Schlagwort: Gesundheit

  • Video-Tipp: Armes Schwein – Fettes Geschäft

    06.09.2017/EG

    Dokumentation (91 Minuten) über den hohen Preis von Billigfleisch

    Der scheinbar günstige Preis für ein Schnitzel im Wirtshaus oder an der Fleischtheke sind folgende Positionen nicht eingepreist: das Leid der gemästeten Tiere, durch Gülle (Nitrat) verseuchte Böden und Trinkwasserbrunnen, Verbreitung multiresistente Keime (MRSA), Subventionen (Steuergelder) für Massentierbetriebe, über Steuergelder bezahlte EU-Strafzölle für fehlende Umweltauflagen, prekäre Arbeitsplätze, billige Leiharbeiter aus Osteuropa, … ↗arte.tv

    Die seit 1991 verantwortlichen Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft:

    • 1983 bis 1993 Ignaz Kiechle (CSU)
    • 1993 bis 1998 Jochen Borchert (CDU)
    • 1998 bis 2001 Karl-Heinz Funke (SPD)
    • 2001 bis 2005 Renate Künast (GRÜNE)
    • 2005 bis 2008 Horst Seehofer (CSU)
    • 2008 bis 2013 Ilse Aigner (CSU)
    • 2013 bis 2014 Hans-Peter Friedrich (CSU)
    • Seit 2014 Christian Schmidt (CSU)
  • Dieseldebatte: Gipfel bestätigen politische Passivität

    05.09.2017/EG

    Bundesregierung möchte Fahrverbote in Städten verhindern und gefährdet dadurch bewusst die Gesundheit der Stadtbewohner / Umweltbundesamt: 73 % der NOx-Emissionen verursachen Dieselautos

    „Der Bund hat sich zum heutigen Gipfel bereit erklärt, den Fonds von 500 Millionen, der zur Hälfte von der Automobilindustrie gefüttert wird, auf eine Milliarde aufzustocken. Das heißt: Der Bund ergänzt um 500 Millionen Euro durch Priorisierung seiner Ausgaben im laufenden Haushalt“, fasste Bundeskanzlerin Angela Merkel das gestrige Spitzentreffen im Kanzleramt zusammen. ↗bundesregierung.de

    „Wer unbedingt einen Diesel kaufen möchte, sollte mindestens Euro 6d-TEMP oder Euro 6d nehmen. Diesel mit Euro 6a, b oder c halten die Grenzwerte auf der Straße mitunter nicht ein. (…) Diesel-PKW sind das größte Problem und machen in der Stadt über 73 Prozent der NOx-Emissionen des Verkehrs aus. Dieselautos überschreiten die Euro-Grenzwerte auf der Straße deutlich. Ging man für das Jahr 2016 bislang von 575 mg NOx/km aus, liegt nun die Diesel-Pkw-Flotte in Deutschland bei durchschnittlich 767 mg NOx/km.“ ↗umweltbundesamt.de

    Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin, über einen konservierten Industriezweig und dessen ‘Kundenservice‘ ↗diw.de.

  • Nicht jede Arbeit ist besser als keine

    25.08.2017/EG aus dem Medium Oxford University Press, Oxford

    Oxford-Studie zu den Auswirkungen schlechter Arbeitsplätze auf die Gesundheit

    Die Forscher untersuchten den Einfluss von Arbeitsqualität auf die Gesundheit in Großbritannien. Dabei nutzten die Forscher chronische stressbezogene Biomarker aus einer repräsentativen Kohorte von 1.116 arbeitslosen Erwachsenen.

    Kernaussagen der Studie:

    • In Bezug auf die allostatische Last (Belastung) ist nicht jede Arbeit unbedingt besser als keine Arbeit. Die Qualität der Arbeit ist wichtig.
    • Die Qualität der Arbeit kann zum Beschäftigungserfolg der Arbeitslosen beitragen.
    • So wie „gute Arbeit gut für die Gesundheit ist“, kann sich eine schlechte Qualität der Arbeit negativ auf die Gesundheit auswirken.

    Die Studie lesen Sie hier ↗academic.oup.com.

  • ‘Pflege‘ unserer Alten wird Renditeobjekt

    15.08.2017/EG aus dem Deutschlandfunk, Berlin

    US-Finanzinvestor kauft sechstgrößten deutschen Heimbetreiber

    „Ganz vollzogen ist das Geschäft noch nicht. Aber wenn sich morgen der Deutschland-Chef des amerikanischen Finanzinvestors Oaktree zur Betriebsversammlung beim Hamburger Seniorendienstleister „Pflegen & Wohnen“ angesagt hat, darf man wohl damit rechnen, dass eine weitere große deutsche Alten- und Pflegeheim-Kette an internationale Finanzinvestoren geht. Diesmal ist es die mit gut 7.700 Pflegeplätzen sechstgrößte Einrichtung dieser Art, die Vitanas Holding, die abgegeben wird. Verkäufer ist …“ ↗deutschlandfunk.de

    Zum Thema

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen seit 1991:

    • 1991 bis 1998: CDU/CSU und FDP
    • 1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    • seit 2013: CDU/CSU und SPD
  • Automobildebatte: „Zeit, die Wahrheit zu sagen“

    14.08.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin

    Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin, über einen konservierten Industriezweig und dessen ‘Kundenservice‘

    „Was ginge für ein Aufschrei durchs Land, wenn man die bereits gekauften mit Fipronil verunreinigten Eier zurückbringen dürfte, um dann rabattierte frische Eier zu bekommen – mit rechnerisch 25 Prozent weniger Fipronil, aber weil die Eier größer sind, in Wahrheit mit mehr Fipronil als vorher. Man würde den Bauern die Eier an den Kopf werfen und die faulen Marketing-Tomaten gleich noch hinterher.

    Es ist daher Zeit, den Deutschen die Wahrheit zu sagen.

    1. Die angeblich so saubere Dieseltechnologie kann nicht gleichzeitig die CO2- und die Stickoxidgrenzwerte einhalten – entweder das eine oder das andere. Diesel ist keine zukunftsfähige Technik, sondern eine Technik der Vergangenheit.

    2. Auf Kosten der Verbraucher haben die Autokonzerne in den vergangenen Jahrzehnten gigantische Gewinne eingefahren. Die sollten die Kunden nun als echten Schadensersatz zurückbekommen.

    3. Die deutsche Autoindustrie hat mutwillig und wider besseres Wissen zu erhöhten Gesundheitskosten und Klimakosten beigetragen, ein Schaden, den sie (mehr …)