Schlagwort: Arbeitswelt

  • Lohn nach Tarif

    01.03.2017/EG aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

    Tarifverdienste wurden 2016 um durchschnittlich 1,9 % ohne Sonderzahlungen bzw. um 2,0 % mit Sonderzahlungen gegenüber 2015 angehoben

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren die Tarifverdienste – gemessen am Index der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen – im Jahr 2016 durchschnittlich 2,0 Prozent höher als im Vorjahr. Das ist der geringste Anstieg seit 2011 (+ 1,7 Prozent). ↗destatis.de

    Zum Thema

    Inflationsrate: Die Jahresteuerungsrate gibt das Statistische Bundesamt für das Jahr 2016 mit 0,5 Prozent an. ↗destatis.de

    Tarifbindung: Unser Beitrag vom 21.02.2017 ‚Deutschlands prekäre Arbeitswelt‘ ↗

  • Vom Wert der Arbeit

    28.02.2017/EG aus dem Medium ’Das Blättchen‘, Berlin

    Günter Hayn mit einem Beitrag über den Wert des Kapitals und den Wert der Arbeit am Beispiel der Knorr-Bremse AG

    „2015 wurden laut Geschäftsbericht 395,969 Millionen Euro Dividende ausgeschüttet. Davon gingen an … die Anteilseigner der Robert Bosch GmbH 83,968 Millionen Euro. Den ‘Rest‘ von 312 Millionen Euro erhielten die Besitzer der Knorr-Bremse AG, das ist die Familie Thiele.“

    „Die Knorr-Bremse zeichnet sich selten durch einen sozialen Umgang mit ihren Beschäftigten aus, im Zweifel geht etwas mehr Profit immer vor.“ – konterte der Konzern mit dem Hinweis, dass es bei Knorr-Bremse seit 2006 keine Tarifbindung mehr gebe und die 42-Stunden-Woche für die rund 5.000 Mitarbeiter in Deutschland üblich sei.“ das-blaettchen.de

  • Deutschlands prekäre Arbeitswelt

    21.02.2017/EG aus der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf

    Hans Böckler Stiftung: Etwa ein Drittel der Beschäftigten arbeitet in atypischen und häufig prekären Arbeitsverhältnissen

    Jeder dritte Arbeitnehmer kennt Arbeitsverhältnisse als Leiharbeiter, befristete Arbeit oder sogenannten Minijobs. Ergänzt werden die atypisch Beschäftigen von einer großen Zahl sozial kaum abgesicherten, ohne Mindestlöhne und Mitbestimmung arbeitenden (Solo-)Selbständigen.

    Nur noch 31 Prozent der Betriebe in Westdeutschland und 21 Prozent der Betriebe in Ostdeutschland ist an gewerkschaftlich ausgehandelten Tarifen gebunden. Die tarifgebundenen Betriebe beschäftigen 59 Prozent der Arbeitnehmer. Im Jahr 1998 lag der Anteil aller tarifgebundenen Beschäftigen noch bei 76 Prozent in Westdeutschland und 63 Prozent in Ostdeutschland. Im Jahr 2015 waren es nur noch 59 Prozent im Westen und 49 Prozent im Osten.

    Weitere Informationen zur altuellen Arbeitswelt lesen Sie ab Seite drei des Reports↗boeckler.de.

    Zum Thema ein Hörfunkbeitrag (12 Minuten) des BR↗br.de.

  • Realitätsverlust: 2 % sind für ‘ver.di‘ deutliche Reallohnsteigerung

    20.02.2017/EG

    Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zum Tarifergebnis im öffentlichen Dienst: „Wir haben ein Ergebnis mit deutlichen Reallohnsteigerungen erzielt“

    „Im Einzelnen sieht die Einigung eine tabellenwirksame Anhebung der Gehälter um 2,0 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2017 beziehungsweise um 75 Euro Mindestbetrag als soziale Komponente vor. Ein weiterer Anhebungsschritt um 2,35 Prozent erfolgt zum 1. Januar 2018. Die Einführung der Stufe 6 für die Entgeltgruppen 9 bis 15 erfolgt in zwei Teilschritten: zum 1. Januar 2018 sowie zum 1. Oktober 2018.“ verdi.de

    Zum Thema ein Beitrag des Ökonomen Heiner Flassbeck:

    „Es ist immer noch nicht zu verstehen, dass die deutschen Gewerkschaften insgesamt sich nicht darauf einigen (und mit allen Mitteln darauf hinarbeiten), konsequent mit dem Inflationsziel der EZB, also etwa 1,9 Prozent, zu argumentieren und auch zu verhandeln. Gerade im öffentlichen Dienst kann sich doch kein Arbeitgeber diesem Ziel verweigern, ohne sich vollkommen lächerlich zu machen. Unterstellte man bei den Verhandlungen von vorneherein 1,9 Prozent als Inflationsvorgabe, könnte man niemals bei zwei Prozent als Ergebnis für die Nominallohnzuwächse landen.“ ↗makroskop.eu

  • Mindestlöhne in der EU

    12.02.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Unio ’Eurostat‘, Luxemburg

    EU28: Mindestlöhne in 22 Staaten: 235 Euro in Bulgarien bis 1.999 Euro in Luxemburg / 1.498 Euro in Deutschland

    Der in Euro ausgedrückte Mindestlohn war im Jahr 2017 in jedem Mitgliedstaat, in dem es einen nationalen Mindestlohn gibt, höher als im Jahr 2008. Einzige Ausnahme war Griechenland, wo er um 14 Prozent, von 794 Euro auf 684 Euro, fiel. europa.eu