Medium für die zweite Meinung

  • Auslandsaktivitäten politischer Stiftungen kosten Milliarden

    26.09.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Aktivitäten (Einmischung) politischer Stiftungen im Ausland sind teuer und fragwürdig

    Die Auslandsaktivitäten der Stiftungen von den im Bundestag vertretenen Parteien wurden und werden, mit Ausnahme der im Jahr 2017 gegründeten Desiderius-Erasmus-Stiftung, im Zeitraum 2010 bis 2021 mit rund 2,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt finanziert. bundestag.de

    Profiteuere sind parteinahen Stiftungen der im Bundestag vertretenen Parteien:

    • Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD)
    • Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FDP)
    • Hanns-Seidel-Stiftung (CSU)
    • Heinrich-Böll-Stiftung (GRÜNE)
    • Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU)
    • Rosa-Luxemburg-Stiftung (LINKE)

    Die Desiderius-Erasmus-Stiftung (AfD) wurde im Jahr 2017 gegründet und konnte daher noch keine Zuwendungen generieren.

    Nach Angaben des MDR haben die vorgenannten Stiftungen rund 300 Auslandsbüros und damit doppelt so viele wie Deutschland Botschaften (153 Botschaften) im Ausland betreibt. Martin Morlok, Rechtswissenschaftler: „Da kommen Deutsche hin und mischen in der Politik mit, trainieren Politiker und sagen, wie es geht. Jetzt stellen Sie sich mal vor, eine russische Stiftung wäre bei uns so aktiv. Da würden wir auch die Stirn runzeln.“ ↗mdr.de

  • Hörfunk-Tipp: Wie unser Geld wirklich entsteht

    25.09.2018/EG aus dem Deutschlandfunk, Berlin

    Vivien Leue, Autorin, über ein wenig kommuniziertes Geschäftsfeld von Banken: „Der größte Teil unseres Geldes wird nicht von der Zentralbank geschaffen, sondern von den Banken.“

    „Banken verleihen Geld, das sie sich vorher selbst geliehen haben. Von Sparern oder von der Zentralbank. Soweit das Lehrbuchwissen und soweit so falsch. Denn Banken können Kreditnehmern Geld einfach so gutschreiben, ohne vorher Geld von Dritten einzusammeln. Anders als viele glauben, hat die Zentralbank deshalb kaum Möglichkeiten, die Geldmenge wirklich zu steuern.“ ↗deutschlandfunk.de (heute 19:15 bis 19:59 Uhr)

  • Globalisierung: Verhandlungssache ‘Steuer‘

    24.09.2018/EG aus dem Blog VOX Centre for Economic Policy Research (CEPR), London

    Peter Egger, Nora Strecker und Benedikt Zoller-Rydzek, Wirtschaftswissenschaftler, über die Verhandlungsmacht multinationaler Unternehmen

    Die OECD schätzt, dass durch die Steuervermeidung jedes Jahr zwischen 100 und 240 Milliarden Dollar (4 bis 10 Prozent) der weltweiten Unternehmenssteuereinnahmen durch Steuervermeidung verloren gehen.

    Im Gegensatz zu kleinen und mittleren Unternehmen, die nur in einem Land tätig sind, können multinationale Unternehmen ihre Steuerlast auf drei Arten senken:

    • Gewinnverlagerung durch Niederlassungen im Ausland. Ausländische Tochtergesellschaften ermöglichen es multinationalen Unternehmen, Gewinne ins Ausland zu verlagern, außerhalb von Hochsteuergebieten.
    • Eine glaubwürdige Bedrohung für den Standortwechsel. Der Betrieb ausländischer Tochtergesellschaften signalisiert einen höheren Grad an Lockerung als vergleichbare, national tätige Unternehmen. Dies gibt den multinationalen Unternehmen bessere Verhandlungsmöglichkeiten als inländischen Unternehmen, wenn sie mit der nationalen Regierung verhandeln.
    • Die Größe ist entscheidend. Die wirtschaftliche Größe der multinationalen Unternehmen im Vergleich zu inländischen Unternehmen erhöht die Verhandlungsmacht. voxeu.org
  • 4 Millionen leisten dauerhaft prekäre Arbeit

    24.09.2018/EG aus dem HANS BÖCKLER STIFTUNG, Düsseldorf

    Studie: Rund jeder achte Erwerbstätige muss dauerhaft unter prekären Umständen leben

    „Gemeint ist eine Gruppe, die zwischen der sozial abgesicherten Mehrheit der Erwerbstätigen und den beinahe gänzlich aus dem Erwerbszusammenhang Ausgeschlossenen, etwa Langzeitarbeitslosen, steht. Sie strampelt sich in wechselnden, schlecht bezahlten Jobs ab, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen.“
    (…)
    „Für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland kann es mit entscheidend sein, inwieweit die Angehörigen dieser neuen sozialen Gruppe sich als vollwertiger Teil der Gesellschaft oder als unterprivilegiert oder teilweise ausgeschlossen wahrnehmen.“ ↗boeckler.de

    Die Hans-Böckler-Stiftung ist das „Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

  • Erbschaften fördern Ungleichheit

    24.09.2018/EG aus dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    Anselm Rink, Politikwissenschaftler, über die Auswirkungen historischer Erbsitten bis heute

    Soziale Gleichheit ist auch das Ergebnis historischer Erbpraktiken. Deutsche Gemeinden, in denen innerhalb von Familien gerecht vererbt wurde, sind bis heute sozial ausgewogener. Umgekehrt gilt: Wenn Männer oder Erstgeborene das Erbe allein antraten, verstärkt das die soziale Ungleichheit. wzb.eu

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