Schlagwort: Armut

  • EU: Geringer Lohn für jeden sechsten Arbeitnehmer

    08.12.2016/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘,

    Eurostat: 2014 waren 17,2 % der Arbeitnehmer in der EU Niedriglohnempfänger / Deutschland unter den Top 6

    Der Anteil von Niedriglohnempfängern variierte 2014 weiterhin deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten Anteile wurden in Lettland (25,5%), Rumänien (24,4%), Litauen (24,0%) und Polen (23,6%) verzeichnet, gefolgt von Estland (22,8%) und Deutschland (22,5%). ec.europa.eu

  • Wachsende Armut im Alter

    05.12.2016/EG aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis), Bonn

    1.035.299 Menschen sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen / Steigerung in 10 Jahren um 51,8 Prozent

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren im Juni 2016 in Deutschland insgesamt 1.035.299 Menschen auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung vom Staat angewiesen. Zum Jahresende 2006 waren es 681.991 Menschen.

    Mit der Grundsicherung im Alter unterstützt der Staat Personen, deren Rente zusammen mit eventuell weiteren Einkünften nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger dieser Leistung deutlich zugenommen: Seit Jahresende 2006 um 51,8 Prozent. ↗destatis.de

  • ‘Beraubte‘ Teilnahme am kulturellen Leben

    02.12.2016/EG aus der statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat), Brüssel

    EU: Jeder Sechste kann nicht an Freizeitaktivitäten teilnehmen – in Deutschland jeder Achte

    Im Jahr 2014 gaben 13 Prozent der Bevölkerung (ab 16 Jahre) in der Europäischen Union (EU) an, nicht genug Geld zu haben, um wenigstens einmal im Monat mit Freunden oder der Familie etwas essen oder trinken gehen zu können. 17,8 Prozent konnten es sich nicht leisten, regelmäßig an einer Freizeitaktivität teilzunehmen. ec.europa.eu

  • Sozialhilfebedarf steigt

    28.11.2016/EG aus dem Statistischen Bundesamt ’Destatis‘, Berlin

    Deutschland 2015: 8,0 Millionen Menschen waren von sozialer Mindestsicherung angewiesen / Niedrigste Quote (5,2 %) in Bayern – höchste Quote (19,4 %) in Berlin

    Zum Jahresende 2015 erhielten in Deutschland knapp 8,0 Millionen Menschen (2014: 7,4 Mio.) und damit 9,7 % (2014: 9,1 %) der Bevölkerung soziale Mindestsicherungsleistungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen wie in den beiden Vorjahren sowohl die Anzahl der Empfänger als auch deren Anteil an der Gesamtbevölkerung gegenüber dem Vorjahr. Die Zunahme gehe, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, überwiegend auf den starken Anstieg der Bezieher von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zurück. ↗destatis.de

  • Buchtipp: Armut in einem reichen Land

    25.11.2016/EG

    Christoph Butterwegge: Armut in einem reichen Land

    Sachbuch (Gesellschaft, Politik)

    Vermehrte Fluchtmigration, Angst vor gesellschaftlichem Abstieg und soziale Ungleichheit: Obwohl diese Themen viele Menschen umtreiben, wird Armut in Deutschland, so Christoph Butterwegge, nicht konsequent bekämpft, sondern verharmlost und „ideologisch entsorgt“. In der aktualisierten Auflage seines Standardwerks diskutiert er auch, was getan werden muss, um die Kluft zwischen Arm und Reich wieder zu schließen.

    Autor

    Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität Köln.

    Campus Verlag, EAN 978-3-5935-0642-5, kartoniert, 400 Seiten, 25 Euro