Schlagwort: Oligarchie

  • Sind Kriege rentabel?

    13.05.2026/EG
    Quellen: diverse

    Kriege sind gesundheitlich und materiell verlustreich für betroffene Gesellschaften /
    Töten und zerstören ist ein gewinnträchtiges Geschäftsfeld für Akteure in der Rüstungsindustrie, im Rohstoffsektor sowie der Baubranche (Wiederaufbau)

    Die US-Ökonomen Linda Bilmes und Joseph Stiglitz untersuchten die wirtschaftlichen Kosten des Irak-Krieges für die USA. Im Februar 2006 erschien das Arbeitspapier und 2008 das Buch „THE THREE TRILLION DOLLAR WAR“ (Der drei Billionen Dollar Krieg). Das Arbeitspapier lesen Sie hier.

    Die australische NGO „Institute for Economics & Peace“ (IEP) berechnete die weltwirtschaftlichen Auswirkungen von Gewalt und Krieg im Jahr 2024 auf nahezu 20 Billionen US-Dollar. Den Bericht lesen Sie hier.

    Die Wirtschaftswissenschaftler Jonathan Federle, Gernot J. Müller, Willi Mutschler und Moritz Schularick stellen das Online-Tool „Price of War Calculator“ zur freien Verfügung. Das Tool berechnet die wirtschaftlichen Auswirkungen (Kosten) hypothetischer Kriege.

    Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) ermittelte die weltweiten Militärausgaben 2025 auf rund 2,9 Billionen US-Dollar. Davon gaben die USA, China und Russland rund 1,5 Billionen US-Dollar aus. Den Bericht lesen Sie hier.

    The Wall Street Journal berichtete am 07.05.2026, dass der bereinigte Gewinn der Chemie- und Produktsparte des britischen Mineralöl- und Erdgaskonzerns „Shell“ im ersten Quartal 2026 auf 1,93 Milliarden US-Dollar stieg. Im Vergleich zum Vorjahr (449 Mio. USD) eine Steigerung in Höhe von 330 Prozent. Den Bericht lesen Sie hier.

    Hohe Ölpreise bescheren auch dem britischen Mineralölkonzern „BP“ im ersten Quartal 2026 einen außerordentlichen Gewinn in Höhe von 3,8 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 687 Millionen US-Dollar, eine Steigerung in Höhe von 459 Prozent. Die Daten lesen Sie hier.

    Die geschäftliche Entwicklung des Rüstungskonzerns Rheinmetall AG, von 2019 bis 2025, lesen Sie hier.

    Die geschäftliche Entwicklung des Rüstungskonzerns Hensoldt AG, von 2019 bis 2025, lesen Sie hier.

    Den Beitrag „Kriege töten nicht nur durch Waffen“ der Frankfurter Rundschau lesen Sie hier.

  • KI formt Herrschaft

    28.04.2026/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    DIW-Präsident Marcel Fratzscher: „Die Frage ist nicht, ob KI unsere Gesellschaft verändert.“

    „Die KI-Gefahr droht nicht nur durch Fakes und Jobverlust, sondern durch eine neue Machtökonomie. Es droht ein Kipppunkt für unsere Gesellschaft …“

    Die Mitteilung lesen Sie hier.

  • USA: FED-Direktorin kritisiert Ungleichheit

    11.05.2019/EG
    Quelle: Federal Reserve System (FED), Washington, DC (USA)

    Lael Brainard, Direktorin der US-Notenbank, über die Ungleichheit in den USA und den damit verbundenen Verwerfungen / Die reichsten 10 Prozent halten mehr vom Nationalvermögen als die restlichen 90 Prozent

    „Jüngste Untersuchungen zeigen, dass Haushalte mit geringerem Vermögen einen größeren Teil der Einkommensgewinne ausgeben als Haushalte mit höherem Vermögen. Eine Wirtschaft, die einen zunehmenden Anteil der Einkommensgewinne an Haushalte mit hohem Vermögen liefert, könnte daher zu einem geringeren Wachstum der Konsumnachfrage führen als eine Wirtschaft, in der die Gewinne gleichmäßiger verteilt sind. Tatsächlich verlief die Erholung der Konsumausgaben nach der Großen Rezession langsamer, als es die Erholung des Gesamteinkommens der Haushalte und des Nettovermögens zuvor nahegelegt hätte, und die zunehmende Ungleichheit ist eine plausible Erklärung.“ federalreserve.gov

    Zum Thema

    Martin Gilens und Benjamin I. Page, beide Politikwissenschaftler, untersuchten den Einfluss von Eliten, Interessengruppen und Durchschnittsbürgern auf die US-amerikanische Politik:

    „Die multivariate Analyse zeigt, dass wirtschaftliche Eliten und organisierte Gruppen, die Geschäftsinteressen vertreten, erhebliche unabhängige Auswirkungen auf die Politik der US-Regierung haben, während durchschnittliche Bürger und massenbasierte Interessengruppen wenig oder keinen unabhängigen Einfluss haben. Die Ergebnisse liefern eine wesentliche Unterstützung für Theorien der wirtschaftlich-elitären Herrschaft und für Theorien des voreingenommenen Pluralismus, nicht aber für Theorien der mehrheitlichen Wahldemokratie oder des mehrheitlichen Pluralismus.“ ↗princeton.edu

    Buchtipp: Martin Gilens: Wohlstand und Einfluss auf wirtschaftliche Ungleichheit und politische Macht in Amerika princeton.edu