Medium für die zweite Meinung

  • Regierungsarbeit macht es möglich: Vermögen ohne Steuerlast

    12.12.2023/EG
    Quelle: Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf

    Auch das ist ein Ergebnis von Regierungsarbeit: Studie legt mangelhafte Erfassung sowie Besteuerung von Reichtum offen

    „Milliardäre sind nur selten Unternehmer. Jede fünfte Milliardärs-Dynastie hat das Unternehmen bereits verkauft und von den restlichen Milliardärsunternehmen wird nur etwa die Hälfte noch aktiv von der Familie gemanagt. Seit 1996 hat sich der typische effektive Steuersatz auf Milliardenvermögen etwa halbiert. Nur wenigen Menschen ist das bewusst. Und Politiker fürchten sich zu unrecht vor geeigneten Maßnahmen für eine höhere Besteuerung von Superreichen.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Die Entwicklung des effektiven Steuersatzes auf die Erträge aus dem BMW-Vermögen 1996 vs. 2022 lesen Sie hier. Quelle: Netzwerk Steuergerechtigkeit.

    „Die geheime Welt der Superreichen – Das Milliardenspiel“. Journalist Jochen Breyer recherchiert in der Welt der deutschen Superreichen. Besonders interessant wird der Beitrag ab Minute 36! Das Video sehen Sie hier.

    „Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist im zweiten Quartal 2023 um 94 Milliarden Euro gestiegen und betrug zum Quartalsende 7.492 Milliarden Euro.“ Quelle: Deutsche Bundesbank. Den Bericht lesen Sie hier.

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2021, mit 10.829 Milliarden Euro (+ 19,2 % ggü. 2019) angegeben. Quelle: Deutsche Bundesbank, Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 14. Den Bericht lesen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Video-Tipp: „Zerrissene Welt – Zwischen Werten und Interessen“

    11.12.2023/EG
    Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

    Richard David Precht im Gespräch mit Politikwissenschaftler Ivan Krastev über statische Denkmuster in einer dynamischen Welt

    Den Beitrag sehen Sie hier.

  • Buchtipp: „Wirtschaftsmärchen“

    08.12.2023/EG

    Patrick Schreiner und Kai Eicker-Wolf: Wirtschaftsmärchen
    Hundertundeine Legende über Ökonomie, Arbeit und Soziales

    Sachbuch (Arbeit, Ökonomie, Politik, Steuern, Soziales)

    „»Die Löhne sind zu hoch.« »Wachstum kommt allen zugute.« »Der Sozialstaat ist unbezahlbar.« »Private Unternehmen sind effizienter als der Staat.« »Hohe Steuern bremsen die Wirtschaft.« Derlei Behauptungen machen Stimmung – für mehr Markt und weniger Politik, für mehr soziale Ungleichheit und weniger Umverteilung, für mehr Vereinzelung und weniger soziale Sicherheit. Sie sind Ausdruck eines neoliberalen Zeitgeists, der auf »unternehmerische Freiheit«, Konkurrenz, Privateigentum und »Eigenverantwortung« setzt. In diesem Buch nehmen Patrick Schreiner und Kai Eicker-Wolf 101 solcher Wirtschaftsmärchen unter die Lupe: Sie zeigen auf, weshalb diese falsch sind oder in die Irre führen; wem sie schaden und wem sie nutzen; welche Denkmuster und Annahmen hinter ihnen stehen. Und sie veranschaulichen, wie gefährliche Feindbilder geschaffen werden: das vom teuren Hängemattenstaat etwa, von halsstarrigen Gewerkschaften, von selbstsüchtigen Politikerinnen, von faulen Armen oder von wirklichkeitsfremden Sozialromantikern. Jenseits des Geflunkers streitet dieses Buch für soziale und demokratische Rechte in einer solidarischen Gesellschaft.“

    Autoren

    Patrick Schreiner, Dr. phil., *1978, ist Politikwissenschaftler. Er arbeitet als Gewerkschafter in Berlin und publiziert unter anderem zu wirtschafts- und verteilungspolitischen Themen sowie politischer Theorie.

    Kai Eicker-Wolf, Dr. phil., *1965, ist Ökonom. Er arbeitet als Gewerkschafter in Frankfurt am Main und publiziert unter anderem zu wirtschafts-, finanz- und bildungspolitischen Themen.

    Papyrossa Verlag, ISBN 978-3-89438-814-0, Buch

  • Buchtipp: „Unheilige Allianz“

    01.12.2023/EG

    Thomas Schüller: Unheilige Allianz
    Warum sich Staat und Kirche trennen müssen

    Sachbuch (Politik, Religion, Steuern)

    „Weniger als die Hälfte der Deutschen gehört noch einer der beiden Kirchen an, die aber verfügen weiterhin über enorme Privilegien. Dem Staat kommt es gelegen, wenn Diakonie und Caritas soziale Aufgaben übernehmen, und sei es auf Kosten des Arbeitsrechts. Sexuellen Missbrauch verfolgt die kirchliche Justiz genauso halbherzig wie Veruntreuung – und die weltliche Justiz schaut zu. Dabei kassieren die Kirchen jedes Jahr eine halbe Milliarde Euro staatlicher Steuergelder, weil vor 200 Jahren ihre Klöster enteignet wurden.
    Für Thomas Schüller, führender Kirchenrechtler und streitbarer Kopf, profitieren beide Seiten von dieser Komplizenschaft. Aber die Gesellschaft hat sich verändert: höchste Zeit, dass dieser unheiligen Allianz ein Ende gemacht wird.“

    Autor

    Thomas Schüller, Jahrgang 1961, studierte in Tübingen, Innsbruck und Bonn Katholische Theologie. Seit 2009 ist er Professor für kanonisches Recht an der Universität Münster. Bekannt wurde er durch seine kritischen Stellungnahmen zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche, zu den Kontroversen um den Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki sowie zu den Auseinandersetzungen über die Anliegen des sog. „Synodalen Wegs“.

    Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-29772-2, E-Buch

  • Buchtipp: „Hybris und Nemesis“

    24.11.2023/EG

    Rainer Mausfeld: Hybris und Nemesis
    Wie uns die Entzivilisierung von Macht in den Abgrund führt – Einsichten aus 5000 Jahren

    Sachbuch (Demokratie, Politik)

    „Macht drängt nach mehr Macht und Reichtum nach mehr Reichtum, eine Dynamik, die den Zusammenhalt einer Gesellschaft gefährdet und sie zu zerstören droht: Dies ist eine der frühesten Einsichten der Zivilisationsgeschichte. Macht bedarf daher stets einer robusten Einhegung. Das bedeutendste Schutzinstrument für eine Zivilisierung von Macht stellt die egalitäre Leitidee der Demokratie dar.
    Rainer Mausfeld zeigt entlang historischer Linien auf, dass der Begriff der Demokratie seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt worden ist und heute als Demokratierhetorik für Herrschaftszwecke missbraucht wird. Dadurch ist es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Entzivilisierung von Macht gekommen, deren psychische, gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen die menschliche Zivilisation insgesamt bedrohen.“

    Autor

    Rainer Mausfeld ist Professor an der Universität Kiel und hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung inne. In seinen gesellschaftspolitischen Beiträgen beschäftigt er sich mit der neoliberalen Ideologie, der Umwandlung der Demokratie in einen autoritären Sicherheitsstaat und psychologischen Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements.

    Westend Verlag, ISBN 978-3-98-791010-4, E-Buch

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