Schlagwort: Steuer

  • Millionärsteuer gefordert

    02.06.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Antrag der Fraktion DIE LINKE: Vermögensteuer als Millionärsteuer erheben

    Die Fraktion DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Vermögensteuer als Millionärsteuer wieder einführt. Laut dem Antrag sollen als Vermögen zum Stichtag 31.12.2016 die Summe der privaten Geldvermögen und der Verkehrswerte der privaten Immobilien und Sachvermögen festgestellt werden. Vom Vermögen werden private Verbindlichkeiten abgezogen. Das so ermittelte gesamte Nettovermögen einer Person (Individualbesteuerung) bleibt bis zu einem Betrag von einer Million Euro steuerfrei. Für betriebsnotwendiges Sachvermögen von Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmern sowie Personenunternehmen gilt nach Abzug der darauf lastenden Verbindlichkeiten ein erhöhter Freibetrag von fünf Millionen Euro. Das oberhalb des jeweiligen Freibetrags von einer Million bzw. fünf Millionen Euro liegende Nettovermögen wird mit einem Steuersatz von fünf Prozent besteuert.

    Begründet wird der Antrag unter anderem mit der wachsenden Ungleichverteilung des Vermögens, zu dem auch die steuerliche Privilegierung von Vermögen beigetragen habe. ↗bundestag.de

  • Niedrige Einkommen durch indirekte Steuern hoch belastet

    30.05.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    Marcel Fratzscher, Präsident des DIW, zur Steuerlast in Deutschland

    „Es gibt keine überzeugenden Anzeichen, dass das deutsche Steuersystem für die Mehrheit der Deutschen besonders ungleich ist – mit der wichtigen Ausnahme der 25 Prozent der Geringverdiener. Sie werden steuerlich relativ stark belastet. Aber diese Botschaft hört keine der politischen Parteien gerne, da sie schwer in Einklang mit der von vielen praktizierten Klientelpolitik zu bringen ist.“ ↗diw.de

  • NRW-Steuerfahnder vor neuer Zugriffswelle

    11.05.2017/EG aus dem Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

    NRW-Fahnder gehen gegen Steuerhinterziehung und Steuertrickserei auf Malta vor / Neuer Datenträger mit 60.000 bis 70.000 Gesellschaften und Verbindungen zu 1.700 bis 2.000 deutschen Steuerpflichtigen

    Die nordrhein-westfälischen Steuerfahnder werten einen neuen Datenträger mit Angaben über offshore-Firmen auf Malta aus. Der Stick eines anonymen Informanten zeigt den Ermittlern, wie Konzerne und Privatpersonen auf der Mittelmeerinsel Firmengeflechte nutzen, um in Deutschland Steuern im großen Stil zu umgehen. Teilweise geschieht das mit legalen Tricks, oft aber auch mittels Offshore-Gesellschaften, die ausschließlich als Steuerhinterziehungs-Konstrukte dienen. ↗finanzverwaltung.nrw.de

    Körperschaftssteuer via Malta↗finanzverwaltung.nrw.de.

    NRW hat bislang elf Datenträger für 19 Millionen Euro erworben. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen – durch aufgedeckte Steuerhinterziehung – liegen bei sieben Milliarden Euro.

  • 5,6 Billionen Euro Geldvermögen in Privatbesitz

    14.04.2017/EG aus der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte Ende 2016 in Deutschland: Anstieg gegenüber 2015 um 4,6 Prozent auf 5,6 Billionen Euro

    „Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg gegenüber dem dritten Quartal 2016 spürbar um 98 Mrd € oder 1,8 % und belief sich zum Ende des vierten Quartals auf 5.586 Mrd €. Zum Anstieg trugen kräftige Bewertungsgewinne in Höhe von gut 53 Mrd € beim gehaltenen Geldvermögen bei, darunter insbesondere bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds.“ ↗bundesbank.de

  • OECD: Arbeitseinkommen in Deutschland hoch belastet

    12.04.2017/EG

    Arbeitseinkommen werden in Deutschland durch Steuern und Sozialabgaben hoch belastet / Bundesregierungen verzichten seit 1997 auf die Besteuerung von Vermögen

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gab gestern die Belastungen der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben innerhalb der OECD-Gruppe bekannt. Nach deren Berechnungen lag die Steuer- und Abgabenlast* für alleinstehende Durchschnittsverdiener im Jahr 2016 in Deutschland bei 49,4 Prozent (OECD-Durchschnitt: 36 Prozent). ↗oecd.org

    *Anteil von Steuern (Lohnsteuer/Solidaritätszuschlag) und Sozialabgaben (Kranken-/Pflege-/Renten-/Arbeitslosenversicherung/Ausgleichkasse/Insolvenzgeldumlage) der Arbeitgeber und Arbeitnehmer an den gesamten Arbeitgeberabgaben

    Der durchschnittliche Bruttoverdienst eines deutschen Arbeitnehmers (Vollzeit) lag im Jahr 2016 bei 3.703 Euro je Monat bzw. 44.436 Euro im Jahr. ↗destatis.de

    Einen Gehaltsrechner finden Sie hier↗tk.de.