Schlagwort: Demokratie

  • Broligarchie oder die Sichtbarkeit politisch einflussreicher Akteure

    18.02.2025/EG
    Quelle: Blätter, Berlin

    Brooke Harringon, Sozialwissenschaftlerin am Dartmouth College in New Hampshire, erforscht die Welt der Superreichen

    „Broligarchen unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt von den amerikanischen Oligarchen der alten Schule: Ihre politische Vision zielt darauf ab, das Nationalstaatensystem weltweit zu untergraben. Musk hat sich unter anderem die Privatisierung und Kolonisierung des Weltraums mit wenig oder gar keiner staatlichen Beteiligung zum Ziel gesetzt. Thiel und Andreessen haben viel in die Schaffung von Alternativen zum Nationalstaat auf der Erde investiert, darunter libertäre Kolonien mit minimaler Besteuerung.“
    Den Beitrag lesen Sie hier.

  • Videotipp: „Das falsche Versprechen vom Aufstieg“

    03.02.2025/EG
    Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Leipzig

    Dokumentation über ungleiche Chancen und soziale Klassen – in Deutschland

    „Was kostet es heute, aufsteigen zu wollen? Warum reden wir über die Rückkehr der Klassen? Wer bestimmt in Deutschland über die Verteilung von Chancen und Ressourcen? Und wie sehr leben die, die immer wieder von den Filterblasen der Anderen reden, in ihren eigenen „Bubbles“, abgeschirmt von den Alltagsproblemen der Mehrheit?“

    Die Dokumentation sehen Sie hier.

  • Zweifel an der Repräsentation

    30.01.2025/EG
    Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    WZB-Forscher Edgar Grande und Daniel Saldivia Gonzatti untersuchten den Zusammenhang zwischen der Teilnahmebereitschaft an Protesten und dem politischen Vertrauen

    „Die Analyse der politischen Einstellungen der Befragten zeigt, dass politisches Misstrauen nicht zu einem Rückzug der Bürgerinnen von der Politik und zu politischer Apathie führt, wie die Studienautoren deutlich machen. Ganz im Gegenteil: Die misstrauischen Bürgerinnen und Bürger besitzen eine überdurchschnittliche Protestbereitschaft. Schwer wiegt dabei, dass Befragte, die kein Vertrauen in die Regierung haben, ein starkes Gefühl der politischen Ohnmacht empfinden. Dieses Gefühl geht mit einer geringen Zufriedenheit mit dem derzeitigen Zustand der Demokratie in Deutschland einher. Das Vertrauensproblem, das den Protest motiviert, resultiert also aus einer Kombination von mangelndem Vertrauen in die Kerninstitutionen der repräsentativen Demokratie, der Klage über unzureichenden politischen Einfluss und einer mangelnden Zufriedenheit mit der Funktionsweise der Demokratie. Daraus leiten die misstrauischen Bürgerinnen aber kein anderes politisches System ab, sondern sie fordern die Stärkung der direkten Demokratie auf Bundesebene.“

    Die Studie lesen Sie hier.

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  • Was wäre eine gute Zukunft?

    22.01.2025/EG
    Quelle: Deutsche Telekom Stiftung, Bonn

    Agenda für eine gute Zukunft verdeutlicht Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität

    Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte im Juli 2024 rund 1.200 Personen im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung zu den wichtigsten Aufgaben für die Zukunft Deutschlands:

    Prozent der Befragten halten für wichtig:

    79 %, dass genug qualifizierte Fachkräfte ausgebildet werden.
    77 %, dass ein hervorragendes Bildungssystem verfügbar ist.
    75 %, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum verfügbar ist.
    75 %, dass ein leistungsfähiges Gesundheitssystem verfügbar ist.
    73 %, dass die Zuwanderung geregelt wird.
    68 %, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen haben.
    63 %, dass die Unterschiede zwischen Arm und Reich nicht zu groß werden.
    61 %, dass Unternehmen gute Standortbedingungen vorfinden.

    Die Ergebnisse der Umfrage lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Blackbox Steuerpolitik“

    17.01.2025/EG

    Julia Jirmann: Blackbox Steuerpolitik
    Wie unser Steuersystem Ungleichheit fördert. Ein Reformvorschlag

    Sachbuch (Politik, Steuer, Ungleichheit)

    „In kaum einer anderen westlichen Demokratie sind Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Wir sind ein Hochsteuerland für mittlere Arbeitseinkommen, aber ein Niedrigsteuerland für Vermögende. Wie kann das sein? Ist das gerecht? Warum haben Superreiche geringere Steuer- und Abgabensätze als der Durchschnitt hierzulande?“

    Autorin

    Julia Jirmann ist Betriebs- und Volkswirtin sowie Wirtschaftsjuristin, leitet den Bereich Erbschaft & Vermögen sowie Einkommensteuer des Netzwerks Steuergerechtigkeit e.V. Zuvor war sie tätig für die Beratungsgesellschaft KPMG AG im Bereich International Tax sowie als Referentin für den Bund der Steuerzahler. Sie ist Mitglied der Kommission »Recht der sozialen Sicherung & Familienlastenausgleich« des Deutschen Juristinnenbundes.

    Verlag: Dietz
    Erscheinung: Oktober 2024

    Zum Thema

    Brooke Harrington: Offshore
    Wie Vermögensverwalter Reichtum tarnen und einen neuen Kolonialismus schaffen
    Brooke Harrington ist Soziologieprofessorin am Dartmouth College in New Hampshire. Seit vielen Jahren erforscht sie die Welt der Superreichen und ihrer Steuerparadiese.
    Verlag: Campus
    Erscheinung: September 2024