09.10.2019/EG
Quelle: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit gGmbH (IZA), Bonn

IZA: Krankenhäuser innerhalb der Umweltzonen verzeichnen weniger Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Durch einen signifikanten Rückgang der Belastung mit Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) in Umweltzonen deutscher Städte ist auch die Zahl diagnostizierter Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den betreffenden Gebieten zurückgegangen. (…).
Der Analyse zufolge führt beispielsweise eine um 20 Prozentpunkte erhöhte Abdeckung des Einzugsgebiets durch eine Umweltzone zu einem Rückgang koronarer Herzkrankheiten um 5,3 Prozent, was bei einem durchschnittlichen Krankenhaus etwa 30 Fällen pro Jahr entspricht. Bei den chronischen Erkrankungen der unteren Atemwege, wie zum Beispiel Asthma, ergibt sich eine Reduktion um 4,4 Prozent bzw. neun Fälle pro Jahr.
Da die Luftqualität auch die Arbeitsproduktivität beeinflusse, sei nach Einschätzung der Autoren davon auszugehen, dass die positive Gesamtwirkung der Umweltzonen über den direkt messbaren Gesundheitseffekt noch deutlich hinausgehe.“ iza.org

Das IZA konzentriert sich auf die Arbeitsmarktforschung und wird wesentlich von der Deutschen Post Stiftung finanziert.