Schlagwort: Ungleichheit

  • Ein Blick nach Österreich

    20.12.2016/EG aus dem Rechnungshof, Wien

    Ungleichverteilung nimmt auch in Österreich zu / Absenkung bei niedrigsten Einkommen zwischen 1998 und 2015 um 35 Prozent

    Wie der Österreichische Rechnungshof beim Vergleich der Entwicklung von hohen und niedrigen Einkommen im aktuellen Einkommensbericht zeigt, geht die Einkommensschere seit 1998 stark auseinander. Während bei den 10 Prozent der Personen mit den höchsten Einkommen von 1998 bis 2015 inflationsbereinigt ein leichter Anstieg um 4,3 Prozent zu verzeichnen war, sanken die Einkommen bei den 10 Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen um 35,1 Prozent. ↗rechnungshof.gv.at

  • Entlohnung der Arbeit

    16.12.2016/EG aus der Internationalen Arbeitsorganisation der UN (ILO), Berlin/Genf

    ILO „Global Wage Report“: Ungleichheiten der Löhne finden sich vor allem an der Spitze der Lohnpyramide – Lohnverteilung in Europa zwischen 7 Euro und 844 Euro je Stunde

    „Wenn Regierungen und Sozialpartner über die Möglichkeiten zur Bekämpfung der zunehmenden Ungleichheit debattieren, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die dramatischen Zunahmen, die auf dem Arbeitsmarkt und auf Unternehmensebene stattgefunden haben, die Anstrengungen zur Bewältigung der Ungleichheit durch Steuern und Transfers schwerer belasten. Dies geschieht zu einer Zeit, (mehr …)

  • Regierung zensiert soziale Verwerfungen

    15.12.2016/EG

    Autoren im Armuts- und Reichtumsbericht: „Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass das Einkommen politische Meinungen beeinflusst.“* / Regierung befeuert Frust bei einem unberechenbaren Teil der Wähler

    „Demokratie ist ein Verfahren, umstrittene Fragen auf eine Weise zu entscheiden, die auch den Unterlegenen als legitim erscheint. Niemand kann dabei erwarten, dass die eigene Meinung stets umgesetzt wird. Wenn allerdings die Politik systematisch den politischen Präferenzen bestimmter sozialer Gruppen folgt, wohingegen die anderer missachtet werden, wird der Grundsatz politischer Gleichheit beschädigt.“ ↗armuts-und-reichtumsbericht.de

    Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell: „Aber die zunehmende Ungleichheit lässt sich vielleicht aus Berichten verbannen, wenn sie aber Realität ist, dann bricht sie an anderer Stelle durch und manifestiert sich in einem breiten Spektrum bis hin zur Protestwahl, wenn die Betroffenen merken, dass die Stimmabgabe für eine bestimmte Partei sehr wohl eine große Unruhe und Unsicherheit entfalten kann, egal, was die Partei denjenigen aus den Kelleretagen unserer Gesellschaft wirklich zu bieten hat.“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

    Zum Thema ein aktueller Bericht der NRO LobbyControl: „In der aktuell vorliegenden Version wurde nun der Teil, der die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und politischen Entscheidungen darstellt, weitgehend gelöscht.“ lobbycontrol.de.

    Bundesministerin Andrea Nahles, Bundesministerium für Arbeits- und Soziales: „Transparenz war mir bei der Erarbeitung des Armuts- und Reichtumsberichtes ein besonderes Anliegen.“ ↗armuts-und-reichtumsbericht.de

    *Seite 43, ’Diskussion der Ergebnisse‘ (Autoren: Lea Elsässer, Svenja Hense und Prof. Dr. Armin Schäfer/Universität Osnabrück)

    Nachtrag:

    Zensierte Passagen lesen Sie hier↗der-paritaetische.de.

  • Mauern und Zäune

    06.12.2016/EG aus dem Blog ’JusticeNow!‘, Dresden

    Prof. Phil Marfleet mit einem Beitrag über nationalstaatliche Akteure und Motive

    „Die Grenze ist heute wieder ein Ort, an dem Regierungen versuchen, ihre Autorität unter Beweis zu stellen und die Rolle des Beschützers eines imaginären nationalen Interesses spielen. Sie sind nicht willens, die wachsende Ungleichheit und Verunsicherung anzugehen, und projizieren daher das Bild einer externen Bedrohung und ihrer eigenen Rolle als Verteidiger der nationalen Integrität.“ ↗justicenow.de

  • ‘Beraubte‘ Teilnahme am kulturellen Leben

    02.12.2016/EG aus der statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat), Brüssel

    EU: Jeder Sechste kann nicht an Freizeitaktivitäten teilnehmen – in Deutschland jeder Achte

    Im Jahr 2014 gaben 13 Prozent der Bevölkerung (ab 16 Jahre) in der Europäischen Union (EU) an, nicht genug Geld zu haben, um wenigstens einmal im Monat mit Freunden oder der Familie etwas essen oder trinken gehen zu können. 17,8 Prozent konnten es sich nicht leisten, regelmäßig an einer Freizeitaktivität teilzunehmen. ec.europa.eu