Medium für die zweite Meinung

  • Buchtipp: „Historische Friedens- und Konfliktforschung“

    19.05.2023/EG

    Daniel Gerster, Jan Hansen, Susanne Schregel (Hrsg.): Historische Friedens- und Konfliktforschung
    Die Quadratur des Kreises?

    Sachbuch (Frieden, Gewalt, Krieg, Politik)

    „Das Wechselspiel von Frieden, Konflikten, Gewalt und Krieg prägt unsere Gegenwart ebenso wie die Vergangenheit. Dieser Band bietet einen aktuellen Überblick über die programmatischen und methodischen Einsichten der Historischen Friedens- und Konfliktforschung und gibt Impulse zu ihrer konzeptionellen und thematischen Weiterentwicklung. Dabei werben die Beiträge für einen Ansatz, der Gewalt und Krieg nicht als Ausgangspunkt setzt, sondern problematisiert und erklärt. Dies macht Alternativen zu Gewalt und Krieg, Bemühungen zu deren Einhegung und Überwindung und das Streben nach Frieden zu einem wichtigen Fluchtpunkt der Erzählung.“

    Herausgeber

    Daniel Gerster, Dr., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

    Jan Hansen, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen der Humboldt-Universität zu Berlin.

    Susanne Schregel, Dr. phil., ist Research Fellow am IFK. Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften. Kunstuniversität Linz in Wien.

    Campus Verlag, ISBN: 978-3-5934-5144-2, E-Buch, 39 Euro

  • 1.033. Sitzung des Bundesrates

    13.05.2023/EG
    Quelle: Bundesrat, Berlin

    Ausgewählte Beschlüsse der Länderkammer vom 12. Mai 2023:

    TOP 3 – Wahlrechtsreform
    Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes und des Fünfundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundeswahlgesetzes zugestimmt.
    Mit der Neuregelung des Bundeswahlrechts soll die Zahl der Bundestagsmandate künftig verlässlich auf 630 begrenzt werden. Dazu ist u. a. ein Verzicht auf die bisherige Zuteilung sogenannter Überhang- und Ausgleichsmandate vorgesehen.
    Nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens kann das Gesetz nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden und dann wie geplant zu großen Teilen am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

    TOP 6 – Schutz der Arbeitnehmer vor Gewalt und Belästigung
    Der Bundesrat hat dem Gesetz zum Übereinkommen Nr. 190 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 2019 über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt zugestimmt.
    Das Übereinkommen schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie andere Personen in der Arbeitswelt vor Gewalt und Belästigung. Ebenso geschützt sind natürliche Personen, die die Befugnisse, Pflichten oder Verantwortlichkeiten einer Arbeitgeberin oder eines Arbeitgebers ausüben. Verantwortlich für den Schutz sind neben dem Staat, durch arbeitsrechtliche, strafrechtliche oder polizeiliche Maßnahmen, auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

    TOP 59 – Hinweisgeberschutz
    Der Bundesrat hat dem Gesetz für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen sowie zur Umsetzung der Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden, zugestimmt. Das Gesetz könnte noch vor der Sommerpause in Kraft treten.
    Den Gesetzentwurf lesen Sie hier bundestag.de.

    Die vollständige Tagesordnung lesen Sie hier bundesrat.de.

  • Buchtipp: „Die (Un)Sichtbarkeit der Gewalt“

    12.05.2023/EG

    Jörg Requate, Dirk Schumann, Petra Terhoeven (Hrsg.): Die (Un)Sichtbarkeit der Gewalt
    Medialisierungsdynamiken seit dem späten 19. Jahrhundert

    Sachbuch (Gewalt, Medien)

    „Hinsichtlich der öffentlichen Wahrnehmung von Gewalt haben die (Massen-)Medien in der Regel eine Schlüsselrolle gespielt. Gewalt wurde von ihnen sehr unterschiedlich thematisiert und bewertet: Manche Formen von Gewalt, etwa solche in Familien, in der Kirche, im Sport oder in Erziehungseinrichtungen, wurden erst spät aufgegriffen und skandalisiert, andere, etwa der Rechtsterrorismus, nur eingeschränkt erfasst. Die Beiträge des Bandes gehen den medialen Dynamiken der Gewaltdarstellung anhand von Fallbeispielen aus Deutschland und anderen Ländern nach.“

    Herausgeber

    Jörg Requate ist Professor für die Geschichte Westeuropas in Kassel. Er beschäftigt sich mit der deutschen, französischen und europäischen Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert, insbesondere mit der Geschichte von Medien und Öffentlichkeit, der politischen Gewalt sowie der Justiz.

    Dirk Schumann ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte in Göttingen. Er beschäftigt sich mit der deutschen und US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere der Geschichte der Weimarer Republik, der politischen Gewalt und von Kindheit und Jugend.

    Petra Terhoeven ist Professorin für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte in Göttingen; längere Forschungsaufenthalte u. a. am DHI Rom und am St. Antony’s College Oxford. Sie arbeitet zur deutschen und westeuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere zur Geschichte politischer Gewalt.

    Wallstein Verlag, ISBN: 978-3-8353-8411-8, E-Buch, 32 Euro

  • Höheres Mindestrentenalter kann die Lebenszeit verkürzen

    11.05.2023/EG

    EPoS Collaborative Research Center Transregio 224 / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn / Universität Mannheim

    Die Wissenschaftler Cristina Bellés-Obrero, Sergi Jiménez-Martin und Han Ye untersuchten die Auswirkungen der Abschaffung der Frühverrentung auf die Sterblichkeit

    „Die vorliegende Studie wirft ein neues Licht auf den Mortalitätseffekt des Hinausschiebens des Renteneintritts, indem sie die Auswirkungen der spanischen Rentenreform von 1967 untersucht. Durch diese Reform wurde das Vorruhestandsalter exogen verändert Renteneintrittsalter in Abhängigkeit von dem Datum, an dem der Einzelne mit der Einzahlung in das Sozialversicherungssystem System. Diejenigen, die vor dem 1. Januar 1967 Beiträge leisteten, behielten das Recht, freiwillig in Rente zu gehen (im Alter von 60 Jahren) in den Vorruhestand zu gehen, während Personen, die nach diesem Datum mit der Beitragszahlung begannen, erst mit 65 Jahren freiwillig bis zum Alter von 65 Jahren eine Rente beantragen. Anhand der spanischen Verwaltungsdaten der Sozialversicherung stellen wir fest, dass die Reform das Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt um etwa ein halbes Jahr verzögerte und die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von Erwerbsunfähigkeitsrenten, Teilrenten und keiner Renten. Wir zeigen, dass eine Verzögerung des Ausstiegs aus dem Erwerbsleben das Risiko erhöht, zwischen dem im Alter zwischen 60 und 69 Jahren zu sterben, für fast alle Personen erhöht. Eine heterogene Analyse zeigt, dass der Anstieg der Sterblichkeit bei gering Qualifizierten, physisch und psychosozial anspruchsvollen Arbeitsplätzen stärker ist. Außerdem zeigen wir, dass die Berücksichtigung flexibler Ruhestandsregelungen, wie z. B. Altersteilzeit, die nachteiligen Auswirkungen einer Verzögerung des Renteneintritts auf die Sterblichkeit abschwächt.“

    Die Studie lesen Sie hier crctr224.de.

  • Video-Tipp: „Arm trotz Arbeit“

    10.05.2023/EG
    Quelle: Kultursender 3sat, Mainz

    Reportage von Valentin Thurn und Katharina Wolff über die Lebenswelt prekär Beschäftigter

    „Rund ein Drittel aller Beschäftigten lebt in Unsicherheit. Wohnen wird immer mehr zum Luxus. Obwohl sie Arbeit haben, teilweise sogar mehrere Jobs gleichzeitig, kommen sie nur knapp über die Runden.“
    Die Reportage sehen Sie hier 3sat.de.

    Zum Thema

    Informationen zur Bewegung „#IchBinArmutsbetroffen“ lesen Sie hier ichbinarmutsbetroffen.start.page.

    „2021 lebten in Deutschland 8,6 % aller Erwerbstätigen ab 18 Jahren unterhalb der Armutsgefährdungs­grenze. Überdurchschnittlich betroffen waren in Deutschland Erwerbstätige mit befristeten Arbeitsverträgen (13,9 %) und Teilzeitarbeitende (11,5 %). Aber auch 6,2 % der unbefristet Beschäftigten sowie 6,6 % der Vollzeitbeschäftigten erzielten ein so geringes Einkommen, dass sie als armutsgefährdet galten.“ destatis.de

Arbeitswelt Armut Automobil Banken Bildung Buchtipp Bundesrat Corona-Virus Demokratie Digitalisierung Einkommen Energie EU Exportüberschuss Flüchtlingsdebatte Gesellschaft Gesundheit Globalisierung Hartz IV Interessenvertreter Kapitalismus Klimawandel Konsum Kriminalität Landwirtschaft Medien Migration Neuregelungen Partei Pflege Politik Recht Rente Sozialhilfe Steuer Syrien Umweltschutz Ungleichheit USA Vermögen Volkswirtschaft Waffen Wahlen Wirtschaft Wohnen