17.12.2025/EG
Quellen: Deutscher Mieterbund, Berlin
Mietenreport 2025 deckt Wohnwirklichkeit in Deutschland auf
Ergebnisse:
„Mittelschicht unter Druck
Die Mietbelastung erreicht die Mitte: Nicht nur einkommensschwache Haushalte, sondern auch Haushalte mit mittlerem Einkommen geraten zunehmend in extreme Überlastung und Zahlungsrückstände. Fast jede:r dritte Mieter:in hat Angst, sich künftig die Miete nicht mehr leisten zu können. Fast jede:r Sechste fürchtet den Verlust der eigenen Wohnung.
Familien im Zentrum der Krise
Familien zwischen Miete und Mangel: Haushalte mit Kindern sind besonders häufig von steigenden Mietquoten, Überbelegung und baulichen Mängeln betroffen, selbst bei mittleren Einkommen.
Extreme regionale Unterschiede
Zwei Welten: Von 84 Prozent Mietquote in Berlin bis 40 Prozent im Saarland. Die Wohnrealitäten in den Bundesländern könnten kaum unterschiedlicher sein.
Ungleiche Wohnraumverteilung
Zu viel Platz hier, zu wenig dort: Gegenüber 2020 leben rund eine Million Mieter:innen mehr in überbelegten Wohnungen. Wohlhabendere Haushalte wohnen überdurchschnittlich oft unterbelegt, während Haushalte mit niedrigen Einkommen in beengten Verhältnissen leben: ein strukturell ineffizient genutzter Wohnungsbestand.
Verdeckte Infrastrukturkrise
Sanierungsstau und Schäden: Zunehmende Gebäudemängel deuten auf einen schleichenden Substanzverlust hin, auch dort, wo die Miete noch gezahlt werden kann.“
Den Mietenreport 2025 lesen Sie hier.
Zum Thema
Paritätische Studie zur Wohnarmut in Deutschland (Auszug):
• Durch die Berücksichtigung von Wohnkosten wird eine bislang unsichtbare Gruppe von 5,4 Millionen Menschen sichtbar, die an und unter der Armutsgrenze lebt.
• Nicht 13 Millionen, sondern 18,4 Millionen Menschen müssten demnach als arm gelten.
• Insgesamt leben damit 22,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Wohnarmut.
Die Studie lesen Sie hier.
Ein umfassendes Dossier über den Preis des Wohnens des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) lesen Sie hier.