Medium für die zweite Meinung

  • Niedrigzins: Bund, Länder und Gemeinden profitieren

    28.07.2017/EG aus der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main

    Deutsche Bundesbank: Niedrigzinsumfeld entlastet staatliche Haushalte

    „Gemessen am Stand des Vorkrisenjahres 2007 kam es hierdurch zu einer Halbierung der Zinsausgaben““, heißt es im Monatsbericht. Betrug die durchschnittliche Verzinsung im Jahr 2007 etwa 4 Prozent, lag sie im Jahr 2016 nur noch bei knapp 2 Prozent. Allein im vergangenen Jahr betrug die mit dem aktuellen Schuldenstand ermittelte, gesamtstaatliche Ersparnis demnach 47 Milliarden Euro oder 1 ½ Prozent des deutschen BIP. Kumuliert erreichen die Zinsentlastungen nach 2007 eine Größenordnung von 240 Milliarden Euro. Von dieser Entlastung profitieren laut Monatsbericht sowohl der Bund als auch insbesondere hoch verschuldete Länder und Gemeinden. Letztere hätten im Vergleich zu einer gegenüber dem Jahr 2007 unveränderten Durchschnittsverzinsung demnach 17 Milliarden Euro im Jahr 2016 eingespart. „Die starke Entlastung hat damit die Konsolidierung der Länder- und Gemeindefinanzen erheblich unterstützt“, so der Bericht. ↗bundesbank.de

  • Buchtipp: Das Hohe Haus

    28.07.2017/EG

    Roger Willemsen: Das Hohe Haus
    Ein Jahr im Parlament

    Sachbuch (Bundestag, Politik)

    Ein Jahr lang saß Roger Willemsen im Deutschen Bundestag – nicht als Abgeordneter, sondern als ganz normaler Zuhörer auf der Besuchertribüne im Berliner Reichstag. Es war ein Versuch, wie er noch nicht unternommen wurde: Das gesamte Jahr 2013 verfolgte er in jeder einzelnen Sitzungswoche, kein Thema war ihm zu abgelegen, keine Stunde zu spät. Er sprach nicht mit Politikern oder Journalisten, sondern machte sich sein Bild aus eigener Anschauung und (mehr …)

  • Video-Tipp: Pflege vor dem Kollaps

    27.07.2017/EG aus dem Bayerischen Rundfunk (BR), München

    BR-Sendung ‘jetzt red i‘ zur aktuellen Situation in der Pflege (44 Minuten)

    „Die Zahlen sind alarmierend: Aktuell gibt es in Deutschland fast 2,9 Millionen pflegebedürftige Menschen, Tendenz steigend: Bis 2050 werden 4,4 Millionen erwartet. Schon jetzt fehlen zehntausende Pflegefachkräfte.“ ↗br.de

  • Freiwillige und gesetzliche Fürsorgepflichten des Arbeitgebers

    27.07.2017/EG aus dem sozialpolitischen Blog AKTUELLE SOZIALPOLITIK, Remagen

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler, zur Debatte um sogenannte Arbeitskosten*

    „Es ist institutionenegoistisch verständlich, dass die Arbeitgeber die erreichte Privilegierung bei der Lastenverteilung der Finanzierung der Sozialversicherung stabilisieren wollen und kein Interesse daran haben, dass das (wieder) verändert wird oder durch politische Maßnahmen die Gesamtabgabenbelastung angehoben wird. (…)

    Und was machen Interessenvertreter in so einer Situation? Sie müssen Politik und Medien sensibilisieren, was heutzutage immer auch bedeutet: aufschrecken. Was passieren könnte, wenn diese aus Arbeitgebersicht irrigen Vorstellungen Realität werden. Und das kann man durch zwei zu schlagende Schneisen erreichen: Zum einen muss man ein möglichst katastrophisch angelegtes Szenario in den öffentlichen Raum werfen und zum anderen kauft man sich wissenschaftlich daherkommenden Flankenschutz, um die „Seriosität“ des eigentlich für jeden erkennbaren interessengeleiteten Unterfangens herauszustellen. „Eine Studie hat zeigen können …“ ist dann das hier passende Muster.“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

    *Arbeitskosten umfassen die auf gesetzlichen und freiwilligen Leistungen beruhenden Sozialkosten, Zuschläge, Urlaubsgelder, Unterstützungsbeihilfen usw. (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon)

  • Wirtschaft: Tendenz zur Konzentration der Eigentümerstrukturen

    26.07.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    Konzentration internationaler Kapitalgesellschaften in börsennotierten deutschen Unternehmen nimmt branchenspezifisch zu / US-Investmentgesellschaft ‘BlackRock‘ und norwegischer Pensionsfonds (NBIM) überholen deutsche institutionelle Investoren

    Insbesondere die US-Investmentgesellschaft ‘BlackRock Inc.‘ stieg 2008, im Jahr der weltweiten Finanzkrise, zum weltweit größten Investor auf und verzeichnete in den Folgejahren ein rasantes Wachstum. Bis 2015 stieg der Wert der gehaltenen Beteiligungen an börsennotierten deutschen Unternehmen von 16,4 Milliarden US-Dollar (2008) auf 77,3 Milliarden US-Dollar (2015). diw.de

    Zum Thema

    BlackRock ist an allen 30 DAX-Unternehmen beteiligt. Zum 30. Juni 2017 verwaltete BlackRock 5,7 Billionen US-Dollar und ist damit der größte Vermögensverwalter der Welt. onvista.de

    Der rund 840 Milliarden Euro (7.787 Mrd. norwegische Kronen) schwere norwegische Pensionsfonds wird von der norwegischen Zentralbank (Norges Bank Investment Management, kurz NBIM) verwaltet. Die Anlagerichtlinien des Fonds sind von den Prinzipien ethischer Investments geprägt und schließen Investments in Unternehmen die Massenvernichtungswaffen herstellten oder gegen Menschenrechte verstoßen aus. nbim.no

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