Medium für die zweite Meinung

  • Sozialhilfe für rund 8 Mio. Menschen

    28.03.2018/EG aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen, Duisburg

    Abhängigkeit der deutschen Bevölkerung sinkt seit 2007 – gegenläufiger Trend bei der ausländischen Bevölkerung

    „Im Jahr 2016 mussten rund 7,9 Mio. Personen, das sind 9,5 % der Gesamtbevölkerung in Deutschland, Geldleistungen der Grundsicherung/Mindestsicherung in Anspruch nehmen: Bei etwa jedem 10. Einwohner lag demnach das Einkommen – dazu zählen das Erwerbseinkommen und/oder Sozialeinkommen sowie private Unterhaltsleistungen – noch unterhalb des sozialkulturellen Existenzminimums und wurde aufgestockt.“ ↗sozialpolitik-aktuell.de

    *Sozialleistung für Menschen, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten können.

  • Sozialbeiträge: Aufkommen aktuell bei 531 Mrd. Euro

    28.03.2018/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    15,6 % des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland sind Sozialbeiträge

    „Sozialbeiträge sind in Deutschland ein eigenes Abgabensystem neben dem Steuersystem, das weite Bereiche der sozialen Sicherung finanziert. Die Sozialversicherung besteht derzeit aus Beiträgen zur

    • gesetzlichen Krankenversicherung
    • gesetzlichen Unfallversicherung
    • gesetzlichen Rentenversicherung
    • Pflegeversicherung und
    • Arbeitslosenversicherung.

    Sie erzielen derzeit ein Aufkommen von etwa 531 Milliarden Euro im Jahr, das entspricht 15,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der volle Beitragssatz liegt 2018 bei fast 40 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte hiervon wird bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vom Bruttolohn abgezogen. Ferner sind einzelne Berufsgruppen der Selbstständigen mit ihren Gewinnen sozialbeitragspflichtig. Rentnerinnen und Rentner zahlen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Renten, soweit sie nicht privat versichert sind. Nicht beitragspflichtig sind Vermögenseinkommen oder sonstige Sozialtransfers.“ diw.de

    Zum Thema

    Beitragsentwicklung 1970 bis 2018 ↗sozialpolitik-aktuell.de

  • Video-Tipp: Spiel ohne Grenzen

    27.03.2018/EG

    Die Story im Ersten: Spiel ohne Grenzen – eine Dokumentation über den von wirtschaftlich starken Ländern geforderten uneingeschränkten Marktzugang, den Freihandel

    Einen wirklich freien Handel hat es nie gegeben. Sogenannte ‘Freihandelsabkommen‘ werden immer dann gefordert, wenn er zum eigenen Vorteil genutzt werden kann. Drohende Nachteile für die eigene Wirtschaft werden mit (Straf-)Zöllen belegt. Die ARD-Dokumentation zeigt, wie im Welthandel getrickst, getäuscht und gedroht wird. ↗ardmediathek.de

  • Pflege-Notstand: Ein Ergebnis regierungspolitischer Fehlleistungen

    26.03.2018/EG

    Immer mehr hilfsbedürftige alte Menschen werden von immer weniger und zunehmend überforderten Pflegern ‘versorgt‘ / Ökonomisierungseffekte verschärfen Pflege-Notstand

    Immer mehr Menschen in Deutschland werden älter und pflegebedürftig. Für (Kapital-)Investoren ein organisch wachsender und somit renditeversprechender Markt. Für Bundesregierungen eine haushaltspolitische Kostenmasse mit einer dynamischen Komponente.

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler, im Interview bei ‘3sat‘: „Wenn man es zulässt, mit alten Menschen auch Gewinne zu erwirtschaften – so wie mit einer Autofabrik – dann muss man sich auch nicht wundern, über die Ökonomisierungseffekte, die in der Autofabrik vielleicht ganz gut gehen (Produktivitätssteigerung, Rationalisierung), die aber im Altenheim dazu führen, dass wir das bekommen, was wir dann als Pflegemissstände in der Versorgung beklagen müssen.“ ↗3sat.de

    Video (29 Minuten) von ‘3sat makro‘ zum “Pflegedilemma“ ↗3sat.de.

    Zum Betrieb einer Pflegeeinrichtung werden rund 74 Prozent der (Betriebs-)Kosten für die Mitarbeiter aufgewendet, davon 57 Prozent alleine für die Pflege- und Betreuungskräfte. bwkg.de

  • Mindestlohn 2016: Verstöße kosten Beschäftigten und Sozialkassen rund 10 Mrd. Euro

    23.03.2018/EG aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    WSI-Studie: Weit verbreitete Mindestlohn-Umgehungen schädigten im Jahr 2016 rund 2,2 Mio. Arbeitnehmer um rund 250 Euro monatlich und die Sozialversicherungen um rund 2,8 Mrd. Euro

    „Im Jahr 2016, dem aktuellsten, für das aussagekräftige Daten vorliegen, summierten sich Lohnausfälle und Mindereinnahmen der Sozialversicherung durch Verstöße gegen den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn auf rund 7,6 Milliarden Euro. Rechnet man auch noch Umgehungen von allgemeinverbindlichen Branchenmindestlöhnen hinzu, die es zum Beispiel am Bau oder in der Altenpflege gibt, ergibt sich für 2016 sogar eine Gesamtsumme von rund 9,9 Milliarden Euro, die Arbeitgeber durch Umgehungen von Mindestlöhnen Arbeitnehmern und Sozialversicherungen vorenthalten haben.“ ↗boeckler.de

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