Subventionspolitik: Mit Geld die Trockenheit ‘verwässern‘

25.08.2018/EG aus dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim

Friedrich Heinemann, Wirtschaftswissenschaftler: „Das falsche Signal der Dürrehilfen ist, dass Gewinne in guten Jahren von den Betrieben internalisiert, Verluste in schlechten Jahren aber sozialisiert werden.“

„Die zusätzlichen Subventionen für Landwirte in Deutschland sind falsch. Jahr für Jahr erhält die deutsche Landwirtschaft bereits aus dem EU-Haushalt gut fünf Milliarden Euro als Pauschalzahlung, die nicht mit nennenswerten Gegenleistungen verbunden ist. Dies sollte mehr als ausreichend sein, um Ernteschwankungen abzufedern. Die hohe Subventionierung des Sektors über Jahrzehnte hat jedoch eine Anspruchshaltung hervorgebracht, die einzigartig ist.“ zew.de

Zum Thema

Die Förderprogramme in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft lesen Sie hier stmelf.bayern.de.

Den Erntebericht 2018 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) lesen Sie hier bmel.de

Das aktuelle Hilfsprogramm für die von der Dürre betroffenen Landwirte lesen Sie hier bundesregierung.de.
„Um Hilfen zu erhalten, müssen Betriebe die beiden Kriterien „Betroffenheit“ und „Bedürftigkeit“ erfüllen, betonte die Bundeslandwirtschaftsministerin in einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Kabinetts. Betroffenheit liegt dann vor, wenn der Ertragsrückgang bei mindestens 30 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren liegt. Bedürftigkeit liegt vor, wenn sich die Betriebe in einer existenzbedrohenden Lage befinden. Diese muss durch eine Bedürftigkeitsprüfung nachgewiesen werden.“

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