Medium für die zweite Meinung

  • Rente: Ruhestand oder Tort(o)urphase

    24.01.2022/EG
    Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

    Rentenversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung

    Im Jahr 2020 bezogen 14,3 Millionen Menschen Renten wegen Alters. Für sechs Millionen Menschen, 42,2 Prozent aller Altersrentner in Deutschland, blieb die monatliche Rente unter 900 Euro. Ergänzende Daten lesen Sie im Rentenversicherungsbericht 2021 auf Seite 99, Anhang „Übersicht 8“.

    Zum Thema

    Gemäß Mikrozensus (Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung in Deutschland) lag die Armutsrisikoschwelle im Jahr 2020 bei 1.126 Euro. portal-sozialpolitik.de

    Tafel 2019: „Besonders bei Senioren, die Rente oder Grundsicherung im Alter beziehen, ist der Anstieg mit 20 Prozent dramatisch. Niedrige Renten sind damit nach Langzeitarbeitslosigkeit der zweithäufigste Grund eine Tafel aufzusuchen.“ tafel.de

  • Römisch-Katholisches System schützt Schwache nicht?

    21.01.2022/EG
    Quelle: Westpfahl Spilker Wastl, München

    Das Gutachten „Sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker sowie hauptamtlich Bediensteter im Bereich der Erzdiözese München und Freising von 1945 – 2019“ im Auftrag der Erzdiözese München und Freising:

    Auszug, Seite 14: „Den verfehlten Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs haben verschiedene systemische Defizite begünstigt, wenn nicht erst sogar ermöglicht.
    Zu nennen ist hier zunächst der Klerikalismus, der zumindest einen adäquaten Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs verhindert hat. Eng verbunden damit ist die systemisch bedingte Angst und Hilflosigkeit im Umgang mit die Institution Kirche betreffenden Skandalen, die zu einem geradezu paranoiden Verhalten im Hinblick auf die eigentlich gebotene Transparenz im Interesse des aus subjektiver Sicht über allem stehenden – vermeintlichen – Schutzes der Institution führt…“

    Das Gutachten lesen Sie hier westpfahl-spilker.de.

    Zum Thema

    Unabhängige Ansprechpersonen für die Prüfung von Verdachtsfällen finden Sie hier ↗erzbistum-muenchen.de.

    Im Jahr 2019 unterstützte der Freistaat Bayern die evangelische Kirche in Höhe von 24,8 Millionen Euro und die katholische Kirche in Höhe von 74,3 Millionen Euro. humanistische-union.de

    Einen Beitrag im Deutschlandfunk hören und lesen Sie hier deutschlandfunk.de.

  • Buchtipp: Grundsicherung weiterdenken

    21.01.2022/EG

    Florian Blank / Claus Schäfer / Dorothee Spannagel (Hg.): Grundsicherung weiterdenken

    Sachbuch (Einkommen, Sozialhilfe)

    „An der Grundsicherung wird viel Kritik geübt, speziell an »Hartz IV«. Die Beiträger*innen zeigen Perspektiven auf, wie die Grundsicherung weitergedacht werden kann: Das bedeutet, bisherige Grundsicherungsleistungen zu analysieren, zu kritisieren und fortzuentwickeln, auch über den Rahmen des Sozialgesetzbuches hinaus – zu einer erweiterten Grundsicherung für das 21. Jahrhundert. Diskutiert wird dabei, welche Infrastrukturen und Angebote über Einkommenstransfers hinaus für eine Grundversorgung der Bevölkerung und eine inklusive Gesellschaft notwendig sind. Zugleich nimmt der Band die Grundsicherung auf europäischer Ebene in den Blick.“

    Autoren

    15 Wissenschaftler der Fachgebiete Bildungs-, Gesundheits-, Rechts-, Sozial-, Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften.

    Transcript Verlag, ISBN: 978-3-8394-5594-4, PDF, 00 Euro

  • COVID-19: Investition in Aufklärung und Motivation

    18.01.2022/EG
    Quelle: Bundestag, Berlin

    Für die Impfkampagne 2021 tätigte die (alte) Bundesregierung Ausgaben in Höhe von 286 Millionen Euro

    „Für die Informations- und Aufklärungsarbeit zur Bekämpfung des Coronavirus und für die Corona-Schutzimpfung standen im Haushaltsjahr 2021 Mittel in Höhe von 295.361.640,00 Euro (295.000.000,00 Euro im Einzelplan 15 sowie 361.640,00 Euro im Einzelplan 04) zur Verfügung. Die Gesamtsumme der geleisteten Ausgaben beträgt 286.096.965,93 Euro (Stand: 31. Dezember 2021). Diese Ausgaben beinhalten nicht nur die Kommunikation zur Corona-Schutzimpfung, sondern auch die allgemeinen Informationen zum Coronavirus (z. B. zur Delta-Variante, zu den Corona-Tests – Selbsttest, Antigen-Test und PCR-Test – sowie zu den Corona-Regelungen, z. B. Regelungen für Reiserückkehrer)…“
    Die Drucksache lesen Sie hier bundestag.de.

    Zum Thema

    Eine Übersicht zum Infektionsgeschehen sehen Sie hier experience.arcgis.com.
    Die Situationsberichte sehen Sie hier rki.de.
    Die Krankenhausbelastung sehen Sie hier intensivregister.de.

  • Geldvermögen privater Haushalte erreicht 7,4 Billionen Euro

    15.01.2022/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt im dritten Quartal 2021 auf 7.399 Milliarden Euro, eine Vermehrung in Höhe 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im dritten Quartal 2021, auf 7,4 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 630 Milliarden Euro bzw. 9,3 Prozent. bundesbank.de

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.

    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2020 über 9,4 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

    Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
    „Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

    Eine Dokumentation über „Die zerrissene Gesellschaft“ in Deutschland, nicht erst seit bzw. durch die Corona-Pandemie, sehen Sie hier 3sat.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

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