Medium für die zweite Meinung

  • Schulen – Ein Meinungsbild

    19.09.2023/EG
    Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

    ifo Bildungsbarometer 2023 spiegelt Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der 5.636 Befragten mit den Schulen

    Auszug, Seite 6: „Der Lehrkräftemangel liegt deutschlandweit auf Platz 1 der Herausforderungen für das Schulsystem: 77 % der Deutschen halten den Lehrkräftemangel für ein (sehr) ernsthaftes Problem. Dieser Anteil ist in allen Regionen sehr groß, und bei regionalen Anteilen zwischen 74 % und 82 % sind die Unterschiede nicht besonders stark ausgeprägt.“

    Die Auswertung lesen Sie hier ifo.de.

    Zum Thema

    Was kann die Einzelschule gegen Bildungsungleichheit ausrichten?

    „In den letzten Jahren steht auf der bildungspolitischen Agenda der Bundesländer und des Bundes ein die Autonomie der Einzelschule betonender Reformansatz (wieder) hoch im Kurs: Schulen in sogenannter sozial schwieriger Lage sollen ihren Unterricht, ihr Personal, ihre Abläufe und Kooperationsbeziehungen weiterentwickeln, um ihren Schüler:innen bessere Bildungschancen zu sichern. Doch inwieweit ist die Erwartung, dass die einzelne Schule ungleiche Startvoraussetzungen wirksam kompensieren kann, überhaupt realistisch? Welche Unterstützungsangebote können eine produktive Rolle spielen und woran lassen sich eigentlich Erfolge festmachen? Die Beiträge des Themenheftes nähern sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven an. Im Fokus der kritischen Auseinandersetzung steht dabei die Rolle der Schulentwicklungsforschung mit ihrem Repertoire, Entwicklungsprozesse anzuleiten und zu evaluieren. Hier hofft das Themenheft Impulse für eine Neuausrichtung von Praxis und Forschung zur Schulentwicklung zu geben.“

    Das Themenheft lesen Sie hier waxmann.com.

  • Buchtipp: „Die Konsensfabrik“

    15.09.2023/EG

    Edward S. Herman, Noam Chomsky, Uwe Krüger, Holger Pötzsch, Florian Zollmann: Die Konsensfabrik
    Die politische Ökonomie der Massenmedien

    Sachbuch (Medien)

    „Die Medien haben die Macht, einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen, der den herrschenden wirtschaftlichen und politischen Interessen folgt – und nutzen sie. Diese Einflussnahme erfolgt jedoch keinesfalls durch verschwörerische Mächte im Hintergrund, sondern durch die ökonomischen Bedingungen der Medienlandschaft, die Chomsky und Herman schonungslos analysieren. Mit „Manufacturing Consent“ legten sie ihr heute weltberühmtes Werk zur Medienkritik vor, das als der Klassiker zum Thema gilt – und nichts an Aktualität verloren hat.
    Die Autoren zeigen auf, auf welche Weise in den Medien Themen ausgewählt und besprochen werden, und machen so die Doppelmoral und die auf den Status quo ausgerichtete Voreingenommenheit sichtbar, die den Darstellungen der so viel gepriesenen „freien Presse“ zugrunde liegen.“

    Autoren

    Edward S. Herman (1925 – 2017) war ein US-amerikanischer Ökonom und Medienanalytiker sowie Professor für Finanzwissenschaft an der Wharton School of Economics der University of Pennsylvania.

    Noam Chomsky ist emeritierter Professor für Sprachwissenschaft an der University of Arizona und emeritierter Professor für Linguistik und Philosophie am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

    Uwe Krüger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig und Forschungskoordinator des dortigen Zentrums Journalismus und Demokratie.

    Holger Pötzsch ist Professor für Medien- und Dokumentationswissenschaften am Institut für Sprachen und Kultur an der UiT – The Arctic University of Norway.

    Florian Zollmann ist Leitender Dozent für Journalismus an der Newcastle University.

    Westend Verlag, 978-3-86-489895-2, E-Buch

  • Video-Tipp: „Abgesichert im Alter“

    12.09.2023/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    Dokumentation von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach über die Sicherung der Altersvorsorge in Deutschland und anderen Ländern

    „In Österreich sind die Renten doppelt so hoch wie in Deutschland. Schweden punktet mit einer Prämienrente, die am Aktienmarkt angelegt wird. In Frankreich kämpfen die Menschen um ein gerechtes Renteneintrittsalter, besonders für Geringverdiener. Die EU hat eine neue private Europarente gestartet, die in Osteuropa bereits verfügbar ist.“

    Die Dokumentation sehen Sie hier 3sat.de.

    Zum Thema

    Die durchschnittlichen Renditen langfristiger Rentensparmodelle sehen Sie hier betterfinance.eu.

  • Buchtipp: „Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft“

    08.09.2023/EG

    Stephan Anpalagan: Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft

    Sachbuch (Migration, Politik, Wahlen)

    „Sinkende Wahlbeteiligung, Kirchenaustritte, fallende TV-Quoten und Zeitungs-Auflagen: Viele Menschen fühlen sich vom Angebot, das ihnen die politische und mediale Öffentlichkeit in Deutschland macht, nicht mehr angesprochen. Zugleich erhöhen Multi-Krisen und eine immer kaputtere Daseinsvorsorge – Schienenverkehr, die Schulen, die Verwaltung – den Stress der Bürgerinnen und Bürger.
    Jetzt wird das Erbe von vier Jahrzehnten neoliberaler Fehlsteuerung des Staates als Erosion der materiellen und mentalen Infrastrukturen erkennbar. Wo Polizisten, Ärztinnen, Rettungspersonal oder Zugbegleiterinnen angegriffen werden, wirken die Rituale der Politik nur zynisch. Wenn Kinder keinen ordentlichen Unterricht mehr bekommen, …“

    Autor

    Stephan Anpalagan, geboren 1984 in Sri Lanka und aufgewachsen in Wuppertal, ist Diplom-Theologe und Autor. Nachdem er viele Jahre in der Wirtschaft als Manager tätig war, ist er nun Geschäftsführer der gemeinnützigen Strategieberatung »Demokratie in Arbeit«. In seinen Texten verhandelt er die Themen Heimat und Identität. Er ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in NRW. In dem SWR-Podcast »Gegen jede Überzeugung« diskutierte er mit Nicole Diekmann über die kontroversen Themen unserer Gesellschaft. Zudem ist er Jurymitglied des Grimme Online Awards.

    S. Fischer Verlage, 978-3-10-491711-5, E-Buch

  • Allokationsproblem: Subventionen für Plug-In-Hybride

    04.09.2023/EG
    ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim

    Ilona Tsanko, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZEW, untersuchte die Wirkung von Subventionen für Plug-In-Hybride

    Ilona Tsanko: „Die Subventionen wurden hauptsächlich für den Kauf von großen und schweren Neuwagen genutzt. Inländische Unternehmen profitierten davon besonders, denn sie konnten dadurch ihr Flottengewicht deutlich erhöhen und damit die EU-Emissionsnormen leichter erfüllen. Denn die sind gewichtsbasiert: je schwerer ein Fahrzeug, desto mehr Emissionen dürfen ausgestoßen werden.“
    Die Studie lesen Sie hier zew.de.

    Zum Thema

    Den aktuellen Subventionsbericht der Bundesregierung lesen Sie hier bundesfinanzministerium.de. Der Subventionsbericht stellt die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen für die privaten Unternehmen und Wirtschaftszweige im Zeitraum 2021 bis 2024 dar.

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