Landwirtschaftliche Düngepraxis verschmutzt Grundwasser

26.02.2020/EG
Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Besonders hohe Grenzwertüberschreitungen treten in Gebieten mit überwiegend landwirtschaftlicher Flächennutzung auf

„Seit über einem Jahrzehnt verletzt Deutschland, wie andere EU-Staaten auch, den Grenzwert der Grundwasserbelastung mit Nitrat. Die Europäische Richtlinie 91/676/EWG zum „Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen“ schreibt eine Obergrenze für Nitrat im Grundwasser vor, welche derzeit bei 50 Milligramm pro Liter (mg/l) liegt. Knapp ein Fünftel der in Deutschland verteilten 1200 Messstellen weist jedoch höhere Werte auf. In landwirtschaftlich geprägten Gebieten wird sogar an mehr als jeder vierten Messstelle der Grenzwert verletzt, mit Überschreitungen von teilweise mehr als 700 Prozent.“ diw.de

Zum Thema

Ergänzende Informationen zur Nitratbelastung im Grund- und Trinkwasser lesen Sie hier umweltbundesamt.de.

Die aktuelle Version des Referentenentwurfs zur Änderung der Düngemittelverordnung lesen Sie hier ↗bmel.de.

„Guten Appetit“

03.05.2017/EG aus der NRO foodwatch, Berlin

foodwatch: „Jede zweite Legehenne erleidet Knochenbrüche, jede fünfte Milchkuh wird vorzeitig geschlachtet, jedes dritte Schwein entwickelt eine Lungenentzündung, hat Leber- oder Gelenkserkrankungen“

„Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik (WBA) beim Bundeslandwirtschaftsminister kam im März 2015 in einem umfangreichen Gutachten zur Lage in Deutschlands Ställen und Schlachtstätten zu dem Ergebnis, die Nutztierhaltung sei hierzulande „nicht zukunftsfähig“. Es gebe „erhebliche Defizite vor allem im Bereich Tierschutz, aber auch im Umweltschutz“, es seien „tiefgreifende Änderungen“ nötig, …“foodwatch.org

Zum Thema

„Haltung von Mastschweinen verstößt gegen Tierschutzgesetz und Verfassung“ – Ein Beitrag der NRO GREENPEACEgreenpeace.de.

Christian Schmidt, seit 2014 Bundesminister des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: „Ich will das Tierwohl in der Breite verbessern“bmel.de.

Ein Blick nach Südsudan

22.04.2017/EG

Südsudan: Erst Krieg, jetzt Hungertot / Kriegsbedingte Umweltschäden bleiben ungeklärt / Ölkonzern verunreinigt Grundwasser

„Im Südsudan versuchen Familien auf unterschiedliche Weise, mit dem Nahrungsmangel umzugehen: Sie essen Ernte- oder Saatgutvorräte, verkaufen Vieh und anderen Besitz, nehmen ihre Kinder aus der Schule oder ziehen weg, um anderswo Hilfe zu finden. Schwindende Quellen, sinkende Nahrungsaufnahme und zunehmende Mangelernährung führen jedoch zur Schwächung ihres Immunsystems. Die Folgen sind Unterernährung und Tod durch Krankheiten wie Malaria und Ruhr …“ arte.tv

„Die Umweltsituation in den Ölfördergebieten des Südsudan ist dramatisch. Das Grundwasser der Region ist mit Schadstoffen belastet und die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser ist gefährdet. Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker bezeichnete das Vorgehen des malaysischen Staatsunternehmens PETRONAS als „fürchterlich“ und als „skandalösen Sachverhalt“.“ bundestag.de

Unersättlich

10.01.2017/EG aus der NRO Oxfam Deutschland, Berlin

Konzernatlas 2017 mit Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie vorgestellt / Konzerne kaufen Konzerne / Anteil der reinen Spekulation am Handel mit Nahrungsmittel stieg von 12 Prozent Mitte der 1990er Jahre auf aktuell 70 Prozent

„Finanzkräftige Kapitalanleger beeinflussen immer mehr das globale Ernährungssystem. An der Chicagoer Terminbörse dominieren mittlerweile Banken, Hedgefonds und Investmentfonds den Handel mit Weizen. Der Anteil der reinen Spekulation am Handel stieg von 12 Prozent Mitte der 1990er Jahre auf 70 Prozent heute. Hunderte agrarbasierte Investments verwalten Milliarden Dollar Vermögen und investieren unter anderem in Weizen, Zucker und Kaffee. Investmentfirmen wie BlackRock sind an Konzernen entlang der ganzen Lieferkette beteiligt: von Monsanto über den Maschinenhersteller John Deere zu dem Agrarhändler ADM und die Supermarktkette Wal-Mart. Die größten Händler von Agrarrohstoffen wie Cargill, ADM und Dreyfuss haben sogar eigene Investmentgesellschaften gegründet. Sie verfügen wie niemand sonst über Wissen zu …“ oxfam.de