„Hohe Wirtschaftskraft garantiert keine Bildungsgerechtigkeit“

30.10.2018/EG aus dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), Florenz/New York/Köln

UNICEF-Studie belegt ungleiche Bildungschancen von Kindern in Industrieländern / Deutschland rangiert im unteren Mittelfeld

Die Studie zeigt, dass sozial bedingte Leistungsunterschiede zwischen Kindern während der gesamten Bildungsphase unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. In den Niederlanden besteht die größte Chancengleichheit für Grundschulkinder (…). Am Ende der Pflichtschulzeit weisen Irland, Spanien und Lettland die geringsten Ungleichheiten auf. Der familiäre Hintergrund ist in allen Ländern ein entscheidender Faktor für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Der Berufsstand der Eltern hat starken Einfluss auf die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen der Kinder.

Die UNICEF-Studie nennt Grundprinzipien für mehr Bildungsgerechtigkeit, an denen sich die Politik orientieren sollte:

  • Frühkindliche Förderung für jedes Kind gewährleisten
  • Mindestmaß an Kernkompetenzen für jedes Kind sichern
  • Soziale und ökonomische Ungleichheiten reduzieren
  • Geschlechterunterschiede bei der Bildung verringern
  • Bessere (länderübergreifende und vergleichbare) Daten erheben
  • Fokus auf Chancengleichheit setzen

Die Studie „An Unfair Start“ lesen Sie hier unicef.de.