Kategorie: Allgemein

  • Buchtipp: Die Erfindung der Hausfrau

    27.08.2021/EG

    Evke Rulffes: Die Erfindung der Hausfrau
    Geschichte einer Entwertung

    Sachbuch (Gender)

    „»Das bisschen Haushalt« – diese unsäglich anstrengende, undankbare Aufgabe kostet viele Frauen bis heute den letzten Nerv. Egal, ob sie berufstätig oder »nur« Hausfrau (und Mutter) sind. Doch unter welchen ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnissen konnte sich überhaupt ein solches Rollenmodell etablieren, das Frauen nicht nur in finanzielle Abhängigkeit drängte, sondern enormen psychischen Belastungen aussetzte?
    Evke Rulffes erzählt die historische Entwicklung der Hausfrau nach und zeigt, wo sich diese alten Verhältnisse trotz all der politischen Bemühungen um ein gleichberechtigtes Miteinander heute noch wiederfinden, wie sie uns prägen und beeinflussen…“

    Autor

    Evke Rulffes ist Kulturwissenschaftlerin. Sie promovierte 2018 an der Humboldt-Universität Berlin mit einer Arbeit über »Die angewiesene Frau. Christian Friedrich Germershausens ›Hausmutter‹«, in der sie mit alten Haushaltsratgebern der Spätaufklärung beschäftigte. Außerdem ist sie Redaktionsmitglied der Zeitschrift ilinx – Berliner Beiträge zur Kulturwissenschaft. Sie lebt heute als Kuratorin und Autorin in Berlin.

    Harper Collins Verlag, ISBN: 978-3-749-95117-8, E-Buch, 256 Seiten, 17 Euro

  • Gesundheit: (Wahl-)Programme der Bundestagsparteien

    26.08.2021/EG
    Quellen: Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (VirchowBund), Berlin

    Einblicke in die gesundheitspolitischen Werteorientierungen der Bundestagsparteien

    Die Bundestagsparteien (außer AfD) haben sich auf ein standardisiertes Verfahren geeinigt, das maximal acht Fragen mit einer Höchstlänge von 300 Zeichen erlaubt. Dabei geht es um nicht weniger als um ein humanes Gesundheitssystem.
    Die Stellungnahmen der Parteien lesen Sie hier virchowbund.de.

    Zum Thema

    Thomas Gerlinger, Gesundheitswissenschaftler an der Universität Bielefeld, über Strukturen, Probleme und Reformen in deutschen Krankenhäusern:
    „Zu den wichtigsten strukturellen Veränderungen zählt die fortschreitende Privatisierung der Krankenhäuser.“ (S.11). „Das Nebeneinander von öffentlichen und freigemeinnützigen Häusern einerseits und privaten Einrichtungen andererseits bringt eine Reihe von Problemen mit sich. Steht bei Ersteren – durchaus auch unter Verfolgung von Gewinninteressen – die Versorgungsfunktion im Mittelpunkt, so ist es bei Letzteren die Gewinnmaximierung. Um dieses Ziel zu verfolgen, setzen private Einrichtungen häufig darauf, ihr Angebot auf wenige, standardisierbare Leistungen zu begrenzen, die sie aufgrund der Spezialisierung und der höheren Behandlungsfallzahlen dann kostengünstiger – und zum Teil auch in einer besseren Qualität – erbringen können. Dadurch verschlechtert sich die Kalkulationsbasis derjenigen – zumeist öffentlichen – Krankenhäuser, die aufgrund ihres Versorgungsauftrages nach wie vor die gesamte Palette an Leistungen und die dafür notwendige Infrastruktur vorhalten müssen, ohne an der Kostenersparnis bei standardisierbaren Leistungen teilhaben zu können.“ (S.11/12)

    Maximiliane Wilkesmann, Arbeits- und Organisationssoziologin, und Jonathan Falkenberg, Arbeits- und Organisationssoziologin, beide an der Technischen Universität Dortmund, zur Ökonomisierung und Digitalisierung der Ärzteschaft in Krankenhäusern:
    „In jüngster Vergangenheit führt das Eindringen der Marktlogik zur effizienteren Steuerung von Krankenhäusern dazu, dass die für die ärztliche Profession maßgebliche Orientierung am Gemeinwohl, der Selbstkontrolle und -organisation sowie der professionellen Autonomie unterlaufen wird und dieser Prozess als eine Verberuflichung und aus einer Innenperspektive als Deprofessionalisierung wahrgenommen wird.“ (S.45)
    Die vorgenannten Beiträge lesen Sie hier bpb.de.

    Dividenden durch Stellenabbau – das Prinzip Fresenius marburger-bund.de.

    Regierungsverantwortung im Rückblick:

    seit März 2018: CDU/CSU/SPD (Koalitionsverhandlungen dauerten 171 Tage)

    2013 bis 2017: CDU/CSU/SPD

    2009 bis 2013: CDU/CSU/FDP

    2005 bis 2009: CDU/CSU/SPD

    2002 bis 2005: SPD/DIE GRÜNEN

    1998 bis 2002: SPD/DIE GRÜNEN

    1982 bis 1998: CDU/CSU/FDP

    1969 bis 1982: SPD/FDP

    1966 bis 1969: CDU/CSU/SPD

    1963 bis 1966: CDU/CSU/FDP

    1949 bis 1963: CDU/CSU mit wechselnden Koalitionspartnern (FDP/DP/GB/BHE/FVP)

  • Rente: (Wahl-)Programme der Bundestagsparteien

    25.08.2021/EG
    Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Leipzig

    Einblicke in den rentenpolitischen Stellenwert der Bundestagsparteien

    Frank Frenzel, MDR-Wirtschaftsredakteur, arbeitete sich durch die Wahlprogramme der Bundestagsparteien ↗mdr.de.

    Zum Thema

    Marcel Fratzscher, Wirtschaftswissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin und Präsident des Deutsches Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin: „Die Politik verschleppt seit Langem eine dringende, umfassende Reform des gesetzlichen Rentensystems. Heute profitieren davon die Gutverdienenden – das muss sich ändern.“ diw.de

  • Steuern: Senkung der Unternehmenssteuern bringen höhere Löhne und Wirtschaftswachstum?

    23.08.2021/EG
    Quellen: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München / Ökonomenstimme, Zürich

    Ifo-Studie: „Niedrigere Steuern für Unternehmen bringen höhere Löhne, mehr Beschäftigung und höheres Wachstum“

    Auszug, Zusammenfassung, Seite 3: „Eine Senkung der Körperschaftsteuer um 5 Prozentpunkte führt kurzfristig zu einem Rückgang des Steueraufkommens um 13,8 Mrd. Euro. Langfristig sind die jährlichen Steuerausfälle kleiner, weil Investitionen und Beschäftigung steigen. Eine Kombination aus Körperschaftsteuersenkung und beschleunigten Abschreibungen würde kurzfristig das Steueraufkommen sogar um 30 Mrd. Euro senken. Dafür würden Investitionen und Beschäftigung so stark zunehmen, dass die jährlichen Steuereinnahmen mittelfristig wieder auf das Ausgangsniveau ansteigen. Das Bruttoinlandsprodukt und der Konsum der privaten Haushalte wären aber um rund 3% höher als ohne Reform. Die Löhne würden um etwa 4% höher liegen.“
    Die Studie lesen Sie hier ifo.de.

    Sebastian Gechert, Wirtschaftswissenschaftler am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in Düsseldorf, und Philipp Heimberger, Wirtschaftswissenschaftler am Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw), stellten bei ihren Untersuchungen keine positiver Wachstumseffekt von Unternehmenssteuersenkungen fest:
    Zusammenfassung: „Die empirische Literatur über die Auswirkungen von Unternehmenssteuern auf das Wirtschaftswachstum kommt zu uneindeutigen Schlussfolgerungen: Unternehmenssteuersenkungen erhöhen, verringern oder beeinflussen das Wachstum nicht signifikant. Wir wenden Meta-Regressionsmethoden auf einen neuen Datensatz mit 441 Schätzungen aus 42 Primärstudien an. Es gibt Anzeichen für eine Publikationsselektivität zugunsten der Berichterstattung über wachstumsfördernde Auswirkungen von Körperschaftssteuersenkungen. Nach Korrektur dieser Verzerrung können wir die Hypothese eines Nulleffekts von Unternehmenssteuern auf das Wachstum nicht zurückweisen. Mehrere Faktoren beeinflussen die gemeldeten Schätzungen, darunter die Wahl der Forscher bei der Messung von Wachstum und Unternehmenssteuern sowie die Kontrolle anderer Haushaltskomponenten.“
    Die Studie lesen Sie hier boeckler.de. Den Fachartikel zur Studie lesen Sie hier ↗oekonomenstimme.org.

    Das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim untersuchte für die Stiftung Familienunternehmen die steuerpolitischen Wahlprogramme der Bundestagsparteien.
    Die Studie lesen Sie hier ↗familienunternehmen.de.

  • Ungleichheit/Steuer: Vermögende fordern Besteuerung

    20.08.2021/EG
    Quelle: TaxMeNow Bewegungsstiftung, Verden

    Initiative Vermögender setzt sich für eine höhere Besteuerung von Millionenvermögen ein:

    Auszug: „Wir sind Vermögende und setzen uns für eine höhere Besteuerung von Vermögen ein, um mehr Chancen, Teilhabe und Zukunftsinvestitionen für alle zu ermöglichen. Unabhängig davon, ob wir durch Arbeit, Erbschaft, Unternehmertum oder Kapitalanlage zu Vermögen gekommen sind, rufen wir zu Reformen in fünf Bereichen auf:

    Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Millionen- und Milliardenvermögen

    Begrenzung von Ausnahmen für Betriebsvermögen und anderen Sonderregelungen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer

    Progressive Steuersätze statt Einheitssatz bei der Kapitalertragssteuer

    Eine Vermögensabgabe für Millionen- und Milliardenvermögen falls aufgrund der Schuldenbremse staatliche Aufgaben nicht finanziert werden können

    Striktere Regeln gegen Steuervermeidung und -hinterziehung und bessere Ausstattung der Steuerbehörden“

    Weitere Informationen lesen Sie hier taxmenow.eu.