Schlagwort: Politik

  • Video-Tipp: Demokratie im Stresstest

    28.08.2017/EG aus dem Gemeinschaftssender ‘3sat‘, Mainz

    Gastgeber Gert Scobel und seine Gäste analysieren, heute Abend ab 21 Uhr, die gestresste Regierungsform

    Die Demokratie steckt in der Krise. Das muss nichts Schlechtes sein. Krisen gehören zur Demokratie dazu. Häufig werden sie durch ökonomische und politische Wendepunkte ausgelöst.

    Gastgeber Gert Scobel spricht mit seinen Gästen Helmut K. Anheier, Soziologe, Yvonne Hofstetter, Autorin und Geschäftsführerin eines Softwareunternehmens, und Wolfgang Merkel, Politologe, über eine beeinflussbare Staatsform. ↗3sat.de

  • Demokratie lebt

    27.08.2017/EG aus dem Medium CICERO, Berlin

    Wolfgang Merkel, Politikwissenschaftler: „Die Gefahren gehen weniger von Putin und Erdoğan, sondern von der demokratischen Vormacht, den Vereinigten Staaten von Amerika aus“

    „Dennoch gilt, der Rechtspopulismus ist in den Kernländern der Demokratie auf dem Vormarsch – in den USA ebenso wie in Europa. Die Ursache liegt nicht in den Trumps, Orbans, Kaczynskis oder Le Pens dieser Welt. Die tieferen Gründe liegen in einer doppelten Repräsentationslücke, die sich in der ökonomischen und der kulturellen Sphäre der entwickelten Demokratien geöffnet hat. Die Kombination von Globalisierung und Deregulierung der Märkte hat in den entwickelten Gesellschaften zu einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft geführt: in arm und reich, …“ cicero.de

  • Eine Million Leiharbeiter

    25.08.2017/EG

    Zahl der Arbeitnehmer von Zeitarbeitgebern von 630.324 im Jahr 2006 auf 992.756 am 31.12.2016 (+ 57,5 %)

    Im Dezember 2016 waren bundesweit 992.756 Arbeiter sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig bei Zeitarbeitgebern beschäftigt. bundestag.de

    Einen Überblick zur Entwicklung der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung lesen Sie hierwikipedia.org.

    Das Geschäft mit Arbeitskräften – die Großen der Branche in Deutschland: (mehr …)

  • Buchtipp: Neben uns die Sintflut

    25.08.2017/EG

    Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut
    Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

    Sachbuch (Lehre, Wirtschaftswissenschaft)

    Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet eine brillante, politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Er veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen. (mehr …)

  • Das Niveau der Rente

    24.08.2017/EG aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Florian Blank, Politikwissenschaftler, über das sinkende Rentenniveau

    Das Rentenniveau (Sicherungsniveau vor Steuern) ist die zentrale Maßzahl für die Leistungsseite der deutschen Rentenversicherung. Es gibt das Verhältnis einer Standardrente zum Durchschnittsentgelt an. Ein sinkendes Rentenniveau bedeutet die Abkopplung der Entwicklung der Renten von der Lohnentwicklung. Das Sicherungsniveau liegt bei derzeit 48,2 % (2017). Nach Projektionen soll es bis 2045 auf 41,7 % absinken.
    Die Berechnungen in diesem Report illustrieren den Effekt der Absenkung des Rentenniveaus anhand von Mindest- und Tariflöhnen. Sie zeigen, wie lange bei einem gegebenen Rentenniveau gearbeitet werden muss, um die Grundsicherungs- bzw. Armutsgefährdungsschwelle zu überschreiten. So erreicht eine Person, die als Pflegerin nach TVöD bezahlt wird (BT-B, EG 7a Stufe 6), die Grundsicherungsschwelle beim 2015 geltenden Rentenniveau nach 25,2 Jahren, bei einem geringeren Rentenniveau von 41,7 % erst nach 28,8 Jahren. boeckler.de

    Zum Thema

    Johannes Geyer, Wirtschaftswissenschaftler, über die zukünftige Altersarmut

    „Im Mai 2014 prognostizierte OECD-Generalsekretär Gurría: „Deutschland bekommt ein Problem mit Altersarmut“. (…) Die Brisanz von Altersarmut liegt darin, dass Ältere ihre Einkommensposition nach dem Erwerbsaustritt kaum noch verbessern können und im Armutsfall häufig dauerhaft arm bleiben. Obwohl die Gründe dieser Entwicklung, zum einen die Rentenreformen der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte und zum anderen die Arbeitsmarktentwicklung, weitgehend unstrittig sind, gibt es erst wenige Prognosen der zukünftigen Armutsentwicklung.“ diw.de

    Altersarmut droht jedem fünften Rentner bertelsmann-stiftung.de

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen der Legislaturperioden

    • 1991 bis 1998: CDU/CSU und FDP
    • 1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    • seit 2013: CDU/CSU und SPD

    Rentenleistungen beim Internationalen Währungsfonds (IWF)

    „Die lebenslangen Renten sind ab dem Alter von 50 Jahren mit einem Minimum von drei Dienstjahren fällig. Das normale Rentenalter beträgt 62 und alle früher beginnenden Renten unterliegen vorzeitigen Ruhestandsstrafen.“ imf.org