24.06.2019/EG
Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

WSI-Forscher Helge Baumann und Eric Seils untersuchten die Erosion normaler Arbeitsverhältnisse

„Die atypische Beschäftigung hat in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung zugenommen. Seit einigen Jahren stagniert der Anteil der atypischen Beschäftigung an den Kernerwerbstätigen jedoch auf einem hohen Niveau. Was kann getan werden? Generell hat sich in den letzten Jahren ein Trend entwickelt, wonach Frauen seltener geringfügigen Beschäftigungen und Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Wochenstunden nachgehen. Teilzeitbeschäftigungen über 20 Stunden werden von den Frauen hingegen in zunehmenden Maße ausgeübt. Angesichts der in Zukunft zu erwartenden Verknappung des Arbeitsangebotes liegt es nahe, den Trend zu längeren Arbeitszeiten teilzeitbeschäftigter Frauen durch politische Maßnahmen zu flankieren. Ein weiterer Ausbau der Kinderbetreuung wäre dazu sicherlich geeignet.“ boeckler.de

Atypische Beschäftigte sind abhängig Beschäftigte, deren Haupttätigkeit mindestens eine der folgenden Eigenschaften aufweist:

  • Teilzeitbeschäftigung bzw. geringfügige Beschäftigung mit 20 oder weniger Stunden
  • befristete Beschäftigung
  • Beschäftigung in Leiharbeit

Ergänzung am 25.06.2019 zum Thema

Daten zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen im Zeitraum 1998 bis 2018 bundestag.de