Medium für die zweite Meinung

  • Tafeln fordern die Abschaffung der Armut

    19.10.2023/EG
    Quelle: Tafel Deutschland, Berlin

    Laut Tafel Deutschland sind mittlerweile 16,7 Prozent der Einwohner (14,1 Millionen Menschen) in Deutschland von Armut bedroht oder betroffen

    Die Tafel Deutschland fordert von der Bundesregierung

    • armutsfeste Mindestlöhne,
    • armutsfeste Sozialleistungen,
    • armutsfeste Kindergrundsicherung,
    • armutsfeste Renten,
    • armutssichernde Arbeitsverträge (keine prekären Jobs, keine sachgrundlose Befristung),
    • die Aufwertung sozialer Arbeit,
    • die Anerkennung von Ehrenamt, Kindererziehung, Sorge-Arbeit usw. bei der Alterssicherung,
    • gesunde Lebensmittel zu bezahlbaren Preisen für alle,
    • bezahlbares Wohnen,
    • eine hochwertige und kostenfreie Ausbildung bzw. Betreuung für alle Kinder ab Kindertagesstätte bis Universität
    sowie
    • die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz, z. B. das Recht des Kindes auf Entfaltung, Entwicklung, Förderung, Schutz und angemessenen Lebensstandard.

    Die komplette Mitteilung lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Der Preis der Welt“

    13.10.2023/EG

    Friedrich Lenger: Der Preis der Welt
    Eine Globalgeschichte des Kapitalismus

    Sachbuch (Kapitalismus)

    „Der Kapitalismus hat in den letzten 500 Jahren eine Welt hervorgebracht, die ökonomisch hochgradig verflochten ist und zugleich hochgradig asymmetrisch. In seiner brillanten Globalgeschichte des Kapitalismus schildert der renommierte Historiker Friedrich Lenger diese Entwicklungen, die von den Indigenen Amerikas bis zu den bengalischen Seidenwebern niemanden unberührt ließen. Diese Geschichte handelt von wachsendem Wohlstand und krasser Armut, von Unfreiheit und Gewalt und der Gefährdung unseres Planeten, für die wir heute den Preis zahlen.“

    Autor

    Friedrich Lenger forscht und lehrt Geschichte an der Universität Gießen. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist Geschichte des Kapitalismus. 2015 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

    C. H. Beck Verlag, ISBN 978-3-406-80834-0, Buch

  • Bildschirmkonsum stört frühkindliche Entwicklung

    06.10.2023/EG
    Quelle: Jama Network, Chicago

    Japanische Forscherteams untersuchten die Entwicklung von Kleinkindern in Verbindung mit Bildschirmkonsum

    In dieser Kohortenstudie mit 57.980 Kindern wurde eine erhöhte Fernseh-/DVD-Bildschirmzeit bei Kindern im Alter von 1 und 2 Jahren mit niedrigeren Entwicklungswerten im Alter von 2 bzw. 3 Jahren in Verbindung gebracht. Die Studie lesen Sie hier.

    In dieser Kohortenstudie, an der 7.097 Mutter-Kind-Paare teilnahmen, wurde ein Dosis-Wirkungs-Zusammenhang zwischen einer höheren Bildschirmzeit im ersten Lebensjahr und Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Kommunikation und Problemlösung im Alter von zwei und vier Jahren festgestellt. Die Studie lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Raus aus dem Ego-Kapitalismus“

    06.10.2023/EG

    Patrick Kaczmarczyk: Raus aus dem Ego-Kapitalismus
    Für eine Wirtschaft im Dienste des Menschen

    Sachbuch (Kapitalismus)

    „Ob Krisen, Armut oder die zunehmende Verrohung und Spaltung der Gesellschaft: Die beängstigenden Entwicklungen der letzten Jahre sind in erster Linie das Ergebnis verfehlter wie fehlender wirtschaftspolitischer Ideen und Leitbilder. Das sagt der Politökonom Patrick Kaczmarczyk. Seine Suche nach möglichen Auswegen aus dem drohenden sozio-ökonomischen wie ökologischen Desaster führt Kaczmarczyk bis in die Soziallehre der Kirche. Diese weist einen überraschenden Reichtum an Prinzipien und Leitbildern auf, die den auf radikalen Egoismus setzenden Dogmen des Neoliberalismus in fundamentaler Weise entgegenstehen. Denn eines steht fest: Ohne mehr Gemeinsinn sind die aktuellen Krisen ein bloßer ein Vorgeschmack auf all das, was noch auf uns zukommt.“

    Autor

    Dr. phil. Patrick Kaczmarczyk ist Entwicklungsökonom. Zuletzt arbeitete er als Berater für die Vereinten Nationen zur Finanzmarktstabilität im globalen Süden sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung in Ostafrika. Derzeit ist er als wirtschaftspolitischer Referent in Berlin tätig.

    Westend Verlag, 978-3-98791-020-3, E-Buch

  • Elitenpositionen in Deutschland

    05.10.2023/EG
    Quelle: Universität Leipzig

    Universität Leipzig veröffentlicht erste Ergebnisse der Leipziger Elitendatenbank

    „Unter den 2.788 Personen, die in den Jahren 2022/23 Elitenpositionen innehaben, finden sich nur zwölf Prozent gebürtige Ostdeutsche. Dieser Anteil variiert deutlich zwischen den gesellschaftlichen Bereichen. Wie bereits frühere Untersuchungen ergaben, sind die Ostdeutschen allein im politischen Bereich nicht unterrepräsentiert – allerdings nur, wenn die Landesebene einbezogen wird. In den politischen Positionen auf Bundesebene allein liegt der Anteil der Ostdeutschen bei nur 13,3 Prozent.“

    Die ersten Ergebnisse lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Michael Hartmann, Sozialwissenschaftler im Ruhestand mit dem Arbeitsschwerpunkt n. a. Eliteforschung, im Gespräch bei „Wohlstand für Alle“ im Mai 2020 hören Sie hier.

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