Medium für die zweite Meinung

  • Video-Tipp: „Wert der Arbeit“

    18.06.2020/EG
    Quelle: Gemeinschaftssender 3sat, Mainz

    TV-Format „makro“ mit einem Beitrag über den realen Wert systemrelevanter Leistung

    Die Erinnerung an die „Helden des Alltags“ verblasst. Die Zeit ist gekommen, um nach der bleibenden Wertschätzung für die Arbeitnehmer zu fragen. Wie nachhaltig ist der Applaus? ↗3sat.de

    Zum Thema

    Neben der bezahlten (Erwerbs-)Arbeit gibt es Tätigkeiten, die unbezahlt bleiben: Haus- und Fürsorgearbeiten. In der Studie „Wer leistet unbezahlte Arbeit?“ lesen Sie dazu mehr boeckler.de.

  • Leben auf Grundsicherungsniveau

    15.06.2020/EG
    Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), Nürnberg

    IAB-Wissenschaftler Sebastian Bähr, Corinna Frodermann, Jens Stegmaier, Nils Teichler und Mark Trappmann untersuchten die Lebensverhältnisse von Menschen in der Grundsicherung

    „Neben den direkten gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen werden auch die sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie unsere Gesellschaft längere Zeit beschäftigen. Auch die sozialen Folgen zunehmender Arbeitslosigkeit sind noch nicht absehbar. Dies wiederum wird stark vom Ausmaß und der Dauer der verhängten Kontaktbeschränkungen abhängen.
    Für Haushalte in der Grundsicherung waren die Folgen der Krise schon bislang besonders schwer zu bewältigen. Zum einen sind sie häufiger alleinlebend oder alleinerziehend, wodurch das Risiko sozialer Isolation steigt. Zum anderen fehlen ihnen häufiger andere wichtige Ressourcen für den Umgang mit der Krise. So besitzen sie seltener einen Computer mit Internetanschluss oder ein Auto, leben häufiger in beengten Wohnverhältnissen und bewerten auch ihre Wohnumgebung schlechter als Menschen, die nicht auf die Grundsicherung angewiesen sind.
    Die Corona-Krise trifft also die ökonomisch ohnehin schwächeren Gruppen in besonderer Weise. Das kann langfristig auch mit gesamtgesellschaftlich problematischen Folgen verbunden sein. Der Sozialforschung kommt die Aufgabe zu, möglichst frühzeitig Daten zu den sozialen Folgen der Corona-Krise und damit empirische Entscheidungshilfen für die Politik bereitzustellen.“ ↗iab-forum.de

  • Ein politisches Angebot

    15.06.2020/EG
    Quelle: Forschungs- und Dokumentationsstelle zur Analyse politischer und religiöser Extremismen in Niedersachsen (FoDEX) am Göttinger Institut für Demokratieforschung der Georg-August-Universität, Göttingen

    FoDEX-Forscher untersuchten das gesellschaftspolitische Potenzial der AfD und ihrer Wählerschaft in Niedersachsen

    Ergebnisse:

    „1. Es gibt nicht den AfD-Wähler, zumindest gibt es in Niedersachsen kaum Anzeichen dafür, dass sich die AfD-Wählerschaft hinsichtlich der Sozialstruktur und der politischen Einstellungen besonders von anderen Partei-Wählern unterscheidet.

    2. Da die Unterschiede zwischen den AfD-Wählern und anderen Wählern in vielen Punkten keineswegs so groß sind, wie oftmals suggeriert wird, gehen wir davon aus, dass die AfD-Unterstützung vorrangig aus soziokulturellen, mentalen und habituellen Motiven resultiert.

    3. Die AfD findet in allen gesellschaftlichen Gruppen und in allen Gebieten von Niedersachsen Zuspruch…“ fodex-online.de.

  • Bankgeschäfte: Wer versorgt hier wen mit Geld?

    12.06.2020/EG
    Quelle: Ökonomenstimme, Zürich

    Ernst Mönnich, em. Wirtschaftswissenschaftler an der Hochschule Bremen, über die fragwürdige Systemrelevanz von Banken

    „Zahlreiche Unternehmen sind durch Umsatzeinbrüche in einer Liquiditätskrise. Helfen können wohl allein der Staat mit seiner KfW-Bank und die Förderinstitute der Länder. Wie ist dieses möglich, wenn doch die Europäische Zentralbank (EZB) alle Banken seit der Krise 2008 mit unbegrenzter Liquidität versorgt? Ausdrückliche Begründung: Versorgung der Unternehmen mit Krediten zur Belebung der Wirtschaft. Zunächst wurde die aktuelle Kreditbazooka der deutschen Bundesregierung mit der Vorstellung avisiert, 10-20% des Kreditrisikos sollten die jeweiligen Hausbanken tragen. Eine Bonitätsprüfung hätte bis zur Insolvenz der Firmen gedauert. Auf Druck von Unternehmen und Banken wurde das Programm weitgehend auf 100%iges Staatsrisiko umgestellt. Die Mehrung virtuellen Geldes erfolgt weitgehend durch die EZB. Damit gibt es kaum noch Begründungen für ein System unabhängiger Privatbanken.“ ↗oekonomenstimme.org

    Zum Thema

    „Nullzinsen, Internet-Konkurrenz, Innovationsdruck und ein rasanter Wertewandel bei den Kunden belasten viele etablierte Finanzinstitute. Es vergeht keine Woche, in der nicht neue FinTech-Firmen und alternative Finanz-Geschäftsmodelle aus dem Boden schießen. (…) Auch Unternehmen wie Google, Amazon oder Apple greifen den herkömmlichen Finanzmarkt an, indem sie Finanzprodukte auf den Markt bringen, die bislang Banken vorbehalten waren.“ ↗kpmg.de

  • Buchtipp: Die Zukunft nach Corona

    12.06.2020/EG

    Matthias Horx: Die Zukunft nach Corona.
    Wie eine Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert.

    Sachbuch (Covid, Gesellschaft, Krise, Ökonomie, Politik, Wandel)

    „Krisen verändern die Welt. Unsere Vorfahren haben sich stets auf neue Umwelten, andere Bedingungen eingestellt. Deshalb hat unsere Spezies den Planeten erobert. Jetzt erfahren wir selbst eine Krise, die alles erschüttert und mitten in unser Leben eingreift. Das Virus verändert unseren Alltag, unsere Kommunikationsformen, die Art, wie wir arbeiten, fühlen und denken. Die Krise fungiert auch wie ein großer Spiegel, in dem wir uns selbst erkennen. (mehr …)

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