Medium für die zweite Meinung

  • Buchtipp: „FairTech“

    03.11.2023/EG

    Mina Saidze: FairTech
    Digitalisierung neu denken für eine gerechte Gesellschaft

    Sachbuch (Digitalisierung)

    „Technologie bestimmt unsere Zukunft. Doch die Digitalisierung von heute produziert Ungerechtigkeit, sie schließt systematisch große Teile der Bevölkerung aus oder benachteiligt sie. Was müssen wir tun, damit alle in unserer Gesellschaft die gleichen Chancen haben? Wie wichtig ist die Digitalisierung für unsere Jobs, und wird Künstliche Intelligenz sie gefährden oder doch vielmehr sichern? Während Technokraten über KI debattieren, bleiben soziale Aspekte auf der Strecke. Dabei geht es darum, wie unsere Welt von morgen aussieht und wer sie mitgestaltet.
    Die Tech-Expertin Mina Saidze fordert endlich FairTech von der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Eine klare Ansage von einer, die schon weiß, wohin die Reise geht.“

    Autor

    Mina Saidze ist eine mehrfach ausgezeichnete Gründerin, Datenexpertin, Publizistin und eines der bekanntesten Gesichter der Digitalszene in diesem Land. Sie wuchs als Tochter politischer Aktivisten aus Afghanistan in Hamburg auf und arbeitet im Bereich Big Data und Künstliche Intelligenz für Hightech-Startups und Konzerne.

    Quadriga Berlin Verlag, ISBN 978-3-7517-4848-3, E-Buch

  • Buchtipp: Die Erfindung der „Unterklasse“

    27.10.2023/EG

    Loïc Wacquant: Die Erfindung der „Unterklasse“
    Vom großen globalen Abkassieren

    Sachbuch (Gesellschaft, Politik, Ungleichheit)

    „In den Jahren von 1977 bis 1997 machte der Begriff „Unterklasse“ in den USA eine steile Karriere, um dann genauso schnell wieder aus der Debatte zu verschwinden. In diesem Buch zeichnet Loïc Wacquant die Entstehung und Konstruktion dieses Begriffs kritisch nach. Im Detail zeigt er, dass die Kategorie der „Unterklasse“ politisch und sozial ‘erfunden‘ wurde, um bestimmte Bevölkerungsgruppen zu stigmatisieren. So die Verantwortung für soziale Probleme auf die Betroffenen selbst abgewälzt, können strukturelle und gesellschaftliche Ursachen ignoriert werden. Das Buch ist eine profunde Kritik des Rassismus und der Armutspolitik im Neoliberalismus – und ein Beitrag zur „Politik des Wissens“ durch die Verwendung abwertender Begriffe.“

    Autor

    Loïc Wacquant ist Professor für Soziologie an der University of California in Berkeley und Forscher am Centre de sociologie européenne in Paris. Seine Bücher wurden in zwei Dutzend Sprachen übersetzt.

    Dietz Berlin Verlag, ISBN 978-3-320-02403-1, Buch

  • Buchtipp: „Wer wird Milliardär?“

    20.10.2023/EG

    Heike Buchter: Wer wird Milliardär?
    Vom großen globalen Abkassieren

    Sachbuch (Kapitalismus)

    „Unser Finanzsystem ist ihre Geldmaschine, unsere Arbeit ihr Spielball, unser Land ihr Rohstofflager, unsere Gesundheit sind ihre Patente und aus den Umweltschäden der Welt ziehen sie ihre Profite: Die Milliardäre der Welt gewinnen immer mehr Geld und immer mehr Macht.“

    Autorin

    Heike Buchter berichtet seit 2001 von der Wall Street. Als New Yorker Korrespondentin für »Die Zeit« sagte sie ihrer Redaktion Anfang 2007 die Finanzkrise voraus. Und sie war 2015 die Erste, die mit ihrem Buch »BlackRock« den größten Vermögensverwalter ins Scheinwerferlicht gerückt hat. In »Ölbeben« warnte sie 2019 vor Deutschlands Energieabhängigkeit.

    Campus Verlag, ISBN 978-3-593-45541-9, E-Buch

  • Geldvermögen privater Haushalte

    19.10.2023/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht Ende Juli 2023 rund 7,5 Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des zweiten Quartals 2023 auf 7.492 Milliarden Euro (+ 4,1 % ggü. II/2022).
    Den Bericht lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2021, mit 10.829 Milliarden Euro (+ 19,2 % ggü. 2019) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 14.

    „Während die obersten 10 % der Vermögensverteilung über den betrachteten Zeitraum mehr als 50 % des gesamten Nettovermögens der Haushalte in Deutschland hielten, entfiel auf die untere Hälfte der Vermögensverteilung mit durchschnittlich 0,6 % ein äußerst geringer Anteil.“ Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht, Juli 2022.

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen, hören Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Tafeln fordern die Abschaffung der Armut

    19.10.2023/EG
    Quelle: Tafel Deutschland, Berlin

    Laut Tafel Deutschland sind mittlerweile 16,7 Prozent der Einwohner (14,1 Millionen Menschen) in Deutschland von Armut bedroht oder betroffen

    Die Tafel Deutschland fordert von der Bundesregierung

    • armutsfeste Mindestlöhne,
    • armutsfeste Sozialleistungen,
    • armutsfeste Kindergrundsicherung,
    • armutsfeste Renten,
    • armutssichernde Arbeitsverträge (keine prekären Jobs, keine sachgrundlose Befristung),
    • die Aufwertung sozialer Arbeit,
    • die Anerkennung von Ehrenamt, Kindererziehung, Sorge-Arbeit usw. bei der Alterssicherung,
    • gesunde Lebensmittel zu bezahlbaren Preisen für alle,
    • bezahlbares Wohnen,
    • eine hochwertige und kostenfreie Ausbildung bzw. Betreuung für alle Kinder ab Kindertagesstätte bis Universität
    sowie
    • die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz, z. B. das Recht des Kindes auf Entfaltung, Entwicklung, Förderung, Schutz und angemessenen Lebensstandard.

    Die komplette Mitteilung lesen Sie hier.

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