Schlagwort: Steuer

  • Finanztransaktionssteuer: Eine Steuer mit Potenzial?

    08.10.2019/EG
    Quelle: A&W-blog, Wien

    Atanas Pekanov, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien, und Margit W. Schratzenstaller-Altzinger, Wirtschaftswissenschaftlerin am WIFO, untersuchten die Vorteile und Herausforderungen einer Steuer auf Finanztransaktionen

    „Nach Schätzungen der UNCTAD impliziert die Erreichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung eine Finanzierungslücke von 2,5 Billionen US-Dollar. Eine globale Finanztransaktionssteuer könnte eine Antwort auf diese Finanzierungserfordernisse darstellen.
    (…).
    Im Basisszenario ergeben sich Einnahmen in Höhe von 73 Milliarden US-Dollar für die USA (0,37 Prozent des BIP), 119 Milliarden US-Dollar für die EU (0,69 Prozent des BIP), 10 Milliarden US-Dollar für Deutschland (0,27 Prozent des BIP), 10 Milliarden US-Dollar für Frankreich (0,39 Prozent des BIP) und 20 Milliarden US-Dollar für Japan (0,41 Prozent des BIP).“ awblog.at

  • Video-Tipp: Bildung im Schlussverkauf

    30.09.2019/EG
    Quelle: Gemeinschaftssender 3sat, Mainz

    Verkommt das Klassenzimmer zum Marktplatz? / Zahl der Privatschulen und Privatschülern steigt

    „Lehrermangel, Akademikerschwemme, schleppende Digitalisierung: Bildung hat in Deutschland viele Baustellen. Dazu kommt, dass die private Wirtschaft immer mehr Einfluss auf Inhalte nimmt. Unternehmen sponsern Sportfeste, statten Schulen mit IT aus und entwickeln Unterrichtsmaterialien mit Firmenlogos.“ ↗3sat.de

    Zum Thema

    Vortrag von Tim Engartner, Sozialwissenschaftler an der Universität Frankfurt am Main zum Thema „Staat im Ausverkauf – Privatisierung in Deutschlandtele-akademie.de.

  • Auslandsvermögen deutscher Investoren steigt

    30.09.2019/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Deutschlands Auslandsposition Ende 2018: Aktiva bei 8,6 Billionen Euro, Passiva bei 6,5 Billionen Euro, Saldo bei 2,1 Billionen Euro (+ 15,7 % ggü. 2017)

    Ende 2018 akkumulierte sich die Netto-Auslandsposition Deutschlands auf 2.073 Milliarden Euro (+ 15,7 % gegenüber 2017). Der Anstieg wurde besonders stark durch Netto-Kapitalexporte in Höhe von 229 Milliarden Euro gespeist und reflektierte, nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, in erster Linie den Leistungsbilanzüberschuss im vergangenen Jahr.
    Auch die grenzüberschreitenden Unternehmensverflechtungen nahmen im vergangenen Jahr weiter zu. So stiegen die deutschen Direktinvestitionen im Ausland auf 2.109 Milliarden Euro (+ 7,0 % ggü. 2017). bundesbank.de

    Zum Thema

    „Berücksichtigt man die in den vergangenen Jahren durch Selbstanzeigen aufgedeckten 90 bis 180 Milliarden Euro, ergibt die Zusammenschau der bestehenden Schätzungen selbst unter vorsichtigen Annahmen noch immer eine Spannbreite von mindestens 125 bis 200 Milliarden Euro an unversteuertem Auslandsvermögen. Dadurch entgehen Deutschland, konservativ geschätzt, jährlich Steuereinnahmen von 5 bis 15 Milliarden Euro.“ sven-giegold.de

  • Subventionen für Airbus subventionieren Steuerzahler ‘doppelt‘

    30.09.2019/EG
    Quelle: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel

    Welthandelsorganisation (WTO): Subventionen für Airbus Produktreihe A300 bis A380 waren gemäß SCM-Abkommen und dem GATT 1994 nicht rechtens

    „Die Welthandelsorganisation (WTO) hat die USA vor wenigen Tagen autorisiert, Ausgleichszölle auf Importe aus der Europäischen Union (EU) im Wert von 5 bis 8 Mrd. Euro zu erheben. Hintergrund sind Subventionen durch EU-Staaten wie Deutschland an Airbus. „Das Urteil wirft einen dunklen Schatten auf die europäische Industriepolitik. Subventionen verlagern nicht nur das unternehmerische Risiko auf den Steuerzahler, sie stehen auch in Konflikt mit den Regeln des Welthandelssystems und können daher zur Verhängung von Ausgleichszöllen führen, die einen Milliardenschaden anrichten“, sagte Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel).“ ↗ifw-kiel.de

    Zum Thema

    Die Veröffentlichungen der AIRBUS SE, zum Handelsstreit mit den USA, lesen Sie hier ↗airbus.com.

  • Grundsteuer wird neu geregelt

    28.09.2019/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Bundesregierung legt Gesetzentwurf zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrechts vor und schont Aktiengesellschaften

    Das Bundesverfassungsgericht erklärte im Urteil vom 10. April 2019 die Vorschriften zur Einheitsbewertung für die Bemessung der Grundsteuer für verfassungswidrig. Einheitswerte für Grundbesitz werden nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes in den „alten“ Bundesländern noch heute auf der Grundlage der Wertverhältnisse zum 1. Januar 1964 ermittelt und bilden die Grundlage für die Bemessung der Grundsteuer. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts bestimmte, dass der Gesetzgeber spätestens bis zum 31. Dezember 2019 eine Neuregelung zu treffen hat.
    Im Gesetzentwurf der Bundesregierung soll die Berechnung der Steuer der Wert eines unbebauten Grundstücks anhand der Bodenrichtwerte ermittelt werden, die regelmäßig von unabhängigen Gutachterausschüssen errechnet werden. Bei bebauten Grundstücken werden die Erträge (Mieten, Pachten) zur Berechnung der Steuer herangezogen. Als erster Hauptfeststellungszeitpunkt für die Feststellung der Grundsteuerwerte ist der 01. Januar 2022 vorgesehen.
    Die Besteuerung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe soll in Zukunft durch eine standardisierte Bewertung der Flächen und der Hofstellen mittels einer weitgehenden Automation des Bewertungs- und Besteuerungsverfahrens erfolgen. ↗bundestag.de

    Bundesregierung schont Aktiengesellschaften: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes bundestag.de.