Schlagwort: Gesundheit

  • NO2: Abgase gefährden eher Menschen der Unterschicht?

    17.10.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Menschen mit geringem sozioökonomischem Status wohnen häufiger an einer stark oder extrem stark befahrenen Straße

    Frage 2: „Welche Personengruppen sind nach Einschätzung der Bundesregierung besonders gefährdet, durch Emissionen von Dieselkraftfahrzeugen Gesundheitsschäden zu erleiden?“

    Antwort der Bundesregierung: „Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gelten für den Schadstoff NO2 Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma und chronischer obstruktiver Lungenerkrankungen (chronic obstructive pulmonary disease (COPD)), Schwangere und deren Ungeborene, Kinder und ältere Menschen als besonders gefährdet. Nach Ergebnissen bundesweit repräsentativer Untersuchungen des Umweltbundesamtes (UBA) und des Robert Koch-Instituts (RKI) wohnen Menschen mit geringem sozioökonomischem Status häufiger an einer stark oder extrem stark befahrenen Straße als Personen der mittleren und oberen Statusgruppe.“ ↗bundestag.de

  • TV-Tipp: Roundup, der Prozess

    17.10.2017/EG aus dem Kultursender ‘arte‘, Strasbourg/Kehl

    arte, ab 20:15 Uhr: Dokumentation über die katastrophalen Folgen des Wirkstoffes Glyphosat mit Beiträgen von Wissenschaftlern

    ‘Roundup‘ ist unter diesem und anderen Markennamen das weltweit am meisten gespritzte Pflanzenschutzmittel. Vierzig Jahre nach dessen Markteinführung wurde sein Wirkstoff Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft. Vor dem Hintergrund der in der Europäischen Union anstehenden Entscheidung über ein Glyphosat-Verbot geht die Doku dem Skandal auf den Grund. ↗arte.tv

  • Klimafreundliche Mobilität hat Beschäftigungspotenzial

    16.10.2017/EG aus der European Climate Foundation (ECF), Berlin

    ECF-Studie: Wirtschaft und Nettobeschäftigung werden vom Wechsel von fossilem Öl zu erneuerbaren Energien profitieren

    „Der Übergang hin zu klimafreundlicher Mobilität wirkt sich in vielfältiger Weise auf die Beschäftigung in mehreren Sektoren aus. Dem zentralen Szenario der Analyse folgend, in dem die Klimaziele durch eine Kombination aus Hybrid- und Plug-In-Hybridfahrzeugen sowie Fahrzeugen mit zunehmend effizienteren Verbrennungsmotoren erreicht werden, wird die Anzahl an Arbeitsplätzen im Automobilsektor bis 2030 stabil bleiben. Der Übergang zur E-Mobilität wird die Beschäftigung in Sektoren wie Fahrzeugbau und Infrastruktur auch nach 2030 noch steigern – aber auch die gesamte Wertschöpfungskette für Automobile beeinflussen. (…) Wenn Deutschland wirtschaftlich vom Übergang zur klimafreundlichen Mobilität stärker profitieren will, muss es ein politisches Umfeld schaffen, das die Batterieproduktion im Inland fördert.“ ↗europeanclimate.org

  • Der Mangel an Ärzten und nachhaltiger Politik

    08.10.2017/EG

    Lebenserwartung und medizinischer Behandlungsbedarf nehmen zu / Wachsender Ärztebedarf ist seit langem bekannt / 43.184 Bewerber für 9.176 Studienplätze Humanmedizin WS 17/18 / Bestens versorgte Politiker verhindern dringend benötigte Investitionen für die gesundheitliche Versorgung aller

    „Wer nur die leicht steigenden Arztzahlen betrachtet, verschließt die Augen vor der ganzen Wahrheit. Tatsächlich öffnet sich die Schere zwischen Behandlungsbedarf und Behandlungskapazitäten immer weiter. Schon heute klaffen bei der ärztlichen Versorgung in vielen Regionen große Lücken. (…) Die Politik muss diesen Zusammenhang zwischen mehr Teilzeitarbeit und weniger Arztstunden endlich anerkennen und die Zahl der Studienplätze erhöhen.“ So kommentiert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ärztestatistik für das Jahr 2016. ↗bundesaerztekammer.de

    „Die Landesärztekammern (LÄK) Brandenburg und Rheinland-Pfalz fordern eine Erhöhung der Medizinstudienplätze in Deutschland. Der Ärztemangel dürfe nicht über Ärzte aus dem Ausland gelindert werden, hieß es weiter. Die rheinland-pfälzische Kammer verwies darauf, dass die laut aktueller Ärztestatistik der Bundesärztekammer steigende Arztzahl den aktuellen und künftigen Mangel nicht abfangen könne.“ ↗hartmannbund.de

    „… fordert der MB von Bund und Ländern eine gemeinsame Initiative zum Ausbau der Studienplatzkapazitäten im Fach Humanmedizin um mindestens 10 Prozent. (…) Häufig wird übersehen, dass in den vergangenen 25 Jahren mehrere Tausend Medizinstudienplätze abgebaut wurden – trotz steigender Bewerberzahlen. Diese restriktive Kapazitätspolitik steht im Widerspruch zum steigenden Ersatzbedarf und vielerorts bereits bestehenden Ärztemangel in der kurativen Versorgung.“ ↗marburger-bund.de

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler: „Wenn man davon ausgeht, dass nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (aus dem Jahr 2013) ein Student der Humanmedizin die Hochschulen pro Jahr 31.690 Euro kostet, was sich bei sechs Jahren auf einen Betrag von fast 400.000 Euro summiert, während Studenten der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 4.300 Euro pro Jahr richtige „Schnäppchen“ sind, dann ist klar, dass die Bundesländer von der Ausgabenseite her wenig bis gar kein Interesse haben, zusätzliche Studienplätze zu schaffen, die derart teuer sind.“ ↗aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

  • Neuregelungen im September/Oktober 2017

    02.09.2017/EG aus der Bundesregierung, Berlin

    Mindestlohn bei Geld- und Wertdiensten, Nutzung von Drohnen, Rechte in Strafverfahren und weitere neu geregelt

    Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt

    Seit 01. Oktober 2017 können Krankenhäuser für bis zu sieben Tage Medikamente, Heil- und Hilfsmittel oder häusliche Krankenpflege verordnen sowie Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Weiterbehandelnden Ärzte und Einrichtungen sind vom Krankenhaus zu informieren. Stationäre und ambulante Behandlung sind so besser miteinander verzahnt.

    Hasskriminalität in sozialen Netzwerken

    Ebenfalls seit 01. Oktober 2017 wird Hasskriminalität im Netz wirksamer bekämpft. Betreiber von sozialen Netzwerken werden dazu verpflichtet, strafbare Inhalte schnell zu löschen oder zu sperren.

    Alle Neuregelungen lesen Sie hier ↗bundesregierung.de.