Medium für die zweite Meinung

  • Buchtipp: „Unverdientes Vermögen“

    23.06.2023/EG

    Jens Beckert: Unverdientes Vermögen
    Soziologie des Erbrechts

    Sachbuch (Justiz, Politik)

    „Jedes Jahr wird in Deutschland Vermögen im Wert von über 150 Milliarden Euro vererbt. Wie aber lässt sich die private Vermögensvererbung mit dem Selbstverständnis der Leistungsgesellschaft vereinbaren? Darüber diskutieren seit über 200 Jahren Politiker, Philosophen, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen. Die Vermögensvererbung ist dabei nicht nur unter normativen Gesichtspunkten umstritten. Die Folgen „unverdienten Vermögens“ für die Familie, für die Wirtschaft und für die Demokratie wurden ebenso kontrovers debattiert. Jens Beckert zeichnet die Auseinandersetzungen um das Erbrecht in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten nach, wobei in jedem der drei Länder andere Aspekte im Vordergrund stehen. In den USA sind es die Chancengleichheit und die Gefahr der Vermögenskonzentration für die Demokratie, in Deutschland der Zusammenhalt der Familie und soziale Gerechtigkeit, in Frankreich das Prinzip der Gleichheit und die Struktur von Familienbeziehungen. Diese erste umfassende soziologische Studie zum Erbrecht bietet für die aktuelle Diskussion um die Erbschaftssteuer einen erhellenden Hintergrund zum Verständnis der sehr unterschiedlichen Positionen.“

    Autor

    Jens Beckert ist Professor für Soziologie und Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln.

    Campus Verlag, ISBN: 978-3-59337-592-2, Buch (2004), 30 Euro

  • 1.034. Sitzung des Bundesrates

    17.06.2023/EG
    Quelle: Bundesrat, Berlin

    Ausgewählte Beschlüsse der Länderkammer vom 16. Juni 2023:

    TOP 2 – Gesetz zur Unterstützung und Entlastung in der Pflege
    Der Bundesrat hat das vom Deutschen Bundestag kürzlich beschlossene Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz gebilligt.
    Die begleitende Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, wann sie sich mit den Forderungen der Länder befasst. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.
    Die Erläuterung lesen Sie hier bundesrat.de.

    TOP 6 – Gesetzentwurf gegen Umgehung der Mietpreisbremse
    Der Bundesrat hat beschlossen, den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Mieterschutzes bei der Vermietung von möbliertem Wohnraum und bei der Kurzzeitvermietung von Wohnraum in Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt, in den Deutschen Bundestag einzubringen.
    Der Gesetzentwurf wird nun zunächst der Bundesregierung zugeleitet, die eine Stellungnahme dazu verfasst. Anschließend legt sie beide Dokumente dem Bundestag zur Entscheidung vor.
    Die Erläuterung lesen Sie hier bundesrat.de.

    TOP 8 – Schaffung eines MVZ-Regulierungsgesetzes
    Der Bundesrat hat auf Initiative von Bayern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Hamburg eine Entschließung gefasst, in der er die Bundesregierung auffordert, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) stärker zu regulieren. Ein entsprechendes MVZ-Regulierungsgesetz soll die Monopolstellungen einzelner Träger verhindern und eine am Patientenwohl orientierte ambulante Versorgung stärken.
    Die Erläuterung lesen Sie hier bundesrat.de.

    Die vollständige Tagesordnung lesen Sie hier bundesrat.de.

  • Buchtipp: „Die ökonomische Vernunft der Solidarität“

    16.06.2023/EG

    Hartmut Reiners: Die ökonomische Vernunft der Solidarität
    Perspektiven einer demokratischen Sozialpolitik

    Sachbuch (Medien, Politik)

    „Viele Ökonomen sehen im Sozialstaat nur einen Kostenfaktor. Sie befassen sich kaum mit Sozialpolitik, obwohl das diesbezügliche Budget in Deutschland fast ein Drittel des BIP umfasst. Die ökonomischen Eigenarten des Sozialstaats passen nicht in die Welt des Neoliberalismus, der alle sozialen und ökonomischen Beziehungen in seine Kosten-Nutzen-Relationen presst.

    Dieser Ignoranz stehen Klagen über eine Ökonomisierung des Sozialen gegenüber, die übersehen, dass die Sozialpolitik sich nicht mehr auf Umverteilung beschränkt, sondern auch eine wachsende Branche von gesundheitlichen und sozialen Diensten steuert …“

    Autor

    Hartmut Reiners, geboren 1945 in Bad Rothenfelde (Niedersachsen), ist Volkswirt und Gesundheitsökonom. Er war viele Jahre in den Gesundheitsministerien von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg tätig und an Reformen der Krankenversicherung zwischen 1988 und 2009 beteiligt.

    Promedia Verlag, ISBN: 978-3-85371-909-1, E-Buch, 19 Euro

  • Audio-Tipp: „Die Machteliten – Ausflug in eine andere Welt“

    15.06.2023/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), München

    Radioreportage von Marie Schoeß, Literaturkritikerin, über den politischen Einfluss von wenigen

    Den BR-Podcast hören Sie hier br.de.

    Zum Thema

    Wie Machteliten die Demokratie gefährden, lesen Sie im Buch „Die Abgehobenen“ von Elitenforscher Michael Hartmann.

  • Buchtipp: „Wir sind die anderen“

    09.06.2023/EG

    Bianca Kellner-Zotz / Michael Meyen: Wir sind die anderen
    Ostdeutsche Medienmenschen und das Erbe der DDR

    Sachbuch (Medien, Politik)

    „Was zeichnet Medienakteure mit DDR-Sozialisation aus? Wählen sie andere Themen, andere Begriffe, andere Ausdrucksmittel oder gibt es keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West? Und wenn doch: Sollten wir sie dann nicht zu überwinden versuchen, anstatt dem Ost-Blick auf den Grund zu gehen? Die Befunde des Projekts Medienmenschen aus dem Forschungsverbund „Das mediale Erbe der DDR“ lassen den Schluss zu, dass es an der Zeit ist, den Ost-Medienmenschen zuzuhören. Ihre Biografien, ihre Erfahrungen, ihre Perspektiven können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Ursachen für schwindendes Medien- und Demokratievertrauen zu verstehen. Denn mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall haben sich durch den größeren zeitlichen Abstand und innenpolitische Entwicklungen – nicht zuletzt die Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland – die Diskursräume geöffnet…“
    Autoren

    Bianca Kellner-Zotz, Dr., Jahrgang 1975, ist Kommunikationswissenschaftlerin, Hochschuldozentin und Autorin. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsverbund „Das mediale Erbe der DDR“. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen soziale Wandlungsprozesse wie Medialisierung und Singularisierung sowie diskursive Öffentlichkeit.

    Michael Meyen, Prof. Dr., Jahrgang 1967, ist lehrt u. a. Journalismus und Medienorganisation am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medienrealitäten, Kommunikations- und Fachgeschichte sowie Journalismus.

    Herbert von Halem Verlag, ISBN: 978-3-86962-656-7, Buch, 37 Euro

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