Medium für die zweite Meinung

  • Buchtipp: „Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei“

    21.04.2023/EG

    John McCormick: Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei
    Studien zur politischen Theorie

    Sachbuch (Demokratie, Politik)

    „Wie die bahnbrechenden Aufsätze in diesem Band zeigen, ist Machiavelli überraschend relevant für die Analyse der gegenwärtigen Krise der Demokratie, die durch Populismus und Plutokratie gekennzeichnet ist.
    Mit seiner Hilfe, so McCormick, lassen sich unsere demokratischen Verfassungen neu gestalten, so dass die Bürgerinnen und Bürger die Korruption von Oligarchen vereiteln und sich direkter sowie umfassender am politischen Geschehen beteiligen können.“

    Autor

    John McCormick ist Professor für Politikwissenschaft an der University of Chicago. Er gilt als einer der bedeutendsten Machiavelli-Forscher der Gegenwart.

    Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-29986-9, Buch, 22 Euro

  • Militärische Interventionen zerstören mehr als erwartet

    18.04.2023/EG
    Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    Wissenschaftler Eugen Dimant, Tim Krieger und Daniel Meierrieks untersuchten für die Jahre 1968 bis 2018, wie sich die US-Militärhilfe in den Empfängerländern ausgewirkt hat

    „Eines der Ergebnisse: Höhere Militärhilfe führt zu mehr antiamerikanischem Terrorismus in den Empfängerländern. Darüber hinaus zeigt die empirische Arbeit der drei Forscher, dass die US-Militärhilfe die militärische Ausstattung der unterstützten Länder nicht verbessert, sondern eher zu Ausgrenzung und Korruption beigetragen hat.“

    Den Beitrag lesen Sie hier ↗wzb.eu.

    Zum Thema

    „Ein Datensatz der humanitären militärischen Interventionen nach dem Zweiten Weltkrieg“ lesen Sie hier ↗bundesstiftung-friedensforschung.de und hier ↗humanitarian-military-interventions.com.

    Eine „Bestandsaufnahme der humanitären militärischen Interventionen zwischen 1947 und 2005“ lesen Sie hier ↗hsfk.de.

  • Buchtipp: „Unsozialstaat Deutschland“

    14.04.2023/EG

    Cansin Köktürk: Unsozialstaat Deutschland
    Warum wir radikal humanistisch werden müssen

    Sachbuch (Armut, Politik)

    „Die Armutsquote in Deutschland hat ein Rekordhoch erreicht. Die verheerenden Auswirkungen erlebt Cansin Köktürk bei ihrer täglichen Arbeit als Sozialarbeiterin hautnah: In Kitas, in Schulen, in der ambulanten Jugendhilfe, in Notunterkünften und in den Städten, die am stärksten davon betroffen sind. Sie fordert eine Vermögenssteuer, ein bedingungsloses Grundeinkommen und…“

    Autorin

    Cansin Köktürk studierte nach dem Abitur Soziale Arbeit, weil sie soziale Ungleichheiten und gesellschaftliche Probleme seit ihrem 16. Lebensjahr bewusst beschäftigt haben. Sie wollte wissen, wieso Menschen in Armut leben müssen und wieso Menschen aus ihrer Heimat fliehen und vor allem wieso Menschen erst und überhaupt durch die Soziale Arbeit aufgefangen werden müssen.

    Quadriga Verlag, ISBN: 978-3-7517-4292-4, E-Buch, 17 Euro

  • Buchtipp: „Brauchbare Menschen“

    07.04.2023/EG

    Magdalena Schrefel: Brauchbare Menschen

    Erzählungen (Beruf, Einkommen, Werte)

    „Die neue Kollegin einer Sexarbeiterin ist aus Silikon. Ein Schlachtergehilfe hantiert in der »Fleischfabrik« mit hochmodernen Tötungsmaschinen. Und die Auszubildenden einer Flughafen-Security sollen verinnerlichen, dass erst regelkonformes Verhalten sie zu Menschen macht…“

    Autorin

    Magdalena Schrefel, geboren 1984, studierte Europäische Ethnologie in Wien und Literarisches Schreiben in Leipzig. Sie schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Erzählungen.

    Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-77310-9, E-Buch, 16 Euro

    Ergänzende Informationen zum Buch hören Sie hier ↗deutschlandfunkkultur.de

  • Wohnen: Ein Grundbedürfnis wird für immer mehr unbezahlbar

    04.04.2023/EG
    Quelle: Statistische Bundesamt, Wiesbaden

    Statistische Bundesamt: 3,1 Millionen Haushalte hatten eine Mietbelastung von 40 % und mehr

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im Jahr 2022 rund 20 Millionen Hauptmieterhaushalte in Deutschland durchschnittlich 27,8 % ihres Einkommens für Mietzahlungen ausgegeben. Rund 1,5 Millionen Haushalte mussten für das Grundbedürfnis „Wohnen“ mindestens die Hälfte ihres (Haushalts-)Einkommens ausgeben.

    Die Mitteilung lesen Sie hier ↗destatis.de.

    Zum Thema

    Deutscher Mieterbund: „Der Druck auf den Mietwohnungsmarkt steigt derzeit enorm, um knapp 6 Prozent sind die Angebotsmieten im 3. Quartal 2022 gestiegen, in manchen Regionen sogar um mehr als 10 Prozent. Dieser Trend wird sich auch in diesem Jahr weiter fortsetzen, denn die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist ungebrochen.“

    Die Mitteilung lesen Sie hier ↗mieterbund.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

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