Medium für die zweite Meinung

  • Rente: Daten zur privaten Altersvorsorge

    19.03.2018/EG

    Riester-Verträge: Jeder fünfte Riester-Vertrag ist ruhend gestellt – Bundesregierung hält 10 % Verwaltungskosten „für angemessen und sachgerecht“ (die gesetzliche Rentenversicherung verursacht etwa 1,5 % Verwaltungskosten)

    Rund 3,3 von 16,5 Millionen Riester-Verträgen (Stand: September 2017) sind, nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen, ruhend gestellt. markus-kurth.de

    Zum Thema

    Holger Balodis, Autor, über die “Vorsorgelüge“ ↗ardmediathek.de (Video 44 Minuten).

    Walter Riester zum “Erfolgsmodell Riester-Rente“ ↗walterriester.de.

    Walter Riester Tätigkeiten – neben dem Bundestagsmandat welt.de.

    Die Private Altersvorsorge im Rückblick – mit Max Uthoff, Claus von Wagner, Jochen Busse, Christoph Sieber, Timo Wopp und Norbert Blüm (Die Anstalt) youtube.com

  • Medien: Um Syrien wird auch in den Nachrichten gekämpft

    16.03.2018/EG aus dem Medium INFOSPERBER, Spiegel bei Bern

    Helmut Scheben, Autor, über die allgegenwärtigen Manipulationen in den Nachrichten und einer vernachlässigten Darstellung der Verhältnisse in und um Syrien

    „Zum syrischen Volk gehörten auch diejenigen syrischen Polizisten, Soldaten, Gemeindevorsteher und viele andere, die als «Sympathisanten des Regimes» im Frühjahr und Sommer 2011 umgebracht wurden.

    Westliche Medien hatten damals fast ausschließlich über «friedliche Demonstranten» der Opposition berichtet. Dass «Assad-Sympathisanten» mit vorgehaltener Maschinenpistole aus den Häusern geholt und erschossen wurden, ist in Bild und Ton in zahlreichen Fällen dokumentiert. Ebenso das Erstürmen und Niederbrennen von staatlichen Einrichtungen und die Ermordung des Personals.

    Die Darstellung, friedliche Demonstranten hätten sich 2011 innert kurzer Zeit in hunderte von bewaffneten Milizengruppen verwandelt, ist unglaubwürdig, wurde und wird aber von großen Medien kaum hinterfragt. Sie gehört seit Kriegsbeginn in Syrien zum Repertoire westlicher Regierungssprecher und Medien.“ infosperber.ch

    Zum Thema

    Jens Berger, Redakteur NDS, zu den ‘objektiven‘ Informationen im Fall Skripal bei der Tagesschau nachdenkseiten.de.

  • Sozialstaat stärkt Standortqualität

    16.03.2018/EG aus dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien

    Wirtschaftswissenschaftler des WIFO untersuchten dein Einfluss sozialstaatlicher Regulierungen auf die standortgebundenen Ressourcen – in Österreich

    „Mit der Globalisierung der Produktion, die neben der Finanzsphäre auch realwirtschaftlich über den Waren- und Dienstleistungsaustausch hinausgeht, stellen für die Standortqualität sowohl die qualitativen, innovativen und ökologischen Potentiale einer Volkswirtschaft als auch die sozialen Beziehungen (z. B. die Arbeitsbeziehungen) und die Lebensqualität Kriterien dar, welche die Entscheidungen über Investitionen, Produktionsstandorte, Forschungs- und Managementzentralen von Unternehmen beeinflussen.“

    Im Ergebnis weisen die Wirtschaftswissenschaftler in ihrer Studie darauf hin, dass investive Sozialausgaben und Umverteilung (Teilhabe der Bevölkerung an ökonomischen und sozialen Ressourcen) die Standortqualität langfristig fördern. wifo.ac.at

  • Oliver Nachtwey: Die Abstiegsgesellschaft

    16.03.2018/EG

    Oliver Nachtwey: Die Abstiegsgesellschaft

    Sachbuch (Arbeitswelt, Gesellschaft, Politik, Ungleichheit)

    Die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war eines der zentralen Versprechen der »alten« BRD – und tatsächlich wurde es meistens eingelöst: Aus dem Käfer wurde ein Audi, aus Facharbeiterkindern Akademiker. Mittlerweile ist der gesellschaftliche Fahrstuhl stecken geblieben: Uniabschlüsse bedeuten nicht mehr automatisch Status und Sicherheit, Arbeitnehmer bekommen immer weniger ab vom großen Kuchen. Oliver Nachtwey analysiert die Ursachen dieses Bruchs und befasst sich mit dem Konfliktpotenzial, das dadurch entsteht: Selbst wenn Deutschland bislang relativ glimpflich durch die Krise gekommen sein mag, könnten auch hierzulande bald soziale Auseinandersetzungen auf uns zukommen, die heute bereits die Gesellschaften Südeuropas erschüttern. (mehr …)

  • Entwicklungsländer verschulden sich immer höher

    15.03.2018/EG aus dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR, Aachen

    Schuldenreport 2018: Seit Beginn der Finanzkrise 2008 hat sich die Gesamtverschuldung aller untersuchten 141 Niedrig- und Mitteleinkommensländer auf 6,9 Billionen US-Dollar fast verdoppelt – Privatkapitalinvestitionen verstärken die Verschuldung

    Von den 141 untersuchten Ländern sind 119 Länder kritisch verschuldet. Bei 87 Ländern hat sich die Verschuldungssituation weiter verschlechtert und 13 Länder stellten ihre Rückzahlungen teilweise oder ganz ein.

    Eine kritische bis sehr kritische Verschuldungssituation und einen Trend zur Verschlechterung weisen folgende Länder auf:

    • Europa / GUS: Albanien, Armenien, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Montenegro, Türkei, Ukraine, Weißrussland
    • Subsahara-Afrika: Angola, Äthiopien, Burundi, Eritrea, Gambia, Ghana, Kap Verde, Mauretanien, Mosambik, Republik Kongo
    • Lateinamerika / Karibik: Argentinien, Barbados, Belize, Brasilien, Kolumbien, Nicaragua, Panama, Surinam, Uruguay
    • Asien / Pazifik: Bhutan, Laos, Mauritius, Mongolei, Papua-Neuguinea, Pakistan, Sri Lanka
    • Nordafrika / Nahost: Ägypten, Jemen, Jordanien, Libanon, Tunesien

    13 Länder sind aktuell ganz oder teilweise im Zahlungsverzug:

    Sieben von ihnen haben ihre Zahlungen bereits vor 2015 eingestellt: Eritrea, Kuba, Nordkorea, Simbabwe, Somalia, Sudan und Syrien.

    Sechs Länder zahlen seit 2015 nicht mehr vollständig: Angola, der Südsudan, der Tschad und Venezuela sind vor allem infolge des Ölpreisverfalls zahlungsunfähig. Die mosambikanische Regierung versteckte Schulden vor der Öffentlichkeit. Seit der Aufdeckung des Skandals werden diese Kredite nicht mehr bedient. Der Jemen ist aufgrund des Bürgerkriegs in Zahlungsschwierigkeiten.

    Fünf Länder haben zwischen 2015 und 2017 ihre Zahlungen zwischenzeitlich eingestellt, bedienen mittlerweile ihre Schulden aber wieder: Belize, El Salvador, Gambia und die Republik Kongo konnten durch Kredite des Internationalen Währungsfonds oder interne Umschichtungen ihre ausgefallenen Zahlungen an die ausländischen Gläubiger nachholen. Hinzu kommt Grenada, das sich mittlerweile mit seinen Gläubigern auf eine Umschuldung einigen konnte.“

    Den kompletten Schuldenreport 2018 und das Engagement der Bundesregierung lesen Sie hier ↗misereor.de.

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