18.10.2017/EG aus der Denkfabrik Pew Research Center, Washington

Globale, breite Unterstützung für die repräsentative und direkte Demokratie aber auch andere Modelle überzeugen

In den letzten Jahren hat sich weltweit eine wachsende Sorge um die Zukunft der Demokratie verbreitet. Die ermutigten Autokraten und die aufstrebenden Populisten haben die Annahmen über die künftige Entwicklung der liberalen (in den USA ein Begriff der Verantwortung für das Sozialwesen) Demokratie erschüttert, sowohl in Ländern, in denen sie noch nicht gedeihen konnte, als auch in Ländern, in denen sie sich stark zu verankern schien. Wissenschaftler haben eine globale „demokratische Rezession“ dokumentiert, und einige warnen jetzt davor, dass selbst alteingesessene und stabile Demokratien ihr Engagement für die Freiheit verlieren und in Richtung einer autoritäreren Politik abrutschen könnten.

Wissenschaftler des Pew Research Center stellten am Montag (16.) die Ergebnisse einer Umfrage zu Regierungsformen vor, die im Zeitraum Februar bis Mai 2017 unter 41.953 Befragten in 38 Ländern durchgeführt wurde. Danach betrachten 78 Prozent der Befragten die repräsentative Demokratie als eine sehr gute oder auch nur teilweise gute Art und Weise, ihr Land zu regieren. Eine hohe Akzeptanz (66 Prozent) erreichte auch die direkte Demokratie (Volksabstimmung). Jeder Zweite (49 Prozent) könnte sich ein Expertengremium vorstellen. Für 26 Prozent wäre ein Alleinherrscher und für 24 Prozent eine Militärregierung denkbar. pewglobal.org

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