22.11.2018/EG
Quelle: Blog MEDIENREALITÄT, LMU München

Jonas Seufert, Masterarbeit Journalismus an der LMU München, über die von sieben Printmedien konstruierte Mitte der Gesellschaft am Beispiel der Debatte um die PEGIDA-Bewegung

„Im Bild der „bürgerlichen Mitte“ manifestiert sich zudem ein statisches und elitäres Demokratieverständnis, das auf Repräsentation beruht. Eliten bestimmen den Diskurs, „kleine Leute“ gelten als verführbare Wesen, deren Wille etwa von Politiker*innen, Wissenschaftler*innen oder auch Journalist*innen gedeutet werden muss. Die „bürgerliche Mitte“ ist demokratisch. Sie ist vernünftig, ausgleichend, dialogorientiert und achtet demokratische Institutionen. Sie ist aber auch weiß, exklusiv und elitär. Die Journalist*innen der untersuchten Medien können in ihrem Gesamtbild als „Prototypen“ dieser „bürgerlichen Mitte“ gesehen werden.“ ↗f-origin.hypotheses.org