Schlagwort: Armut

  • Aufschwung ohne Teilhabe

    14.11.2016/EG aus der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

    Bertelsmann-Studie: Fast jeder vierte Europäer ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

    Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung: „Ein Vollzeitjob muss nicht nur das Einkommen, sondern auch das Auskommen sichern. Ein steigender Anteil von Menschen, die dauerhaft nicht von ihrer Arbeit leben können, untergräbt die Legitimität unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.“

    Entsprechend dem EU-weiten Trend sind in Deutschland ebenfalls – trotz Vollzeitjob – mehr und mehr Menschen von Armut bedroht: Zwischen 2009 und 2014 wuchs der Anteil der Betroffenen von 5,1 auf 7,5 Prozent. bertelsmann-stiftung.de

    Hintergrundinformationen zur Bertelsmann Stiftung lesen Sie hier lobbypedia.de.

  • Armut: Jeder Fünfte ist betroffen

    03.11.2016/EG aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

    Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerung ist in Deutschland seit 2008 nahezu unverändert hoch

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war im Jahr 2015 jeder fünfte Bundesbürger – das sind 16,1 Millionen Menschen in Deutschland – von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Der ‘Wert‘ stagniert seit dem Jahr 2008. ↗destatis.de

  • Ausgrenzung in der EU

    17.10.2016/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Brüssel

    In 15 von 28 EU-Staaten wächst die Armut

    Im Jahr 2015 waren etwa 119 Millionen Personen bzw. 23,7% der Bevölkerung in der Europäischen Union (EU) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Nach Angaben der Eurostat mussten 15 von 28 EU-Mitgliedsländern (53,6 Prozent) seit der Krise 2008 eine Zunahme der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerung regisitrieren. Aus zehn Staaten wurde eine Absenkung der von Einkommensarmut betroffenen Bürger gemeldet. ec.europa.eu

  • Sozialhilfebedarf steigt

    10.10.2016/EG aus dem Statistischen Bundesamt, Wiesbaden

    Ausgaben für Sozialhilfe ist im Jahr 2015 um 4,8 Prozent gestiegen / Höchster Bedarf in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen / Niedrigste Bedarf in Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Bremen

    Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 27,7 Milliarden Euro netto für Sozialhilfeleistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“) ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entsprach dies einer Steigerung um 4,8 Prozent gegenüber 2014. ↗destatis.de

    Zum Thema

    Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI): Ungleichheit bei der Einkommensverteilung in Deutschland hat den bisherigen Höchststand erreicht. WSI-Report 10/2016 boeckler.de.

  • Definition sozialer Ungleichheit

    03.10.2016/EG aus der Nichtregierungsorganisation OXFAM Deutschland, Berlin

    Marion Lieser, Geschäftsführerin Oxfam Deutschland, mit einer Replik auf die polemischen Spitzen der FAZ

    „Wer die FAZ liest, der weiß, dass sie das Problem extremer sozialer Ungleichheit wahlweise kleinredet oder als Motor für Fortschritt und allgemeine Wohlfahrt preist. Organisationen wie Oxfam sind der Redaktion deshalb offenbar ein Dorn im Auge, was man nicht zuletzt aus den teilweise recht unsachlichen Spitzen in ihrer jüngsten Berichterstattung herauslesen kann. Nun können und sollen weltanschauliche Grundhaltungen dieser Art publizistisch ihren Raum haben. Allerdings sollte dabei eine gewisse Sachlichkeit und Detailschärfe walten, die man in der FAZ an dieser Stelle vermisst. Dabei werfen die Redakteure die Begriffe Armut, Ungleichheit, Einkommen, Vermögen und Hunger durcheinander und tragen so ihrerseits zur allgemeinen Desinformation bei.

    Aus gegebenem Anlass daher einige Klarstellungen zum Thema:“ oxfam.de

    Zum Thema

    Die Wissenschaftler Richard Wilkinson und Kate Pickett haben über Jahrzehnte empirische Daten gesammelt und ausgewertet und den Einfluss der Ungleichheit in ihrem Buch ‘Gleichheit ist Glück‘ zusammengefasst. ↗haffmans-tolkemitt.de