Medium für die zweite Meinung

  • Ein Leben in Armut hat Konsequenzen – für alle

    14.11.2023/EG
    Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    WSI-Verteilungsbericht 2023: „Zu einem gesellschaftlichen Problem wird Einkommensungleichheit spätestens dann, wenn sie zu einer Entfremdung einzelner Gruppen vom demokratischen System beiträgt.“

    „Eine zentrale Rolle für die Verteilung von finanziellen Mitteln in unserer Gesellschaft spielen dabei Märkte: Die meisten Menschen finanzieren ihren Lebensunterhalt durch ihre eigene Arbeit und sind deshalb auf den Zugang zu sicherer und angemessen entlohnter Erwerbstätigkeit angewiesen. Aber auch der Kapitalmarkt hat gerade für die Einkommen sehr reicher Menschen eine zentrale Bedeutung. Die Regeln, nach denen diese Märkte funktionieren, werden von der Politik gesetzt, aber gerade auf dem Arbeitsmarkt spielt neben individuellen Qualifikationen und Eigenschaften auch eine große Rolle, inwiefern Arbeitnehmer*innen in der Lage sind, sich gewerkschaftlich zu organisieren und gemeinsam für ihre Interessen zu kämpfen…“ (Auszug, WSI-Report Nr. 90, Seite 4)
    Den Report lesen Sie hier.

  • Audio-Tipp: Kinderarbeit in den USA

    13.11.2023/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk, München

    Reportage von Arne Bartram über die Ausweitung der Ressource ‘Arbeitskraft‘ in den USA

    Der Arbeitsmarkt, ein ideologisierter Raum, in dem sich mindestens zwei Akteure, hier Arbeitsangebot (Arbeitnehmer) und Arbeitsnachfrage (Arbeitgeber), gegenseitig beeinflussen sollten. Anders in den USA: US-Unternehmen versuchen ihre betriebswirtschaftlichen Probleme mit Hilfe kostengünstigerer Kinderarbeit zu lösen. Für den nötigen rechtlichen Rahmen sorgen Akteure in den Parlamenten sowie an den Regierungsstellen.
    Die Radioreportage hören Sie hier.

  • Buchtipp: „Blut und Geld“

    David McNally: Blut und Geld
    Krieg, Sklaverei, Finanzwesen und Imperium

    Sachbuch (Kapitalismus, Politik)

    „Die meisten historischen Darstellungen über die Ursprünge des Geldes gleichen einem Märchen: Geld sei zum gegenseitigen Nutzen aller entstanden und Ergebnis von friedlichen Tauschgeschäften. Ganz anders David McNally. Er macht deutlich, wie eng verbunden die Entwicklung des Geldes mit Sklavenhandel und Krieg ist. Seine Untersuchung – gleichsam eine Geschichte des Geldes – reicht von der Antike bis zum Aufstieg des US-Dollars zur Weltwährung. Im Mittelpunkt des Buches steht die zentrale Rolle der Kriegsfinanzierung bei der Entstehung des modernen Bankwesens, eindrucksvoll vorgeführt etwa am Beispiel der ersten Jahrzehnte der Bank of England oder in einem komprimierten und faszinierenden Überblick über den US-amerikanischen Kapitalismus.“

    Autor

    David McNally, geb. 1953, lehrt Geschichte und Wirtschaft an der University of Houston.

    Dietz Berlin Verlag, ISBN 978-3-320-02399-7, Buch

  • Wohnen ist ein renditestarker Marktraum für Eigentümer

    09.11.2023/EG
    Quelle: Finanzwende Recherche, Berlin

    Bürgerbewegung „Finanzwende Recherche“ untersuchte die Geschäftspraktiken von finanzialisierten Wohnungsunternehmen in Deutschland und deren Auswirkungen auf den Mietmarkt

    „Aktionärsinteressen und eine kurzfristige, hohe Rendite sind wegweisend. Die Analyse zeigt: Diese Ausrichtung hat Konsequenzen für die Bewirtschaftung der gekauften Wohnungen. Die Mieterinnen werden oft schlecht betreut und bekommen statt notwendiger Instandhaltung oft nur teure Modernisierungen, die auf die Miete umgelegt werden. Insourcing von Handwerks- und Modernisierungsmaßnahmen ermöglicht maximale Gewinnsteigerung. Zudem sitzen sie oft in Schattenfinanzzentren wie Luxemburg, um Steuern in Deutschland zu vermeiden. Die Konsequenz dieser Geschäftspraktiken: eine besonders hohe Abschöpfungsquote. Durchschnittlich 41 Prozent der Miete ging 2021 als Gewinn an die Aktionärinnen der untersuchten Unternehmen. Der Mietmarkt in den betroffenen Regionen erfährt derweil steigende Mieten und Wohnungsknappheit sowie eine Machtkonzentration der finanzialisierten Unternehmen“. (Auszug von Seite 3 und 4)
    Die Studie lesen Sie hier.

  • Audio-Tipp: Rendite mit Grund und Boden

    03.11.2023/EG
    Quelle: Körber-Stiftung, Hamburg

    Körber-Stiftung Podcast „Gesellschaft besser machen“ mit Titus Bahner über ein Zukunftsmodell für nachhaltige Landwirtschaft

    „Mit der Genossenschaft eine neue Allmende. Titus Bahner, 62 ist der Überzeugung, dass fruchtbarer Grund und Boden kein Geldanlageobjekt für Rendite sein sollte. Um der zunehmenden Spekulation zu begegnen und landwirtschaftliche Flächen für zukünftige Generationen zu erhalten, entwickelte der Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler ein Zukunftsmodell auf der Basis des gemeinschaftlichen Grundeigentums, die „Allmende 2.0“. Die dafür gegründete Kulturland-Genossenschaft kauft mit den Anteilen ihrer Mitglieder Äcker, Weiden und Wald und stellt die Flächen unbefristet und unkündbar regional eingebundenen Bauernhöfen und Neugründer:innen zur Verfügung, die ökologisch wirtschaften.“

    Den Beitrag hören Sie hier.

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