Medium für die zweite Meinung

  • Buchtipp: Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich

    28.10.2022/EG

    Ronen Steinke: Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich

    Sachbuch (Recht, Ungleichheit)

    „Gerichtsverfahren wegen Wirtschaftsdelikten in Millionenhöhe enden mit minimalen Strafen oder oder werden eingestellt. Prozesse gegen Menschen, die ein Brot stehlen oder wiederholt schwarzfahren, enden hart und immer härter. Die Gründe dafür hängen mit den Gesetzen zusammen. Und mit dem, was die Gerichte heute aus diesen Gesetzen machen. Das mag man achselzuckend hinnehmen: Es gibt halt Oben und Unten. Wer Geld hat, der hat es überall leichter …“

    Autor

    Ronen Steinke, Dr. jur., geboren 1983 in Erlangen, arbeitet als Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Zuvor studierte er Jura und Kriminologie, arbeitete in Anwaltskanzleien, einem Jugendgefängnis und zuletzt beim UN-Jugoslawientribunal in Den Haag.

    Piper Verlag, ISBN: 978-3-8270-8046-2, E-Buch, 20 Euro

  • Audio-Tipp: „Medialer Mainstream?“

    25.10.2022/EG
    Quelle: Deutschlandfunk, Berlin

    Beitrag von Vera Linß und Marcus Richter über die mangelnde Differenzierung in den Medienberichten zum Krieg in der Ukraine

    Den Beitrag hören Sie hier deutschlandfunkkultur.de.

  • Geldvermögen privater Haushalte

    24.10.2022/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht im ersten Halbjahr 2022 rund 7,5 Billionen Euro, eine Vermehrung in Höhe 1,6 Prozent gegenüber ersten Halbjahr 2021

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im ersten Halbjahr 2022, auf 7.496 Milliarden Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 120 Milliarden Euro bzw. 1,6 Prozent. bundesbank.de

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

    Zitat aus dem Monatsbericht Juli 2022 der Deutschen Bundesbank, Seite 22: „Während die obersten 10 % der Vermögensverteilung über den betrachteten Zeitraum mehr als 50 % des gesamten Nettovermögens der Haushalte in Deutschland hielten, entfiel auf die untere Hälfte der Vermögensverteilung mit durchschnittlich 0,6 % ein äußerst geringer Anteil.“ bundesbank.de

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Buchtipp: Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

    22.10.2022/EG

    Dirk Oschmann: Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

    Sachbuch (Gesellschaft, Medien, Politik)

    „Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die rasant wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, ein mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden? Der Leipziger Germanist Dirk Oschmann zeigt in seinem augenöffnenden Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach Mauerfall als Norm definiert und den Osten als Abweichung. Unsere Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden von westdeutschen Perspektiven dominiert. Pointiert durchleuchtet Dirk Oschmann, wie dieses Othering unserer Gesellschaft schadet und initiiert damit eine längst überfällige Debatte.“

    Autor

    Dirk Oschmann, geboren 1967 in Gotha, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Leipzig.

    Ullstein Verlag, ISBN: 978-3-843-72916-1, E-Buch, 17 Euro

  • Buchtipp: Der Kill-Score

    14.10.2022/EG

    Jakob Thomä: Der Kill-Score
    Auf den Spuren unseres ökologischen und sozialen Fußabdrucks

    Sachbuch (Gesundheit, Konsum, Umwelt, Wirtschaft)

    „›Der Kill-Score‹ erzählt mit einem radikalen Realismus die Geschichte von den tödlichen Folgen unseres Handelns. Jakob Thomä beschreibt und berechnet, wie unser CO2-Fußabdruck, Abfall, unmenschliche Arbeitsbedingungen und anonymer Massenkonsum töten – in diesen Jahrhundert vorausssichtlich mehr als 400.000.000 Menschen. Und er erzählt eindringlich von den Opfern. Dabei stützt er sich auf die neuesten wissenschaftlichen Methoden und stellt die ethische Frage nach der Verantwortung für die Bedrohung des Lebens in unserer Zeit. In seinem aufrüttelnden und klarsichtigen Buch lehrt er uns, Nachhaltigkeit neu zu denken.“

    Autor

    Jakob Thomä, geboren 1989 in Berlin, ist Geschäftsführer der „2° Investing Initiative“ und Mitbegründer diverser Nachhaltigkeitsinitiativen, u. a. „MeinFairMögen“ und Theia Finance Labs. Zudem ist er Professor in Practice an der SOAS in London. Er lebt in Berlin.

    Klett-Cotta Verlag, ISBN: 978-3-608-11927-5, E-Buch, 20 Euro

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