Kategorie: Allgemein

  • Messe für Tötungs- und Zerstörungsartikel

    28.03.2017/EG aus der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Berlin

    Autor und Journalist Markus Bickel mit Eindrücken von der größten Waffenmesse im Nahen Osten IDEX Abu Dhabi

    „Direkt neben dem Kronprinzen Abu Dhabis, Mohammad bin Zayed Al Nahyan, und dem Premierminister der Emirate, Mohammed bin Rashid Al Maktum, darf Sudans Präsident Omar al-Bashir Platz nehmen – obwohl er vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt ist. Für seine ‘Verdienste‘ um die arabische Sache zeichnen die beiden Herrscher Bashir mit der Zayed-Medaille erster Klasse aus. Insbesondere die Rolle der sudanesischen Streitkräfte bei der Operation ‘Restoring Hope‘ im Jemen heben sie lobend hervor.“ amnesty.de

    Die International Defence Exhibition and Conference IDEX fand vom 19. bis 23. Februar 2017 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) statt. ↗idexuae.ae

  • Patent gefährdet Gesundheit von Millionen

    28.03.2017/EG aus der NRO Ärzte ohne Grenzen, Berlin/Rom

    Hilfsorganisationen fechten Patent auf teures Hepatitis-C-Medikament in Europa an

    Die Nichtregierungsorganisation ‘Ärzte ohne Grenzen‘ legte gestern beim Europäischen Patentamt Einspruch gegen das Patent von GILEAD Sciences für das Hepatitis-C-Medikament ‘Sofosbuvir‘ ein. Die Monopolstellung von GILEAD Sciences in der Herstellung des Medikaments ermöglicht es dem Unternehmen, exorbitant hohe Preise (bis zu 55.000 Euro für eine zwölfwöchige Kur) für ‘Sofosbuvir‘ festzusetzen. Ziel des Einspruchs ist, Millionen Menschen weltweit eine bezahlbare Behandlung mit dem lebenswichtigen Medikament zu ermöglichen. ↗aerzte-ohne-grenzen.de

    Zum Thema

    Die Aktiengesellschaft GILEAD Sciences Inc. generierte im Jahr 2016 rund 30,4 Mrd. US-Dollar Umsatz und einen Jahresüberschuss in Höhe von 13,5 Mrd. US-Dollar mit Therapien gegen lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C (Leberentzündungen), HIV (Immundefekt), Influenza (Grippe) sowie Tumorerkrankungen.

    Der medizinische Wirkstoff ‘Sofosbuvir‘ wurde 2013/2014 in den USA zugelassen. Mit der Zulassung explodierten Umsatz und Gewinn bei GILEAD Sciences Inc. onvista.de

    Informationen zum Wirkstoff lesen Sie hierwikipedia.org.

  • 9/11: US-Versicherer klagen gegen Saudi-Arabien

    28.03.2017/EG aus der NRO ‘Middle East Monitor‘ (MEMO), London

    MEMO: Dutzende Versicherer versuchen Saudi-Arabien für die Anschläge vom 11.09.2001 haftbar zu machen

    Die Klage über sechs Milliarden US-Dollar wurde vergangenen Donnerstag beim Bezirksgericht Manhatten eingereicht. Die Versicherer, darunter Liberty Mutual, Safeco, Wausau und viele Lloyd-Syndikate, beschuldigen Saudi-Arabien und eine staatlich verbundene Wohltätigkeitsorganisation für die Finanzierung und andere materielle Unterstützung, die Osama bin Laden und Al-Qaida ermöglichten, die Angriffe zu führen. Vertreter Saudi-Arabiens weisen jede Mitverantwortung an sowie weitere Kommentierungen zu den Anschlägen ab. middleeastmonitor.com

    Neben den Versicherern klagen auch rund 800 Angehörige von Opfern und etwa 1.500 Überlebende.

  • Rüstungsexporte an Scharia-Staaten

    27.03.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Juli 2015 bis Ende 2016 wurden Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter an Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate im Wert von 2,5 Mrd. Euro erteilt

    „Die Bundesregierung verfolgt eine restriktive Rüstungsexportpolitik. (…) Der Beachtung der Menschenrechte wird bei Rüstungsexportentscheidungen ein besonderes Gewicht beigemessen,“ so die Bundesregierung in ihrer Antwort zu den Rüstungsexporten nach Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate (VAE).

    Aus der Antwort geht hervor, dass die Bundesregierung Ausfuhrgenehmigungen für den Export von Kriegswaffen im Zeitraum Juli 2015 bis Dezember 2016 nach Katar im Wert von 1,65 Milliarden Euro, nach Saudi-Arabien im Wert von 621 Millionen Euro sowie in die VAE im Wert von 230 Millionen Euro genehmigte. bundestag.de

  • Talkshows: Öffentlich-rechtliches Unterhaltungsprogramm

    27.03.2017/EG

    MdB Marco Bülow untersuchte 204 politische Talkshows der öffentlich-rechtlichen Medien

    Über einen Zeitraum von 1,5 Jahren (Oktober 2015 bis März 2017) untersuchte MdB Marco Bülow 204 Sendungen von den fünf relevantesten politischen Talkshows von ARD und ZDF: hart aber fair, Maybrit Illner, Günther Jauch,  Maischberger und Anne Will.

    Ergebnis: Die mit den Rundfunkgebühren finanzierten TV-Produktionen belegten die Sendezeit überwiegend mit Themen zu Flüchtlinge (52 Sendungen), Terror (22) und Donald Trump (16). Deutlich weniger Wert wurde auf die Themen Armut, Erbschaft, soziale Gerechtigkeit, Rassismus, Ungleichheit oder dem VW-Abgasskandal gelegt. ↗marco-buelow.de