Medium für die zweite Meinung

  • Deutsche sterben früher!

    23.05.2024/EG
    Quelle: Springer Nature Switzerland AG, Cham

    Forscher des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und Max-Planck-Instituts für demografische Forschung untersuchten die Lebenserwartung in Westeuropa

    Ergebnisse: „Deutschland weist im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern eine erhöhte Sterblichkeit in den mittleren und hohen Altersgruppen auf. Dabei ist Deutschlands Rückstand in der Lebenserwartung zum Durchschnitt der anderen westeuropäischen Länder gerade in den letzten 20 Jahren noch einmal angewachsen. Lag Deutschland im Jahr 2000 bei den Männern 0,73 Jahre und bei Frauen 0,74 Jahre zurück, waren es 2019 bereits 1,43 bzw. 1,34 Jahre. Dies erklärt sich überwiegend durch Sterblichkeit an nichtübertragbaren Krankheiten.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Regionale Unterschiede und Trends in gesunder Lebenserwartung in Deutschland lesen Sie hier.

    Daten zur durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland lesen Sie hier.

    2010 bis 2013 erkrankten in den sozioökonomisch schwächsten Regionen in Deutschland 7,3 Prozent mehr Männer an Krebs als in den wohlhabenden Gegenden. Die Untersuchungsergebnisse lesen Sie hier.

    DIW-Forscher untersuchten die Unterschiede in der Lebenserwartung nach Einkommen. Fazit: „Im obersten Lohndezil ist die Lebenserwartung höher als im untersten; Unterschied steigt über die Geburtsjahrgänge von vier auf sieben Jahre.“ Die Studie lesen Sie hier.

    Personen mit geringen Einkommen werden häufiger und früher pflegebedürftig als Besserverdienende. Die Studie lesen Sie hier.

  • Das passende Krankenhaus

    18.05.2024/EG
    Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Berlin

    Patienten sollen sich besser informieren können / BMG veröffentlicht interaktiven Bundes-Klinik-Atlas

    Das Bundesministerium für Gesundheit verspricht den Nutzern des Bundes-Klinik-Atlas schnell und verständlich zu erfahren, welche Klinik welche Leistung mit welcher Qualität anbietet. Dafür werden die am Krankenhausstandort erbrachten Fallzahlen und die Personalausstattung in eine Relation zu denen der anderen Krankenhausstandorte in Deutschland gesetzt und in Korridoren von je 20 Prozent dargestellt. Weiterhin soll der Bundes-Klinik-Atlas kontinuierlich weiterentwickelt und aktualisiert werden. So sind für das laufende Jahr noch zwei weitere Updates geplant: Ergänzt werden sollen u. a. Qualitätsdaten zu den Komplikationsraten von Eingriffen sowie die Zuordnung der Krankenhäuser in Level und Leistungsgruppen.
    Den Bundes-Klinik-Atlas sehen Sie hier.

  • 1.044. Sitzung des Bundesrates

    18.05.2024/EG
    Quelle: Bundesrat, Berlin

    Ausgewählte Beschlüsse der Länderkammer vom 17. Mai 2024:

    TOP 2: Selbstbestimmung
    Das Gesetz zur Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag hat den Bundesrat passiert.
    Das Gesetz vereinfacht es transgeschlechtlichen, intergeschlechtlichen und nichtbinären Menschen, ihren Geschlechtseintrag im Personenstandsregister und ihre Vornamen ändern zu lassen.
    Das Gesetz tritt am 01. November 2024 in Kraft.
    Den Gesetzentwurf lesen Sie hier. Den Beschluss lesen Sie hier.

    TOP 4: Ehe- und Geburtsnamen
    Der Bundesrat billigte das neue Namensrecht.
    Nachdem das Gesetz den Bundesrat passiert hat, kann es nun verkündet werden. Es tritt allerdings erst zum 1. Mai 2025 in Kraft.
    Den Gesetzentwurf lesen Sie hier.

    TOP 5: Unzulässige Interessenwahrnehmung
    Die Änderung des Strafgesetzbuches, den eingefügten Straftatbestand der unzulässigen Interessenwahrnehmung, passierte den Bundesrat. Damit können Mandatsträger bestraft werden, die für Handlungen, die sie während des Mandates vornehmen, eine ungerechtfertigte finanzielle Gegenleistung fordern, sich versprechen lassen oder annehmen. Anbieter, die in diesem Szenario die finanzielle Gegenleistung anbieten, versprechen oder gewähren, können ebenfalls bestraft werden. Als Mandatsträger gelten hier Mitglieder einer Volksvertretung des Bundes oder der Länder, Mitglieder des Europäischen Parlaments und Mitglieder der parlamentarischen Versammlung einer internationalen Organisation.
    Das Gesetz kann nun ausgefertigt und verkündet werden und tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
    Den Gesetzentwurf lesen Sie hier.
    Zum Thema:
    Den von der NRO LobbyControl erarbeiteten Lobbyreport 2024 lesen Sie hier.

    TOP 12: Kindertagesstätten-Gesetz
    Der Bundesrat fordert in seiner am 17. Mai geforderten Entschließung den Bundestag auf, sich auch über das Jahr 2024 hinaus an der Finanzierung der zwischen Bund und Ländern vereinbarten Maßnahmen zur Verbesserung der Kita-Qualität zu beteiligen.
    Die Entschließung wird der Bundesregierung zugeleitet. Diese entscheidet, wann sie sich mit den Länderforderungen befasst. Feste Fristvorgaben gibt es hierfür nicht.
    Den Beschluss lesen Sie hier.

    Die vollständige Tagesordnung lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Umverteilung des Reichtums“

    17.05.2024/EG

    Christoph Butterwegge: Umverteilung des Reichtums

    Sachbuch (Armut, Einkommen, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    „Warum nimmt die soziale Ungleichheit seit Jahren zu? Welche Rolle spielen dabei Wirtschaftsstrukturen, Eigentumsverhältnisse und Verteilungsmechanismen? Mit welchen Narrativen werden die beträchtlichen Einkommens- und Vermögensunterschiede gerechtfertigt? Christoph Butterwegge beleuchtet die Politik unterschiedlicher Bundesregierungen und fragt, weshalb sich die Kluft zwischen Arm und Reich nach der „Zeitenwende“ und zusätzlichen Rüstungsanstrengungen weiter vertieft. Er nimmt den Niedriglohnsektor, den »Um-« bzw. Abbau des Sozialstaates sowie die Steuerentlastungen für Wohlhabende in den Blick. Wie lässt sich die Entwicklung aufhalten und verhindern, dass die Reichen noch reicher und die Armen noch zahlreicher werden?“

    Autor

    Christoph Butterwegge, Prof. Dr., lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und kandidierte 2017 für das Amt des Bundespräsidenten.

    PapyRossa Verlag, ISBN 978-3-89438-831-7, Buch

  • Videotipp: „Die Rente ist sicher“

    15.05.2024/EG
    Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

    Kabarettsendung „Die Anstalt“ thematisiert den politischen Willen zur Altersversorgung in Deutschland

    Die Sendung sehen Sie hier.

    Zum Thema

    „Die notwendige Bekämpfung der außerordentlich schnell und ungebremst steigenden Altersarmut in Deutschland verlangt eine umfassende Agenda zur Reform der Alterssicherung, die von der Reform der Rentenversicherung u.a. mit dem Ziel der Armutsvermeidung langjährig Versicherter über eine Reform der Altersgrundsicherung bis hin zur Vollversicherung in einem Pflegesystem reicht, in dem mittlerweile jeder dritte Bewohner eines Pflegeheimes in die Sozialhilfe fällt, weil die erforderlichen Eigenleistungen von zunehmend mehr Menschen nicht mehr aufgebracht werden können. Die Stabilisierung des Rentenniveaus allein wird dem Problem nicht Herr werden. Die Aktienrente wird armutspolitisch überhaupt keine Spuren hinterlassen.“
    Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband, Expertise zu den Erstergebnissen des Mikrozensus zur Armutsentwicklung 2023, Seite 7.

    Diffusionsniveau 2023: „Die systemische Verschmelzung von Pflichtversicherung (Rente) und Fürsorge (Grundsicherung im Alter) hat über die vergangenen zwanzig Jahre deutlich zugenommen.“ Den Beitrag von Johannes Steffen lesen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

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