem Beitrag über eine konfliktreiche Region

„Die Lage am Horn von Afrika ist chaotisch. Doch für jeden einzelnen Konflikt gibt es eine Erklärung. Erster Fall: Äthiopien. Das Land hat seit jeher Angst davor, von seinen arabischen Nachbarn, die in den Augen der Regierung Eritrea als Brückenkopf nutzen, eingekreist zu werden. Das ist …“monde-diplomatique.de