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Buchtipp: Heile und Herrsche

06.05.2022/EG

Bernd Hontschik: Heile und Herrsche
Eine gesundheitspolitische Trägodie

Sachbuch (Gesundheit, Politik)

„Was wir in Deutschland derzeit erleben, ist eine Zeitenwende: Krankenhäuser werden aus öffentlichem Besitz an Klinikkonzerne verschleudert. Der Patient wird der Digitalisierung geopfert. Das Gesundheitswesen wird zu einem profitablen System umgebaut, in dem Ökonomen und Politiker das Sagen haben. Bernd Hontschik fordert eine medizinische Versorgung frei vom ökonomischen Diktat. Dafür stellt er die entscheidenden Fragen: Brauchen wir hundert Krankenkassen? Kann man die ungezügelt agierende Pharmaindustrie bändigen? Muss man Patientendaten in zentralen Servern speichern? Wie lassen sich Arbeitshetze und miserable Bezahlung im Pflegebereich beenden? Bernd Hontschik legt den Finger in die Wunde und klärt auf.“

Autor

Dr. med. Bernd Hontschik, geb. 1952, war bis 1991 Oberarzt an der Chirurgischen Klinik des Krankenhauses Frankfurt-Höchst und bis 2015 in eigener chirurgischer Praxis tätig. Er ist Autor des Bestsellers "Körper, Seele, Mensch" und Herausgeber der Reihe "medizinHuman" im Suhrkamp Verlag. Er schreibt Kolumnen in der Frankfurter Rundschau, ist Mitglied bei der Uexküll-Akademie (AIM), bei mezis und bei der IPPNW und im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift "Chirurgische Praxis".

Westend Verlag, ISBN: 978-3-8648-9854-9, E-Buch, 15 Euro

Video-Tipp: „Praxis Dr. Zuckerberg – Gesund mit Algorithmen?“

29.04.2022/EG
Quelle: Gemeinschaftssender „arte“, Strasbourg

Reportage über den Einfluss digitaler Programme im Gesundheitssystem

„Die internationalen IT-Giganten haben eine neue Goldgrube entdeckt: den Gesundheitssektor. Sie stellen medizinische Diagnosen, verkaufen Krankenversicherungen und dank massenhafter Auswertung persönlicher Daten wollen Google & Co künftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern. Gleichzeitig stehen die öffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps …“
Die Reportage sehen Sie hier arte.tv.

Buchtipp: Eine hodenlose Frechheit

29.04.2022/EG

Ida von Wegen: Eine hodenlose Frechheit
Vom Männer-Dilemma moderner Frauen

Sachbuch (Beziehung, Partnerschaft)

„Weiblich, smart, unabhängig, sucht … und sucht …. und sucht … Unter den hiesigen Langzeitsingles tummeln sich erstaunlich viele erfolgreiche Frauen. Attraktive, schlaue, zielstrebige und eloquente Prachtexemplare in den besten Jahren, nur leider ohne Mann. Woran liegt das? Stockt die Gleichberechtigung etwa bei der Partnerwahl? Ida von Wegen untersucht, warum Erfolgsmomente und Eheversprechen nicht immer Hand in Hand gehen und lädt zu einer gründlichen Spurensuche ein mit Geschichten, die vom Bodenlosen ins Hodenlose und manchmal auch ins Hosenlose übergehen. Sie schreibt über Tinder-Pannen, verkappte Polyamore, Heiratsphobiker und Machomänner und zeigt, dass die moderne Frau vor allem eins braucht: Humor.“

Autorin

Ida von Wegen ist das Pseudonym der Kunstexpertin Dr. Franziska Ida Neumann. Sie hat Rechtswissenschaften, BWL, Kunstgeschichte und Germanistik studiert, unter anderem an der Pariser Sorbonne und am Louvre. Heute spricht die Autorin regelmäßig auf Finanzkongressen, lehrt als Gastdozentin an einer Universität zum Thema Kunstmarkt und führt ein eigenes Unternehmen.

Lübbe Verlag, ISBN: 978-3-7517-1862-2, E-Buch, 12 Euro

Waffen: Der primitive Ausdruck einflussreicher Interessen

26.04.2022/EG
Quelle: Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Solna

SIPRI: Weltweite Militärausgaben übersteigen erstmals zwei Billionen US-Dollar

Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitutes stiegen im Jahr 2021 die weltweiten Militärausgaben auf 2,1 Billionen US-Dollar. Die Militärausgaben der USA beliefen sich demnach auf rund 800 Milliarden US-Dollar bzw. 38 Prozent der weltweiten Militärausgaben. China gab etwa 293 Milliarden US-Dollar aus, Indien 77 Milliarden US-Dollar, Russland 66 Milliarden US-Dollar und Deutschland 56 Milliarden US-Dollar.
Die Mitteilung lesen Sie hier sipri.org.

Ein Bauschadenbericht zu den Hochbauaktivitäten

25.04.2022/EG
Quelle: VHV Allgemeine Versicherung AG, Hannover

Bauschadenbericht Hochbau 2021/22: Schäden an der Baukonstruktion sowie Wasser- und Feuchteschäden dominieren

Für 83 Prozent der aufgetretenen Schäden weist das von der VHV beauftragte Institut für Bauforschung (IFB), Hannover, vier schadenursächliche Gründe im aktuellen Bauschadenbericht aus (siehe Seite 130):

• Ausführungs- und Montagefehler (Schadenanteil 2020: 32,1 %, zum Beispiel nicht luftdicht eingebaute Fenster, Ausführung einer Trinkwasserinstallation mit ungeeigneten Materialien),
• Schnittstellenproblematik / Kommunikation (Schadenanteil 2020: 29,1 %, zum Beispiel keine klare Leistungsabgrenzung unter den beteiligten Gewerken bei der Herstellung von luft- und winddichten Dachdurchdringungen, keine konsequente Weitergabe von Planungsänderungen an alle Baubeteiligten)
• Schutzmaßnahmen (Schadenanteil 2020: 11,0 %, zum Beispiel Vernachlässigung der nötigen Brandschutzmaßnahmen beim Schweißen, kein Abdecken von frisch erstelltem Mauerwerk mit Folien als Witterungsschutz),
• Ausführungsplanung (Schadenanteil 2020: 10,4 %, zum Beispiel unvollständige Planungsleistung).

Weiter ist dem Bericht zu entnehmen, dass 73 Prozent der Schadenfälle auf drei Schadenstellen bzw. Bauteile zurückzuführen sind (siehe Seite 133):

• Fassaden und Fenster (Schadenstellenanteil 2016-2020: 42,9 %, zum Beispiel Mineralwolle-Brandriegel in Wärmedämm Verbundsystemen aus Polystyrol-Hartschaum, Fußpunkt bodentiefer Fenster),
• Anlagen im Bereich Sanitär/Heizung/Klima (SHK) (Schadenstellenanteil 2016-2020: 18,6 %, zum Beispiel Ummantelung der Warmwasser führenden Rohrleitungen, Ventilatoren und Luftfilter in raumlufttechnischen Anlagen),
• Dach und (Geschoss)Decken (Schadenstellenanteil 2016-2020: 11,6 %, zum Beispiel Luftdichtheitsschicht im ausgebauten Dach, feuerbeständige Ausführung von Geschossdecken).

Die Studie lesen Sie hier baufachinformation.de.